Montag, 16. Januar 2012

Die Macht des neuen KGB

Danila Galperovich interviewt Wladimir Bukowski.

(Lesen Sie außerdem hier Paul Beliens Interview mit Wladimir Bukowski vom 27. Februar 2006 "Former Soviet Dissident Warns For EU Dictatorship" und hier Wladimir Bukowskis Vortrag in Brüssel vom 23. Februar 2006 "Wie Gorbatschow, Giscard d'Estaing und andere die EU neu erfanden")

(weitere Anmerkungen in Klammern)


[Danila Galperovich führte dieses Interview auf svobodanews.ru durch. Yelena Glazova hat es für Frontpagemag.com ins Englische übersetzt.]

Eine der bekanntesten und angesehensten Persönlichkeiten der russischen Dissidentenbewegung, Wladimir Bukowski, sprach mit Radio Liberty über die Prinzipien und Methoden, die KGB-Agenten gegen freiheitliche Denker anwenden. Welche dieser Methoden werden in naher Zukunft in Rußland gegen die neuesten Proteste zum Einsatz kommen?

Wladimir Bukowski war schon immer ein scharfer Beobachter, wie der KGB nach dem Machtverlust im Jahr 1991 allmählich seine Stärke wiedererlangte. KGB Vertreter besetzen heute die höchsten Ränge der russischen Machtstruktur. Was wird in naher Zukunft passieren? Was sollte von den Teilnehmern der Proteste erwartet werden?

Dieses Interview wurde in England durchgeführt, zu Hause bei Wladimir Bukowski in Cambridge. Der erste Teil erschien in gedruckter Form am 30. Dezember 2011, Bukowskis 69. Geburtstag. Der zweite Teil des Interviews wird am 4. bis 5. Januar veröffentlicht. Da wir unseren Lesern die Übersetzung des Interviews präsentieren, gratulieren wir Wladimir ganz herzlich zu seinem Geburtstag.

Galperovich: Die jungen Menschen, die zu dem Treffen am Bolotnaya Platz kamen, sind eta 20-25 Jahre alt, und sie sind Manager, Geschäftsleute, Künstler; die Stammgäste und Nutzer von Facebook. Sie verstehen das Phänomen des KGB nicht wirklich, weil der KGB in ihrem Leben nicht als ein sichtbares Phänomen existierte. Dennoch wird diese junge Generation mit den KGB-Agenten, die Schlüsselpositionen des Landes besetzen, zu tun haben. Was sollten diese jungen Leute über ihre Gegner wissen? Was sollten sie erwarten? Welches Bewußtsein ist für diese jungen Menschen in ihrem Kampf von zentraler Bedeutung?

Bukowski: Lassen Sie mich zunächst betonen, daß die KGB-Agenten in den letzten zwanzig Jahren viel von ihrem qualitativen Scharfsinn verloren haben. Zu meiner Zeit überwachte das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei die Aktivitäten des KGB, und ohne die Erlaubnis des Zentralkomitees war der KGB nicht einmal in der Lage, Durchsuchungen auszuführen. Diese Kontrolle von oben sorgte für geschliffenes Verhalten und präzise Aktionen; das Zentralkomitee konnte KGB-Agenten immer bestrafen, wenn sie zum Beispiel Fehler machten oder vorsätzlich und ohne Genehmigung handelten. Folglich war der KGB sehr diszipliniert, sehr professionell. Und obwohl diese Agenten auf der Höhe ihres Spiels waren, konnten wir trotzdem viele Siege erzielen, sozusagen auf ihrem eigenen Spielfeld. Alles in allem schnitten sie im Vergleich zu Stalins NKWD nicht mehr so gut ab.

Nach meiner Zeit sind sie jedoch viel tiefer gesunken. Ich bin häufig erstaunt -- ihr Niveau entspricht dem einer unfähigen Landwehr aus der Provinz: sie sind nicht der KGB von früher. Sie können nicht einmal Gebäude in ihrer Hauptstadt sprengen, ohne sich zu enttarnen und Spuren zu hinterlassen. Genosse Stalin hätte sie alle erschossen. Als sie zum Beispiel Selimchan Yandarbiev in Katar töteten und danach sofort gefaßt wurden, erschien dies fast unwirklich. Warum beschlossen sie zu handeln, wenn sie von Kameras beobachtet werden? Wieso verwenden sie Telefone, die sich zurückverfolgen lassen und reisen dann zum Landhaus eines Diplomaten? Zu unserer Zeit wäre das undenkbar gewesen. Die damaligen Agenten waren viel qualifizierter.

Doch diese Realität hat auch einen erschreckenden Aspekt -- diese Menschen begehen Morde, ohne wirklich nachzudenken oder zu planen und das mit voller Hingabe. Um in der Sowjetära einen Mord zu begehen, mußte man einen Plan machen, das Ziel längere Zeit beobachten, den Plan an das Zentralkomitee einreichen und dann auf die Genehmigung warten. Dies würde einige Zeit dauern. Deshalb wollte der KGB viele Morde nicht [verüben]; man mußte lange und hart arbeiten, um Morde vorzubereiten und sich mit viel Bürokratie befassen. Es war viel einfacher, die Person zu verhaften und ins Gefängnis zu schicken und dann in den Gulag. Aber heute ist es einfacher, zu töten, als zu verhaften -- zu verhaften heißt, die Öffentlichkeit einzuladen, Offenheit (Glasnost) zu initiieren, Anwälte anzuziehen, und sogar die Presse, egal wie schwach oder minderwertig sie ist. Die Agenten wollen diesen Lärm nicht. Für sie haben Verhaftungen gefährliche Folgen.

Sasha Litwinenko war die erste Person, die mir diese neue Realität erklärte. Er erzählte mir, daß KGB-Agenten Morde planen, während sie in ihrer Cafeteria sitzen. Hier ist seine Geschichte: "Ich sitze ruhig da und esse meine Suppe. Ein Kollege aus einer benachbarten Abteilung setzt sich zu mir und fragt, ob ich zuverlässige kriminelle Kontakte habe. Ich sage, daß ich sie habe. Dann erklärt er: 'Wir müssen den Deutschen aus dem Weg schaffen.' Ich frage: 'Was meinen Sie mit aus dem Weg schaffen?' Und er sagt: 'Es wäre auch für Sie gut; 30 Tausend ist Ihr Anteil.'" So erledigen sie jetzt ihre Geschäfte, und so lösen sie ihre Probleme. Dies muß verstanden werden. Vergleichen Sie unsere damalige Zeit mit der heutigen, dann weist dieses Muster auf einen wichtigen, überraschenden Unterschied. Und gleichzeitig machen diese Agenten fortwährend die dümmsten Fehler. In der Sowjetunion gab es das "weise" Zentralkomitee der Partei, wegen seiner Macht und seiner Kontrolle vom KGB gehaßt; die Agenten freuten sich, als sie von dieser Kontrolle endlich befreit waren, doch nun machen sie Fehler. Nichts funktioniert wirklich so, wie es sollte.

Galperovich: Können sie die Teilnehmer der Protestbewegung töten, die sie für die gefährlichsten halten?

Bukowski: Zu unserer Zeit war es schwierig, doch jetzt ... Ich begann mit der Diskussion der Unterschiede zwischen dem sowjetischen KGB und dem KGB von heute -- ich ziehe es vor, den FSB bei seinem alten Namen zu nennen. Ich muß aber auch auf einige grundlegende Gemeinsamkeiten aufmerksam machen, die, wie auch immer, bestehen bleiben. Das erste, was sich die neuen Demonstranten vor Augen halten sollten, ist, daß es aussichtslos ist, mit dem KGB irgend etwas zu vereinbaren. Alle westlichen Politiker -- mit Ausnahme von Ronald Reagan -- machen hier einen grundlegenden Fehler. Westliche Politiker begreifen einfach nicht, daß es unter der Spezies des Homosapiens diesen ganz besonderen Typus gibt. Mit den Vertretern dieses Typus können Sie keine Vereinbarungen treffen, weil sie nicht vorhaben, Vereinbarungen zu treffen. Ihre Aufgabe ist es, Sie zu ihren Agenten zu machen. Sie sind entweder ein Agent -- potenziell oder tatsächlich -- oder ein Feind; etwas anderes existiert nichts. Sie denken vielleicht, daß Sie sich selbst auf eine zivilisierte Art und Weise benehmen, wenn Sie irgendwelche Kompromisse finden, aber für sie ist jeder Kompromiss ein Zeichen von Schwäche, und es bedeutet, daß weiter Druck und Zwang aus Sie ausgeübt werden sollte. Man muß also eines bedenken -- je schneller man sie durchschaut, desto weniger ist man ihr Opfer.

Ich kann Ihnen eine Geschichte erzählen. Nun, sie klingt manchmal etwas umgangssprachlich, aber ich werde versuchen, die Ecken und Kanten zu glätten.

In unserem Lager traf ich einen alten Lehrer aus Zakarpattia Oblast im Südwesten der Ukraine. Er war ein Gelehrter, konnte fünf Sprachen, war ein außergewöhnlicher Mensch. Doch ganz plötzlich fängt unser Vorgesetzter an, ihn zu bestrafen und ihn für 15 Tage in Isolationshaft zu schicken, und wiederholt dies immer wieder. Unter den Gefangenen gab es in den Lagern diesen multi-ethnischen Ausschuß -- oder wie er genannt wurde. Menschen verschiedener Nationalitäten -- Armenier, Juden, Ukrainer, Russen, Litauer -- versammelten sich, um die Situation in der Zone zu diskutieren. Und hier taucht das neue Problem auf -- unserem intelligenten Lehrer zu helfen. Ich, anstatt den Mund zu halten, sage: "Der Vorgesetzte versucht, aus ihm einen Spitzel zu machen, und unser Lehrer ist nicht in der Lage, sie alle zur Hölle zu schicken. Man sollte so schnell wie möglich das übelste Arsenal an Schimpfwörtern verwenden. Eine andere Sprache verstehen sie nicht."

Nun, jede Initiative ist strafbar. Der Ausschuß beschloß, daß ich dem Lehrer die Situation erklären soll, sobald er aus seiner neuen Einzelhaft zurückkehrt.

Als der Lehrer aus seiner Einzelzelle kam, erklärte ich ihm die Situation und versuchte, ihm beizubringen, wie man flucht. Um die russische "Mat", die Vulgärsprache des Fluchens (mit möglichst vielen F-Wörtern), in vollem Umfang zu nutzen -- nach dem System von Stanislawski. Doch die Lippen des Lehrers wollten sich nicht bewegen. Er konnte es einfach nicht sagen. Er konnte fünf Sprachen, aber er konnte nicht fluchen. Drei Stunden wies ich ihn an. Schließlich lernte er; er begriff die Situation in voller Tiefe. Das nächste Mal, als ihn der Vorgesetzte für 15 Tage in die Isolationshaft schickte, fluchte der Lehrer laut und schmutzig, und als er mit seinen 15 Tagen fertig war, faßten sie ihn nie wieder an.

Diese Geschichte ist in der Tat eine Gulag Parabel. Sie zeigt, daß man sich gegenüber dem KGB nicht anders verhalten kann. Subtilität verstehen sie nicht; ihre Köpfe funktionieren anders. Sie wurden nur in einer Richtung ausgebildet. Und wenn Sie sie nicht mit den übelsten F-Wörtern loswerden können, halsen Sie sich ein großes Leid auf.

Galperovich: Also, diese Agenten sehen sich jetzt mit einem Massenprotest konfrontiert. Es hat in Rußland seit dem Ende der 1980er Jahre keine Massenproteste gegeben. Was wird der KGB jetzt tun?

Bukowski: Die Erfahrung gegnerischer Massenbewegungen machte der KGB während der Perestroika. Damals entschieden die Politiker, Massenbewegungen für ihre Zwecke zu entwickeln und zu pflegen. Und der KGB sollte sie kontrollieren und lenken, und diese Aufgabe wurde pflichtgemäß durchgeführt. Die Tatsache, daß niemand auf dieser Erde Massenbewegungen kontrollieren kann, ist eine ganz andere Frage. Der (von der Geheimpolizei unterstützte) Priester (Georgi Apollonowitsch) Gapon, das Phänomen Zubatovschina und sein Netzwerk aus Doppelagenten (des Polizeichefs Zubatov) -- hier haben Sie die besten Beispiele für das unvermeidliche Scheitern dieser Versuche. Die Dienste dieser Agenten führten zur Revolution von 1905. Und dieses Muster taucht unvermeidlich wieder auf. Die Logik ist einfach: das Netz der Agenten, das die Massenagitation zu kontrollieren versucht, wird schließlich vor einem unausweichlichen Dilemma stehen. Die soziale Atmosphäre wird zu gegebener Zeit immer politischer und radikaler; die Protestbewegungen werden schärfer. Wenn die KGB-Strukturen diesem Prozeß widerstehen, werden sie überrumpelt und ihre Macht verlieren; wenn sie mitmachen, verlieren sie ihren Einfluß. Und dann, an einem ganz bestimmten Punkt dieses sehr dynamischen Prozesses -- verlieren sie über die Massenbewegungen ihre Kontrolle.

Dennoch haben sie in der Manipulation der Massen sehr viel Erfahrung erworben. Man sollte nicht glauben, daß sie die 1980er Jahre mit Nichtstun verplemperten. Sie studierten die Muster der Manipulation und die Kontrolle der Massenagitation. Es ist auch wahr, daß dies Standardmethoden sind; der KGB hat sie nicht erfunden. Agenten aufzustellen, falsche Bewegungen zu schaffen -- verschiedene "Volksfronten" -- all das ist nicht neu. Daß diese Methoden eingesetzt werden, daran habe ich keinen Zweifel. Dies sollte man erwarten. Es tauchen bereits einige Persönlichkeiten auf -- ich will sie nicht nennen -- die mich argwöhnisch werden lassen. Ich sehe sie mir an und etwas bleibt unklar. Aus welchen Tiefen sind sie aufgetaucht?

Galperovich: Aber da ist (Boris) Nemtsow (von der "Union der rechten Kräfte", SPS), da ist (Georgi) Jawlinski (der Chef der Jabloko-Partei), da sind verschiedene Arten von Menschen, die nicht neu sind. Haben Sie das Gefühl, daß diese Menschen in diesen neuen Prozessen eine Zukunftsperspektive haben?

Bukowski: Einige dieser Leute haben natürlich eine Zukunft. Nemtsow zum Beispiel. Er besitzt eine einzigartige Kombination: auf der einen Seite hat er Führungserfahrung, da er Teil der Regierung war, selbst ein Gouverneur war, was in der Opposition sonst bei niemandem der Fall ist. Auf der anderen Seite sind seine Erfahrungen als Teil der Opposition glaubwürdig, und in dieser Hinsicht besitzt er Autorität. Ich bin mir sicher, daß man ihn brauchen wird. Was ist mit dem Rest? Die Persönlichkeiten, die in der Opposition am sichtbarsten sind, werden von der breiten Bevölkerung als Option nicht akzeptiert.

Zum Beispiel, mein Freund (der Ex-Schachweltmeister) Garri Gasparow -- er ist ihnen zu intelligent, zu weit entfernt vom Volk, zumindest aus ihrer Sicht. (Eduard) Limonow ist eine sehr wichtige Persönlichkeit. Für einen bestimmten Teil der Jugend ist und bleibt er ein Führer -- das ist unbestreitbar. Doch dies ist ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung. Von einer breiten Bevölkerung wird er nicht akzeptiert. Jawlinski hat auf allen Seiten gearbeitet. Er ist seit 1990 in der Politik und hat alle Wege versucht, Kompromisse akzeptiert, war in vielen komplexen Situationen, und all dies bleibt in Erinnerung, diese Last der Vergangenheit wird nicht vergessen. Also glaube ich nicht, daß Jawlinski vorhat, ein Führer zu werden.

Ich glaube tatsächlich, daß wir die wirklichen Führer nicht kennen. Normalerweise tauchen die Führer dann auf, wenn der Druck am größten ist, wenn es, symbolisch gesprochen, Zeit ist, auf die Barrikaden zu gehen. Dann werden Menschen, die klug und fähig sind, die sich aber auf ihre eigenen Aufgaben konzentrieren, ihre unmittelbaren Berufe verlassen und auf die Barrikaden gehen, weil es nicht mehr möglich ist, sich zu verstecken. Der Protest wird dann von innen heraus zur Notwendigkeit. Dann werden die wirklichen Führer erscheinen -- im Moment der Konfrontation! Die wirklichen Führer können weder in friedlichen Zeiten auftauchen, noch kann in der friedlichen Atmosphäre von innen heraus eine ernsthafte Opposition entstehen. Ohne eine offene Konfrontation gibt es keine Opposition! An diesem Punkt schwellen die Proteste in den verschiedenen Schichten der Öffentlichkeit an -- durch diejenigen, die nicht sicher sind, womit sie sich identifizieren sollen -- also gehen sie zu verschiedenen Treffen. Der Rest ist mit seinen eigenen unmittelbaren Aufgaben beschäftigt. Eine echte Krise setzt privaten Aufgaben jedoch ein Ende. Zu diesem Zeitpunkt wird es unmöglich, privaten Beschäftigungen nachzugehen.

Galperovich: Dies ist also keine Krise?

Bukowski: Ich denke, daß die erste schwere Krise im Frühjahr stattfinden wird, im März oder April. Jetzt gibt es Aufwärmphasen, Schwellungen, die sich von innen aufschaukeln. Diese Stimmung wird im Frühling radikaler. Präsidentschaftswahlen werden im Vergleich zu Parlamentswahlen in der Regel als ein Prozeß angesehen, der schwerer wiegt. Was ist ein Parlament? Was kann es tun, selbst wenn es aus den idealen Mitgliedern besteht? Aber die Präsidentenwahl in Rußland ist ein schwerer Schritt -- eine Person wird der Zar des Landes! Und das erzeugt Emotionen, Stimmungen, psychologische Intensität! Man muß kein Wahrsager sein, um vorauszusehen, daß die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen gefälscht werden -- in der gleichen Weise wie die Parlamentswahlen, sogar noch mehr. Und dieser eklatante Betrug wird wieder einmal enthüllt. Es geht nicht anders, das Land ist sehr weit! Man sollte eine sprunghafte Zuspitzung der Auseinandersetzungen erwarten.

Schon jetzt hat sich die Situation sprungweise entwickelt, am 31. August gingen rund tausend Menschen zum Platz des Triumphes, während bereits 40.000 zu einer Kundgebung am Bolotnaya-Platz gingen. Die Beobachter sagen, es waren mehr -- vielleicht 60.000. Dies ist eindeutig ein sehr sprunghafter Start. Man kann natürlich immer analysieren, warum dies geschah, aber man kann nicht die Realität dieses überraschenden Anstiegs negieren. Man kann nicht den Prozeß der Unruhen und Radikalisierung in der Gesellschaft verneinen. Und man muß mit einem ähnlichen Sprung im Frühling rechnen. Dies ist keine komplexe Prognose; es ist leicht absehbar. Und dann wird die Krise beginnen, und es wird Barrikaden geben, in welcher Form auch immer. Und dann werden Sie sehr viele Menschen sehen, die aus mittelmäßigen Unternehmen auftauchen, ihre Buchhaltung zur Seite legen und auf den Platz gehen, weil es sonst keine Zukunft gibt.

Das Gespräch wurde am 2. Januar 2012 um 4:00 Uhr und um 15.00 Uhr Moskauer Zeit auf russisch in einer Sonderausgabe der Sendung "Von Angesicht zu Angesicht" ["Лицом к лицу"] ausgestrahlt.

Bücher von Wladimir Bukowski finden Sie hier.
Hier finden Sie den Originalartikel, The Power of the New KGB.

Freitag, 13. Januar 2012

Ein König Lear für Mädchen

Mark Tapson über den feministischen Fantasyfilm "Die Eiserne Lady".

(Wetten, daß der Müllhaufen der Filmgeschichte den Film von der Wertung her ziemlich schnell vergessen wird?)

(weitere Anmerkungen in Klammern)


Der neue Film "Die Eiserne Lady" ("The Iron Lady") mit Meryl Streep als ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher stellte die liberalen linken Filmemacher anfangs vor ein Dilemma: Wie eine Oscar-würdige Darstellung liefern, ohne gleichzeitig eine rechte Ikone zu ehren? Sie haben es anscheinend gelöst, indem sie einen Film über eine Feministin gemacht haben, und nicht einen über eine konservative Ikone.

Die Eiserne Lady startet in diesem Monat in den USA und zeigt Thatchers beruflichen und persönlichen Aufstieg und Niedergang -- von der Tochter eines Kolonialwarenhändlers an die Spitze der Politik, und, wie es der Film zeigt, wieder zurück in die Irrelevanz aus Einsamkeit und Senilität. Nebenbei sehen wir ihren Kampf gegen die mächtigen Gewerkschaften, ihre Verteidigung des freien Marktes, ihre Beharrlichkeit gegen den sexistischen Spott ihrer politischen Kollegen, ihren Triumph im 1982er Falkland-Krieg, und ihre Churchill gleichende Weigerung, den IRA-Terroristen nachzugeben -- diese Liste erweckt in mir den Wunsch, Margaret Thatcher hätte in den letzten 3 Jahren unser Land regiert.

Der Film zeigt Streep, die erfolgreichste Oscar-Preisträgerin der Geschichte, in der Rolle ihres Lebens, die ihr sicherlich eine weitere Oscar-Nominierung einbringen wird. Eine Rolle, die so polarisierend ist, wie die außergewöhnliche Eiserne Lady selbst. Einige Kritiker haben dem Film -- oder zumindest Meryl Streep -- begeisterte Kritiken gegeben, während ihn andere als gemein und lieblos bezeichneten, auch Angehörige von Thatchers Familie und ehemalige Freunde und Kollegen. Ein Freund der Familie sagte vor der Veröffentlichung des Films, daß Thatchers Kinder "entsetzt waren, was sie über den Film erfuhren. Sie denken, es klingt nach einer Fantasie von liberalen Linken."

Norman Tebbit, ein Berater, der acht Jahre lang eng mit Thatcher arbeitete und der sich beschwert, daß die Filmemacher ihn und andere, die sie wirklich kannten, nicht ansprachen, schrieb auf Telegraph Online, daß "sie nach meiner Erfahrung niemals die halb hysterische, über-emotionale, chargierende Frau war, die von Meryl Streep dargestellt wird".

Doch einigen liberalen Linken geht der Film in seiner Unfreundlichkeit gegenüber Englands heutiger (Heerführerin) Boudicca (aus dem 1. Jahrhundert) nicht weit genug. (Rückblende: Schon 1989 entstand in der bekifften britischen Dub-Szene unter den Privatisierungswahnvorstellungen ein Loblied auf die Verstaatlichung der Luft: "Privatize the Air" von "Gary Clail & On U Sound System".)

Stuart Jeffries schrieb auf der Internetseite von The Guardian, ihre Zeit war eine "Ära der Wut über das, was Thatcher, die Wirtschaftszerstörerin und Kriegstreiberin, England antat ... Es wäre bedauerlich, wenn 'Die Eiserne Lady' diese tiefe Wut übersieht und Thatcher als eine Frau herauskristallisiert, die alle Widerstände besiegt." (Der Originalsatz ist lesenswert, ich hatte irgendwie das Gefühl, Jürgen Habermas lebt.)

Die Wut ist aber das, worauf sich die Filmemacherinnen konzentrierten. Meryl Streep und die britische Regisseurin Phyllida Lloyd (die aussieht wie ein Hanoi-Gretchen-Klon), die beide gesagt haben, "Die Eiserne Lady" ist "König Lear für Mädchen", machten keinen Film über Thatchers Konservatismus, sondern einen über "eine Frau, die die Geschlechter- und Klassenschranken einer Männer-dominierten Welt zerschlagen hat". (Oder, in moderner LGBetc Übersetzung, "eine Frau, die die Gender- und Klassenschranken einer Männer-dominierten Welt zerschlagen hat".)

Streep und Lloyd sind schließlich nicht konservativ. "Ich bin mit vielem von ihrer Politik immer noch nicht einverstanden", sagte Streep diplomatisch. "Aber ich fühle, daß sie daran glaubte und daß ihre Politik einer ehrlichen Überzeugung entstammte, und daß sie keine Kosmetik war, nur um das Make-up den Zeiten anzupassen." (Und jetzt würfeln wir alle, was diese Aussage bedeutet und hören uns nach dem Kauf der DVD/BluRay im Making-of an, wie nachhaltig sich die unglaublichen Erfahrungen der Darsteller während dem Dreh wieder einmal auf deren Lebensalltag auswirken.)

Was diese Politik betrifft, so sagte Streep in einem Interview lachend:

Wir sind nicht an König Lears Politik interessiert. Wir behaupten nicht, wir hätten für ihn gestimmt (echt, das hätte ich jetzt nicht gedacht) ... Was mich interessierte, war die Rolle von jemandem, der möglicherweise monströse Dinge tut, oder törichte Dinge.

Monströse oder törichte Dinge? Streeps Ansichten über Politik und Vermächtnis eines weiblichen Lear sind ziemlich unverhohlen. Regisseurin Lloyd beschrieb ihr Ziel, das sie mit diesem Projekt verfolgt, in ähnlicher Weise:

In Teilen von England ist es jetzt sogar eine Sünde, sie als ein menschliches Wesen zu betrachten. Diese Frau ist ein Monster, eine Dämonin. Für mich bedeutete der Film, die menschliche Seite zu finden.

Obwohl sie nicht für Thatcher gestimmt hatte, jubelte Lloyd, als in England schließlich eine Frau an die Macht kam: "Es fühlte sich an wie eine für unser Team." Streep erinnert sich ebenfalls daran, wie eine Erregung ihr Bein hochlief:

Bei mir war es das Gleiche. Wir alle dachten, wenn es in England geschehen kann -- gebunden an die Klasse, sozial erstarrt, homosexuellenfeindlich -- wenn sie dort eine Führerin wählen können, dann ist es in Amerika nur Sekunden entfernt.

Moment mal -- hat Meryl Streep die Engländer gerade homosexuellenfeindlich genannt? Und sozial verkalkt? Dies sind nicht gerade Äußerungen, die zu einer erfolgreichen Werbetour beitragen. Aber es kommt immer öfter vor, daß sich viele in Hollywood vergessen und ihr sozial unaufgeklärtes Publikum verachten.

Natürlich begeistern sich Feministinnen normalerweise nicht für Thatcher, trotz ihrer bahnbrechenden Politik. Ihre Ablehnung, "sogar von Feministinnen", sagt Streep, scheint "etwas zu tun zu haben mit unserem fundierten ... Unbehagen im Zusammenhang mit Frauen an der Macht. Oder unserer Angst davor." Nein, die feministische Ablehnung von Thatcher hat mit ihrem Konservatismus zu tun, weil sich Feministinnen äußerst unbehaglich fühlen und Angst haben, wenn konservative Frauen das feministische Ideal, "alles erreicht zu haben", erfolgreicher verkörpern als selbsternannte Feministinnen.

Der libertäre Filmkritiker Kurt Loder behauptet, daß "der Film keine offenkundige parteiliche Agenda hat. Er zeigt gute und schlechte Seiten -- abhängig von der eigenen politischen Orientierung." Er bemerkt jedoch, daß die vollständig erfundenen Sequenzen des Films über "die senile Eiserne Lady im Ruhestand", die der Demenz erliegt und Gespräche mit ihrem toten Ehemann phantasiert, "äußerst unangenehm" und geschmacklos sind.

Auch so verharmlost und untergräbt dieser Film Thatchers Platz in der Geschichte als eine konservative Legende. Als sogenannter König Lear für Mädchen erzählt der Film laut Pressemitteilung "eine Geschichte über die Macht in der Politik, und welchen Preis man dafür bezahlen muß". Und dieser Preis besteht für Thatcher dem Film zufolge aus geistigem Verfall, Albträumen, Einsamkeit und Trauer.

"Es gab Leute, die den Film gesehen haben und völlig entsetzt waren, wer sich gerne wünschen würde, eine triumphale Saga zu sein," sagte Meryl Streep. Ja, Gott behüte, daß Hollywood eine der weltweit bekanntesten Konservativen politisch triumphierend darstellt, stellen Sie sich eine Hollywood-Filmbiographie über einen nationalen Führer vor, den sie vorbehaltlos bewundern, sogar anzubeten -- wie wäre es mit Obama? Wäre ein solcher Film irgendetwas anderes als eine triumphale Saga?

Manche zeigen sich über die Auswirkung des Films weitgehend unbeeindruckt. Lord Tim Bell, einer der wichtigsten PR-Berater Thatchers, verwirft ihn als "kein Ereignis". "Für ihren Platz in der Geschichte wird es keinen Unterschied machen." Leider unterschätzt er die Macht von Hollywood auf die Wahrnehmung ganzer Generationen, die von Geschichte wenig Ahnung haben, dank unseres liberalen linken Bildungssystems.
Hier finden Sie den Originalartikel, A King Lear for Girls.

Muslimische Mutter bricht bei Aussage zu Ehrenmord an drei Töchtern und erster Frau ihres Mannes in Tränen aus

Die DAILY MAIL über den aktuellen Ehrenmord-Prozeß in Kanada gegen eine Familie, die eigentlich gut integriert aussieht.

Termini technici
honor killed: ehrmordete

(Pamela Geller leitet den Artikel mit drei Zitaten ein:

"Möge der Teufel auf ihre Gräber scheißen. Ist es das, was eine Tochter sein sollte? Sollte eine Tochter solch eine Hure sein?" -- Muslimischer Vater, der seine drei Töchter und seine Frau ehrmordete.

"Gottes Fluch soll für Generationen auf ihnen sein. ... Sie verrieten den Islam."

"Ich würde es wieder tun, 100 mal", sagte Mohammad Shafia, der an seinen drei Töchtern Ehrenmorde beging, weil sie mit den falschen Jungen ausgingen.)

Tot: Sahar Shafia, 17 wurde auf dem Rücksitz des Autos der Familie neben Rona Amir gefunden

Eine Mutter, die angeklagt ist, an drei von ihren Töchtern sowie der ersten Frau ihres Mannes Ehrenmorde verübt zu haben, brach in Tränen aus, als sie heute (am 11. Januar 2012) vor einem Gericht in Ontario aussagte.

Tooba Mohammad Yahya, 41, wird vorgeworfen, in Komplizenschaft mit ihrem Mann, Mohammad Shafia, 58, und ihrem ältesten Sohn, Hamed, 21, eines der Autos ihrer Familie, in dem sich vier ihrer Verwandten befanden, in einen Kanal gefahren zu haben.

Die Staatsanwälte sagen, daß sie dies taten, um ihre Familienehre zu schützen, weil die vier Frauen ungehorsam handelten, indem sie Freunde hatten, knappe Kleidung trugen, und nicht auf ihren strengen muslimischen Vater hörten.


Nicht allzu aufgeregt: Tooba Mohammad Yahya ist der Beteiligung an der Ermordung drei ihrer Töchter und der anderen Frau ihres Mannes angeklagt, die mit ihrer Familie in einer polygamen Beziehung lebte


Tödliche Gruppe: Mohammad Shafia (links) und sein ältester Sohn Hamed (rechts) sind ebenfalls angeklagt

Shafia war polygam und lebte sowohl mit seiner ersten Frau Rona Amir Mohammad, 52, als auch mit seiner zweiten Frau, Yahya, in ihrem Haus in Kanada.

Ronas Unfruchtbarkeit erlaubte Shafia nach islamischem Gesetz, eine zweite Frau zu nehmen, ohne sich von seiner ersten scheiden zu lassen.

Nun muß ein kanadisches Gericht beurteilen, ob Shafia, Yahya und Hamed ihre Familienmitglieder gemeinsam töteten, um die Ehre ihres Familiennamens wiederherzustellen, oder ob Rona, Zainab Shafia, 19, Sahar Shafia, 17 und Geeti Shafia, 13, alle bei einem tragischen Autounfall starben, wie es die Angeklagten behaupten.

Als das Auto am 30. Juni 2009 im Kanal gefunden wurde, war niemand auf dem Fahrersitz und drei der Toten hatten an der Rückseite des Kopfes Blutergüsse.


Seite an Seite: Yahya (Mitte), hier mit ihrem Sohn Hamed (rechts), stand am Montag vor Gericht und brach in Tränen aus, sprach jedoch nie wirklich über den Tod ihrer Verwandten, sondern nur über die Atmosphäre im Haus

Der Prozeß wurde am Montag nach einer Unterbrechung im Dezember fortgesetzt. Mohamma Yahya trat in den Zeugenstand, und während sie noch nie direkt über den Tod ihrer Verwandten gefragt, verwendet sie ihre Zeit, um die Ansicht ihres Haushalts als scharfer ein widerlegen.

Sie sagte, daß ihr Mann die Kinder nur einmal schlug, und daß er sie, wenn sie schlecht waren, nicht schlug, sondern nur verbal piesackte.

"Er machte so weiter, kontinuierlich; er beschimpfte sie nur und redete darüber kontinuierlich, wochenlang", sagte sie bei der Verhandlung.

Andere Zeugen widersprachen und sagten dem Gericht, daß ihrer ältesten Tochter, Zainab, ein Jahr verboten wurde, die Schule zu besuchen, weil sie einen jungen pakistanisch-kanadischen Freund hatte, und daß sie aus Panik vor ihrem Vater in ein Mädchenhaus floh.


Die Polizei birgt das Auto der Familie aus dem Kanal, wo im Juni 2009 ihre Leichen gefunden wurden


Mohammad Shafia, Sohn Hamed und Tooba Mohammad Yahya (v.l.n.r.) betreten ein Gerichtsgebäude in Ontario, als der Fall am Montag fortgesetzt wurde

Die Jury hörte Zeugen, die sagten, daß Zainabs Schwestern, Sahar, 17, und Geeti, 13, von ihren Brüdern verfolgt und aufgespürt wurden, weil die Eltern sie verdächtigten, mit Jungen auszugehen; daß Sahar wiederholt sagte, ihr Vater würde sie umbringen, wenn er herausfände, daß sie einen Freund hätte; daß sie blaue Flecken an den Armen hatte; daß Mohammad, die erste Frau, die half, die Kinder zu erziehen, auch brutal behandelt wurde.

Laut Staatsanwaltschaft lief Zainab für ein paar Wochen von zu Hause weg und ihre Schwestern sagten den Behörden, sie wollten wegen der Gewalt und der strengen Erziehung ihres Vaters aus dem Hause entfernt werden.

Staatsanwältin Laurie Lacelle präsentierte vor Gericht aufgenommene Gespräche der Familie Shafia aus Fest- und Mobilnetz. In einem Telefongespräch sagt der Vater, seine Töchter "verrieten uns enorm".

Fazil Javad, Shafias Schwiegerbruder, sagte, Shafia versuchte, ihn für einen Plan zu gewinnen, um Zainab ertrinken.

"Selbst wenn sie mich am Galgen hochzuziehen, ist mir nichts teurer als meine Ehre. Es gibt nichts Wertvolleres als unsere Ehre," wird Shafia von Staatsanwältin Lacelle aus der Abschrift eines Abhörprotokolls zitiert.


Auch Shafias erste Frau, Rona Amir Mohammad (links), wurde wegen der Beziehung ihrer Tochter Zainab (rechts) zu einem pakistanischen Jungen getötet


Geeti Shafia wurde ebenfalls tot im Auto aufgefunden, sie war gerade 13

Yahya zeichnete am Montag in ihrer Zeugenaussage ein ganz anderes Bild des Shafia Haushaltes: sie beschrieb ein tolerantes Haus, in dem den Mädchen nicht befohlen wurde, das traditionelle muslimische Kopftuch zu tragen, und auch nicht verboten wurde, Make-up zu tragen.

Sie bestätigte die Theorie, daß ihre Familie all ihren sieben Kindern -- nicht nur den Mädchen -- verbot, auszugehen, bis sie die High School abgeschlossen haben.

"Ich und Shafia und Rona, wir beschlossen, daß, (bis) zu dem Zeitpunkt, an dem die Kinder die Schule abschließen und sie ... uns ihre Abschlüsse zeigen, ihnen nicht erlaubt ist, Freundinnen oder Freunde zu haben oder zu heiraten", sagte Yahya im Zeugenstand.

Yahya stritt nicht nur über die Ansichten anderer Zeugen, darunter Shafias Schwiegerbruder, der sagte, daß Shafia ihn für einen Plan gewinnen wollte, um Zainab zuh ertränken, sondern mußte auch auf die vielen Mißstände in Ronas Tagebuch eingehen.

Rona beschrieb einen gewaltätigen und elenden Haushalt, wo sie mißbraucht und ausgegrenzt wurde. Offenbar wollte Rona die Scheidung und das war der Grund, warum sie angeblich mit Shafias ungehorsamen Töchter e(h)mordet wurde.

Der Fall wirft wichtige Fragen auf, was die Einwanderung und Integration in Kanada betrifft, wo jährlich 250.000 Einwanderer aufgenommen werden, pro Kopf die meisten, ausgenommen Australien.

Familie Shafia stammt ursprünglich aus Afghanistan, zog im Jahr 1992 aber fort und lebte dann in Pakistan, Australien und Dubai, bevor sie sich im Jahr 2007 in Kanada ansiedelten.

In den letzten Jahren haben eine Reihe von sogenannten Ehrenmorden zu Diskussionen über die Integration von Einwanderern und den Umgang mit dem Kulturschock zwischen zugewanderten Eltern und ihren Kindern geführt.

Mehr als 80 kanadische muslimische Organisationen, Imame und Gemeindevorsteher unterzeichneten einen Aufruf gegen "die Realität von häuslicher Gewalt in den eigenen Gemeinden, die aus abscheulichen und doch anhaltenden vorislamischen Praktiken entsteht, die in der fehlgeleiteten Vorstellung der Wiederherstellung der Ehre der Familie verwurzelt sind".


Mohammad und Hamed Shafia und Tooba Mohammad Yahya (v.l.n.r.) wurden erstmals im Dezember, als der Prozeß begann, vor Gericht gebracht, und fahren nun fort, ihre Seite der Geschichte zu erzählen
Hier finden Sie den Originalartikel, Muslim mother breaks down in court as she is quizzed over 'honour killings' of her three children and husband's first wife.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Psychologe: Pädophilie ist eine sexuelle Orientierung wie Homosexualität

Jack Minor über die Zukunft von Unzucht und Kindesmißbrauch.

Termini technici
homosexual activist groups: Homosexuellenorganisationen
gay rights groups: Schwulenrechtsorganisationen
gay community centers: Schwulenzentren

(Anmerkungen in Klammern)


Einige Homosexuellenorganisationen sind für Pädophile ein "Traum"

Vor einer Parlamentssitzung über ein Gesetz im Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen auf Kinder sagten zwei Psychologen aus, daß Pädophilie eine "sexuelle Orientierung" wie Homosexualität oder Heterosexualität ist.

Lifesitenews berichtete über eine Parlamentssitzung in Kanada zu einer Gesetzesvorlage (Bill C-54: Protecting Children from Sexual Predators Act. Publication No. 40-3-C54-E. 22 December 2010), die bei bestimmten Verbrechen die Mindeststrafen für Sexualstraftäter erhöhen soll. Dr. Vernon Quinsey und Dr. Hubert Van Gijseghem erklärten, wie Täter auf die Behandlung ansprachen.

Van Gijseghem, Psychologe und emeritierter Professor der Universität von Montreal, sagte: "Pädophile sind nicht einfach Leute, die von Zeit zu Zeit eine kleine Straftat begehen, sondern kämpfen mit etwas, das einer sexuellen Orientierung gleichkommt, ebenso wie andere Personen mit Heterosexualität oder Homosexualität kämpfen können."

Er fuhr fort: "Wahre Pädophile haben eine exklusive Präferenz für Kinder, was das gleiche ist wie eine sexuelle Orientierung. Die sexuelle Orientierung dieser Person können sie nicht ändern. Die Person kann aber abstinent bleiben."

Auf die Frage, ob er Pädophile mit Homosexuellen vergleichen würde, antwortete Van Gijseghem: "Wenn Sie zum Beispiel in einer Gesellschaft leben, die Heterosexualität ächtet oder verbietet, und Ihnen wird gesagt, daß Sie therapiert werden müssen, damit sich Ihre sexuelle Orientierung ändert, würden Sie wahrscheinlich sagen, daß das ein bißchen verrückt ist. Mit anderen Worten, Sie würden das überhaupt nicht akzeptieren. Ich greife auf diese Analogie zurück, um zu sagen, daß Pädophile ihre sexuelle Orientierung nicht ändern."

Dr. Quinsey, emeritierter Professor für Psychologie an der Queens Universität in Kingston, Ontario, was der gleichen Meinung wie Van Gijseghem. Quinsey sagte, die sexuellen Interessen von Pädophilen bevorzugen Kinder (und durch diese geschickte Formulierung wird der Tonne, in die der menschliche Wille gerade gekloppt wurde, der Deckel aufgesetzt) und: "Es gibt keinen Beweis, daß diese Art von Präferenz durch Behandlung oder durch sonst etwas geändert werden kann."

Van Gijseghem und Quinsey Ansichten sind nicht einzigartig. Die Verlagssparte von Harvard, "Harvard Health Publications", erklärte im Juli 2010: "Pädophilie ist eine sexuelle Orientierung und wahrscheinlich nicht zu ändern. Behandlung zielt darauf ab, daß jemand seinen sexuellen Bedürfnissen widersteht."

Linda Harvey von Mission America (Fighting the Gay Agenda in Schools) sagte: "In den letzten zehn Jahren gab es darüber in den Vereinigten Staaten Schwankungen." Sie warnte: "Wir werden sehen, wie sich dieser Trend beschleunigt, da sich die Rechte von Homosexuellen und Transgenderellen mit den 'Rechten von Kindern' überschneiden."

Harvey erklärte, daß dem Konzept der Kinderrechtsbewegung (Google findet für diese Pest in 0,07 Sekunden 6190 Ergebnisse, Stand Januar 2012) die Vorstellung zugrunde liegt, daß Kinder, was Gesundheit und Lebensstil betrifft, in immer jüngerem Alter ihre eigene Wahl treffen.

Milton Diamond, Professor von der Universität Hawaii und Direktor des "Pacific Center for Sex and Society", erklärte, daß Kinderpornografie für die Gesellschaft von Vorteil sein könnte: "Potenzielle Sexualstraftäter benutzen Kinderpornografie als Ersatz für Sex mit Kindern." (Wenn Sie das beruhigend finden, dürfen Sie weiter Sozialsozialisten und Grüne Freibeuter wählen.)

Milton Diamond ist ein angesehener Dozent für das "Institut für fortgeschrittene Forschung der menschlichen Sexualität" ("Institute for the Advanced Study of Human Sexuality", IASHS) in San Francisco. Das IASHS befürwortete offen die Aufhebung von George Washingtons Verbot für Homosexuelle, im Revolutionskrieg zu dienen (Revolutionary war ban on homosexuals).

Das IASHS führt auf seiner Internetseite eine Liste von "sexuellen Grundrechten" auf, darunter auch "das Recht auf sexuelle Handlungen oder Aktivitäten jeglicher Art, vorausgesetzt sie beinhalten nicht ungesetzliche Handlungen (nonconsensual acts), Gewalt, Zwang, Nötigung oder Betrug." Ein weiteres Recht ist "frei zu sein von Verfolgung, Verurteilung, Diskriminierung oder gesellschaftlicher Intervention in das private Sexualverhalten" und "die Freiheit jeglicher sexueller Gedanken, Phantasien oder Wünsche". Die Organisation sagt auch, daß niemand "aufgrund seines Alters benachteiligt werden" sollte.

"Was ist die Definition von Konsens?", ist laut Harvey dabei das Problem: "Wenn eine Person sagt, es besteht Konsens, und die Tendenz geht dahin, diese Definition in sexuellen Dingen auf Kinder zu erweitern." Sie sagte, daß Pädophilen damit eine Tür geöffnet wird.

"Schwulenrechtsorganisationen versuchen, Sexualität für Kinder in jüngeren Jahren zu eröffnen. Es gibt außerdem landesweit Schwulenzentren, die Kinder akzeptieren, die erst 10 oder 11 Jahre alt sind, ohne Zustimmung der Eltern." Sie erwähnte ein Elternteil in Ohio, das fragte, ob ihr 11 Jahre alter Neffe in der Lage wäre, eines der Zentren zu besuchen. Die Mutter fragte, was die Altersgrenze ist und erfuhr, daß das Zentrum versucht, die 22jährige Altersgrenze abzuwürgen. "Das ist der Traum eines Pädophilen", sagte Harvey.
Hier finden Sie den Originalartikel, Psychologist says pedophilia is sexual orientation similar to homosexuality.

Wann ist etwas rassistisch? Wenn liberale Linke sagen, daß es rassistisch ist

Mark Tapson über die üblichen Reaktionen auf einen Obama Witz.

(Anmerkungen in Klammern)


In einem kurzen Artikel im "Culture Monster"-Teil der Los Angeles Times klagt Christopher Knight über eine satirische Darstellung der First Lady, die sie als luxusverwöhnte Marie Antoinette auf einem Porträt von 1775 zeigt. Das Bild ersetzt Marie Antoinettes Gesicht mit Michelle Obama, und die linke Hand sowie den Ballonärmel der jungen Königin mit einem nackten muskulösen schwarzen Arm -- eindeutig ein Witz über Michelle Obamas Vorliebe, ärmellose Kleidung zu tragen, um mit ihrem Fitnesstraining zu protzen. Ihre rechte Hand zeigt auf eine Stelle auf einem Globus, und die Bildüberschrift lautet: "Die Wahl des nächsten Urlaubs."

Offensichtlich ein spitzer Kommentar über Michelle Obamas Kleiderschrank der Königsklasse und ihre häufigen Glitzerausflüge, wie der nach Spanien, oder die 17-tägige 4.000.000-Dollar-Reise nach Hawaii mit ihrer Familie, richtig? Wenn Sie so denken, dann sehen Sie nicht den offenen Rassismus des Bildes, meint Christopher Knight -- und wenn Sie darüber lachen, dann sind Sie wahrscheinlich selbst ein Rassist, meinen liberale Linke.

In seinem Artikel "Ein rassistisches Bild von Michelle Obama auf der Grundlage eines Versailler Gemäldes" behauptet Knight, daß das Bild "unverblümt rassistisch" ist, obwohl er nicht erklärt, warum, außer, daß "sich die Karikatur von Obama als verschwenderische Königin auf das rassistische Stereotyp eines 'hochnäsigen Negers' stützt".

Falsch. Michelle Obamas Karikatur als verschwenderische Königin stützt sich ganz auf ihr dokumentiertes Verhalten als solche. Mit dieser Frage befaßt sich Knight überhaupt nicht, und er ignoriert völlig die Bildunterschrift, die offensichtlich die Heuchelei der Obamas deutlich macht, über den Rest von uns eine Einkommensumverteilung zu verhängen, während sie Lebensstil-technisch in den Champagner-Wünschen und Kaviar-Träumen der Reichen und Berühmten schwelgen. (Robin Leach moderierte "Lifestyle of the Rich and Famous", und gemeinsam mit Harry Belafontes Tochter Shari Belafonte "Lifestyles with Robin Leach and Shari Belafonte" -- am Ende der Sendung wünschte Robin Leach den Zuschauern "champagne wishes and caviar dreams".)

Statt seinen Rassismusvowurf zu erklären und zu beweisen fügt Knight vier Absätze -- 45% des Artikels -- über den Maler von Marie Antoinettes Porträt hinzu, und einen künstlerischen Prozeß, der

in Frankreich den Grundstein für die spätere Entwicklung von serienmäßig hergestellten Chromolithographien legte -- Farbbilder, die wohl die Anfänge der modernen Massenmedien repräsentieren. Die Fotografie folgte bald.

Er versucht, aus diesem historischen Nebengleis einen Bahnhof zu machen, und läßt als Zug das satirische Obama-Bild einfahren:

Wie das Internet heute, verbreitete der Farbdruck visuelles Wissen weit und breit. Er hatte aber auch einen Steilhang: Er schuf einen Weg zur Verbreitung von Propaganda -- und manche davon war widerlich.

Das Bild erschien auf der rechtskonservativen Blogseite Gateway Pundit, zusammen mit einen Artikel, der nichts mit Michelle Obamas Rasse zu tun hatte. Es ging um den Gastauftritt der First Lady in einer kommenden Episode der Nickelodeon-Serie iCarly. Michelle Obama antwortet darin einem Darsteller, der sie fälschlicherweise mit "Eure Exzellenz" anredet, mit: "Irgendwie gefällt es mir."

Ja, diese Zeile wurde für sie ins Drehbuch geschrieben und sollte ein Witz sein. Und er ist ironisch angemessen. Das war der Grund für das Bild von Michelle Obama als Marie "So mögen sie Kuchen essen" Antoinette auf Gateway Pundit. (Wo sind eigentlich die liberalen Linken, die sich empören, daß die "So mögen sie Kuchen essen"-Geschichtslüge heute noch an Schulen erzählt wird?)

Knight erwähnt, daß Gateway Pundit in einem Artikel auf Media Matters für die "Beleidigung" von Michelle Obama drangenommen wurde -- bloß, daß nicht einmal Media Matters irgendetwas über Rassismus erwähnt. Die liberalen linken Medien müssen ihre Agenda anscheinend besser koordinieren. (Media Matters glaubt, daß nicht begriffen wird, daß es sich um eine Fernsehserie handelt, wenn in einem Artikel mit der Überschrift "Irgendwie gefällt es mir, Eure Exzellenz genannt zu werden" über eine Szene aus einer Fernsehserie berichtet wird.)

Wann ist etwas rassistisch? Wenn liberale Linke sagen, daß es rassistisch ist -- und nur dann. Liberale Linke sehen alles durch ein rassistisches Prisma, und sind doch völlig blind gegenüber ihrem eigenen Rassenwahn.

Der Vorwurf, daß Konservative per Definition und ohne Ausnahme rassistisch sind, ist seit langem eine Strategie der liberalen Linken, eine Waffe, mit der liberale Linke jede vernünftige Diskussion abschalten und vom Rassismus der eigenen Politik und der eigenen Befürworter ablenken. Jetzt, wo liberale Linke einen schwarzen Präsidenten im Amt haben, hat sich diese Strategie natürlich verschärft, obwohl er undankbarerweise nur halb schwarz ist, was Rechtskonservative theoretisch nur zu Halbrassisten machen sollte -- oder sie vielleicht nur die Hälfte der Zeit zu Rassisten machen sollte; es ist nicht ganz klar, wieso die Halbrassisten weiterhin Vollrassisten bleiben. Alles, womit liberale Linke nicht einverstanden sind, ist rassistisch -- das, wofür sie sind, kann unmöglich rassistisch sien. Deshalb ist die Tea Party rassistisch, obwohl es null Beweise dafür gibt -- die Occupy-Bewegung ist jedoch nicht rassistisch, obwohl ihr rassisches Aussehen blütenweiß ist.

So wie alle legitime Kritik am Islam von liberalen Linken heute als Islamophobie niedergeschrien wird, so muß alle berechtigte Kritik an den schwarzen Obamas -- oder an einer prominenten schwarzen Persönlichkeit -- als Rassismus abgetan werden. Sie denken, daß Lowe's Baumarkt das Recht hat, seine Werbegelder nicht in einer Fernehserie über Muslime zu versenken, die niemand sieht? Dann sind Sie islamophob. Sie denken, daß die anti-amerikanischen Tiraden von Obamas spirituellem Mentor Pfarrer Wright abstoßend sind? Sie sind rassistisch. Sie denken, daß Obamas ehemaliger Berater für grüne Arbeitsplätze (green jobs czar) Van Jones ein radikaler kommunistischer Opportunist ist? Sie sind rassistisch. Sie denken, daß die Weigerung von Generalstaatsanwalt Eric Holder, die Black Panthers wegen Einschüchterung von Wählern strafrechtlich zu verfolgen, rassistisch ist? Sie sind rassistisch. Sie denken, daß Präsident Obamas Dialog mit Islamisten, die offen unsere Zerstörung wünschen, gefährlich ist? Sie sind rassistisch und islamophob.

Christopher Knight von der LA Times hat in zwei Dingen Recht: erstens, das Internet kann in der Tat "eine Allee für die weite Verbreitung von Propaganda sein". Diese Propaganda besteht häufig aus unerbittlichen falschen Rassismusvorwürfen gegen Konservative und findet seinen Weg in liberale linke Sprachrohre wie die Los Angeles Times. Und zweitens, solche Propaganda ist wirklich ekelhaft.
Hier finden Sie den Originalartikel, When is Something Racist? When the Left Says It Is.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Prozeßbeginn gegen "produktiven" pädophilen Arzt, der in über 30 Jahren Tausende mißbrauchte

Die DAILY MAIL über das Monster Dr. George Reardon.


Die Opfer eines Arztes, der über einen Zeitraum von 30 Jahren Tausende von Kindern mißbrauchte, werden (2011) in einem Gerichtsverfahren gegen sein ehemaliges Krankenhaus zum ersten Mal ihre Geschichten erzählen.

Die Opfer des verstorbenen Arztes Dr. George Reardon traten im Jahr 2007 hervor, nachdem der Besitzer von Reardons ehemaligem Haus in West Hartford bei Sanierungsarbeiten eine Wand aufgebrochen hat und ein verstecktes Lager an Filmrollen und Bildern mit pornographischem Inhalt fand.

Und nun melden sich einige der Opfer, um das Krankenhaus zu verklagen, in dem er arbeitete -- eine erschütternde öffentliche Abrechnung der Schrecken, die eine Generation zuvor die Leben unzähliger Jungen und Mädchen schädigten.

Ein anonymer Kläger sagte im Zusammenhang mit den Mißbrauch: "Zu der Zeit, als ich 12 Jahre alt war, nahm ich Drogen.

"Ich trank damals, als ich 12 Jahre alt war. Ich war ziemlich durcheinander."

Er sagte, er wurde von Reardon mehr als 20 Mal mißbraucht und hat, wie die überwiegende Mehrheit der mutmaßlichen Opfer, darum gebeten, anonym zu bleiben.

Reardon, ein Endokrinologe, starb 1998, ohne daß gegen ihn jemals zuvor strafrechtliche Vorwürfe erhoben worden sind.

Die Opfer, die jetzt im mittleren Alter sind, argumentieren in ihren Klagen, daß das Saint Francis Hospital und Medical Center, die Institution, in der Reardon 30 Jahre praktizierte, darin versagte, sie zu schützen.

Der Prozeß für die ersten von etwa 90 Klägern wird voraussichtlich im April beginnen, weitere werden folgen, wahrscheinlich über Jahre.

Etwas 60 weitere Personen klagten in Fällen, die außerhalb der Verjährungsfrist für Kindesmißbrauch fallen. Das geheime Lager mit Bildern, das die Prozeßlawine auslöste, wurde zufällig im Jahr 2007 entdeckt, als die neuen Besitzer seines Hauses eine doppelte Wand durchbrachen und eine erschreckend große Sammlung mit Filmen und über 50.000 Dias entdeckten.

Die Polizei, die die Fotos sichtete, beschreibt schreckliche Bilder von Kindern in nackten, häufig sexuell anzüglichen Posen.

Einige behaupten, daß Reardon sie zwang, mit anderen Kindern sexuelle Handlungen zu simulieren und daß er sich an ihren Genitalien zu schaffen machte (manipulated their genitalia).



Der Mißbrauch begann in den 1950er Jahren, als Reardon ein junger Arzt in Albany war, der Hauptstadt des US-Bundesstaates New York, und ging in den 1980er Jahren im Bundesstaat Connecticut weiter.

Er legte seine Arbeit im Jahr 1993 wegen Mißbrauchsvorwürfen nieder, wurde jedoch nie angeklagt.

Im Jahr 1995 wurde ihm verboten, in Connecticut oder einem anderen Bundesstaat medizinisch tätig zu werden.

Die Opfer kamen über Empfehlungen aus Connecticuts gesamtem Hauptstadtgebiet, vermehrt jedoch aus dem wohlhabenden Vorort von West Hartford, wo durch den Mißbrauch viele Familien auch weiterhin leiden.

Die Ermittler sagen, die Kläger stellen nur einen kleinen Bruchteil der Kinder dar, die von Reardon mißbraucht wurden, einem Arzt, der zu seiner Zeit so sehr respektiert wurde, daß ihm die Eltern ihre Kinder für die Studie gaben, die er als Tarnung für den Mißbrauch nutzte.

Die Polizei hat 250 Opfer identifiziert, aber Hunderte von anderen Kindern auf den pornografischen Bildern meldeten sich nie.

Der örtliche Polizeichef von West Hartford, Donald Melanson, schätzt, daß Reardon mindestens 500 und möglicherweise Tausende von Kindern mißbrauchte. Das Krankenhaus streitet in dem Fall jegliche Fehler ab.
Hier finden Sie den Originalartikel, Trial of 'prolific' paedophile Dr who abused thousands over 30-year period to begin.

Terror in Tampa

Jacob Laksin über den verhinderten Anschlag in Florida.

(Anmerkungen in Klammern)


Anfang dieser Woche meldete das FBI die Verhaftung von Sami Osmakac, einem 25-jährigen Muslim aus dem ehemaligen Jugoslawien. Dadurch wurde in Tampa, Florida, ein schrecklicher Terroranschlag auf bevölkerungsreiche Wohn- und Gewerbegebiete vereitelt.

Laut Strafanzeige des FBI plante Osmakac, ein eingebürgerter US-Amerikaner, einen gewaltigen Anschlag gegen alles von Unternehmen über Nachtclubs bis hin zu Brücken mit dem Ziel, so viele Menschen wie möglich zu töten und zu verletzen. Eine durch einen Bombengürtel ausgelöste Massenvernichtungswaffe in einem geparkten Auto war Teil des Anschlags. Osmakacs Pläne wurden durch das FBI vereitelt. Verdeckte Ermittler verfolgten den Möchtegern-Terroristen seit Monaten, überwachten jede seiner Bewegungen und versorgten ihn sogar mit den -- funktionslosen -- Waffen, die er einsetzen wollte, bevor er diese Woche verhaftet wurde.

Doch was ein abgeschlosser Anti-Terror-Erfolg sein sollte, wird jetzt von Gruppen wie dem (mit der Hamas verbundenen) "Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen" ("Council on American Islamic Relations", CAIR) in Frage gestellt und durch akademische Apologeten und Verharmloser des islamischen Radikalismus verschleiert. Osmakac war kaum in Handschellen, als CAIR-Sprecher Hassan Schibly erklärte, daß das FBI in dem Fall mehr Schuld trifft, als den von ihnen verhafteten Dschihadisten. "Die Waffen und Sprengstoff wurden von der Regierung zur Verfügung gestellt. War er vielleicht nur ein mit Problemen belastetes Individuum, oder hat er eine wirkliche Bedrohung dargestellt?", fragte Schibly, bevor er seine "Besorgnis darüber, eine Falle wahrzunehmen", äußerte. (Quizfrage: Wenn hier ein Liebling der liberalen Linken die staatliche Bereitstellung von Waffen beklagt, warum begrüßen liberale Linke dann die staatliche Bereitstellung von Drogen?)

Ein Blick auf die Fakten zeigt, daß diese Wahrnehmung hinkt. Es trifft zwar zu, daß das FBI die Waffen zur Verfügung stellte, aber es bleibt eine Tatsache, daß es der al-Qaida-Sympathisant Osmakac war, der sie wollte. (Quizfrage: Werden Anwälte von Autoabfacklern demnächst den Einzelhandel verklagen, weil dort Grillanzünder angeboten werden, oder Werbedesigner, weil deren Werbung für Grillanzünder die Jugendlichen verführt?) Darüber hinaus hatte der verdeckte FBI-Ermittler, der Osmakac seine funktionslosen Waffen verkaufte, laut einer eidesstattlichen FBI-Erklärung mehrmals versucht, ihn davon zu überzeugen, seine Pläne aufzugeben und ein normales Leben zu führen. In einem aufgezeichneten Gespräch drängte der Ermittler Osmakac, eine Heirat in Erwägung zu ziehen und eine Familie zu gründen, anstatt mit seinem Plan weiterzumachen. Das ist das Gegenteil von einer Falle. Osmakac weigerte sich und bestand darauf, daß ihn Allah im Paradies für seinen Anschlag belohnen wird. Angesichts seiner Absicht, genau dies zu tun, spricht es für das FBI, daß sichergestellt wurde, daß Osmakac nie etwas anderes als funktionslose Waffen zur Verfügung standen.

Osmakacs klar zum Ausdruck gebrachte Überzeugung, daß Terrorismus von Allah gewollt ist, weist auf eine weitere Fehleinschätzung des Falls -- nämlich, daß Religion nichts mit Osmakacs Motiven zu tun hätte. "Ich glaube nicht, daß seine islamische Religion irgendetwas damit zu tun hat", behauptete Dr. Barbara DeGeorge, die von den Medien in Florida als "Islamwissenschaftlerin" angegeben wird, nach der Festnahme. Selbst das FBI machte ein politisch korrektes Zugeständnis, als der Leiter der Behörde in Tampa Bay der Presse versicherte, daß es bei Osmakacs Fall "nicht um die muslimische Religion geht".

Aus den gesicherten Erkenntnissen, die vorliegenden, geht eindeutig das Gegenteil hervor. Über seine Absichten erklärte Osmakac in einem Acht-Minuten-Video, daß er keine Skrupel hätte, Unschuldige zu töten, weil nicht-muslimisches "Blut" weniger wert wäre als das der Muslime. Für Nicht-Gläubige hatte Osmakac ebenfalls eine Botschaft: "Meine Botschaft ist, daß ihr in die Hölle kommt, wenn ihr den Islam nicht annehmt."

Seine Glaubensgenossen hatte er auch nicht ausgeklammert. "Was ist mit euch los?", fragte Osmakac in dem Video. "Versucht ihr, ihnen zu folgen? Versucht ihr, wie sie in Nachtclubs zu gehen? Versucht ihr, wie sie Unzucht zu treiben? Versucht ihr, ihre Frauen zu bekommen? ... Unterwerft euch der Herrschaft Allahs." Nicht zuletzt sehnte sich Osmakac nach einem Märtyrertod und verkündete, die Behörden "können mich haben, in fünf Millionen Stücken", ein Verweis auf den Bombengürtel, den er zünden wollte. Ungeachtet der Apologeten und Verharmloser ist klar, daß die "islamische Religion" alles mit Osmakacs geplantem Angriff zu tun hatte, zumindest in seinem Geist.

Statt sich den politischen Empfindlichkeiten anzubiedern, wäre das FBI besser bedient, den heilsamen Aspekt des Falles anzupreisen: Die Mitwirkung der muslimischen Gemeinde von Tampa, die Osmakacs Verhaftung sicherstellte. Ein nicht identifizierter muslimischer Bürger, alarmiert durch Osmakacs Wunsch nach al-Qaida-Flaggen, als er einen Laden besuchte, gab den Behörden den ersten Hinweis auf seine Absichten. Dank dieses Hinweises konnte das FBI jeden Schritt von Osmakac verfolgen. Wenn das FBI amerikanischen Muslimen wirklich den Rücken stärken will, sollte es sich auf seine lobenswerten Bemühungen konzentrieren, die geholfen haben, einen islamischen Fanatiker aufzuhalten, der im Namen seiner Religion töten wollte.
Hier finden Sie den Originalartikel, Terror in Tampa.

Dienstag, 10. Januar 2012

Wie die Römer

Ben Shapiro über den real existierenden Sozialismus Italiens.

(Anmerkungen in Klammern)


Ich war letzte Woche mit meiner Frau in Europa. Wir verbrachten ein paar Tage davon in Italien, die meisten in Rom, mit all den touristischen Sehenswürdigkeiten: dem Kolosseum, dem Vatikan, der Spanischen Treppe. Im Wesentlichen fuhren wir die Route der Romreise von Audrey Hepburn in Ein Herz und eine Krone nach.

Und natürlich wollte meine Frau ein Souvenir kaufen. Also besuchten wir die unzähligen römischen Flohmärkte, wo Straßenhändler ihre Waren feilboten: billige Kopien von Geldbörsen, Gemälden, Schmuck. Trotz der Probleme mit dem Euro hat der Dollar einen vergleichsweise schlechten Wert, der aktuelle Wechselkurs liegt bei 1 Euro für 1,30 Dollar, also war alles relativ teuer. Doch die Märkte waren überfüllt, und das aus gutem Grund: Italiens wirkliche Wirtschaft besteht aus jenen Märkten, die nicht in den Büchern auftauchen, wo in bar bezahlt wird.

Einige Ökonomen schätzen, daß der Schwarzmarkt volle 50% der italienischen Wirtschaft ausmacht. Selbst Fodor's Moderner Reiseführer ist über die schiere Größe dieses Marktes erstaunt: "wenn die höchsten Schätzungen zutreffend sind, ist Italiens Schwarzmarkt etwa so groß wie die gesamte Wirtschaft der Schweiz oder Indonesiens. Würden die geschätzten Zahlen des Schwarzmarktes zum offiziellen BIP hinzugefügt werden, dann würde Italien wahrscheinlich Frankreich, Großbritannien und China überholen und die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt werden." Das ist für Italien natürlich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Problem; 1951 berichtete Time: "Die Erhebung von Steuern ist in Italien ein Katz-und-Maus-Spiel, das von beiden Seiten verstanden wird. Die Italiener geben in ihren Steuererklärungen nur einen winzigen Bruchteil ihres wahres Einkommens an, und im Gegenzug verdreifacht die Regierung automatisch das, was auch immer der Steuerzahler erklärt".

Es gibt einen Grund, warum der Schwarzmarkt in Italien so groß ist: es ist der einzige Weg, wie man überleben kann. Die Immobilienpreise in Rom sind unerhört hoch, und die Steuern sind noch extremer: der Spitzensatz bei der Einkommensteuer liegt bei 43% und die Körperschaftssteuer beträgt 31,4%. Es gibt auch eine 20% Mehrwertsteuer. Kein Wunder, daß in Italien so viele Betriebe nicht jeden Tag öffnen -- wozu die Mühe, wenn Sie dafür, daß Sie das Gesetz achten, von der Regierung in Form von konfiskatorischen Steuern bestraft werden?

Und doch kann Italien seinen massiven Sozialstaat nicht bezahlen. Italiens Schuldenquote beträgt jetzt 120%. Das Durchschnittsalter liegt bei weit über 40, und eine neue Generation von Kindern ist nicht auf dem Weg. Rom ist zu einem wunderschönen Relikt geworden, nicht nur in der Architektur, sondern in der Bevölkerung.

Während wir in Italien waren, mußte die Regierung eine Sparmaßnahme in Höhe von 33.000.000.000 Euro durchdrücken; in dieser Woche, waren sie lediglich in der Lage, 8.500.000.000 Euro durch Anleiheverkäufe einzunehmen. (Im TAGESSPIEGEL liest sich das so: "Die Versteigerung langjähriger Anleihen füllte Italiens Kassen mit mehr als sieben Milliarden Euro. Damit wurde das angestrebte Volumen von 5,0 bis 8,5 Milliarden Euro erreicht. Für die zehnjährige Anleihe mussten die Geldgeber aber mit einem Zins von 6,98 Prozent belohnt werden. Er lag damit unter dem im November erreichten Rekordhoch von 7,56 Prozent, aber klar über dem Marktzins für deutsche Bundesanleihen von knapp 1,9 Prozent. Bei dreijährigen Anleihen fiel der Zins von 7,89 auf 5,62 Prozent." Alles klar?)

Die Regierung versenkte außerdem ihre an die Inflation gekoppelten Rentenzahlungen, was bedeutet, daß die Senioren laut Reuters eine "Einkommenskürzung" hinnahmen -- obwohl diese Senioren nur dafür bezahlt werden, herumzusitzen und Espresso zu trinken. Doch jetzt werden Anreize geschaffen, damit Arbeitnehmer bis 70 beschäftigt bleiben, und im Jahr 2018 soll das Rentenalter auf 66 angehoben werden. Die italienische Regierung erhöhte außerdem wieder einmal die Steuern, dieses Mal in Form einer 1,5 prozentigen Steuer auf Geld, das nach Italien zurückfließt; und die Regierung will die Mehrwertsteuer um weitere 2% erhöhen. Steuererhöhungen sind offensichtlich die Lösung für ein Steuersystem, das die Menschen in eine Schattenwirtschaft treibt. Das neue Motto der italienischen Regierung lautet: Veni, vidi, tributarium.

Doch niemand zahlt den Tribut. Als die Regierung die neuen Maßnahmen durchdrückte, wußte sie, daß sich niemand daran halten würde. Die New York Times berichtete diese Woche:

Erst kürzlich stand Maurizio Compagnone, ein Mitarbeiter der italienischen Steuerbehörde, eines Morgens in einem Klassenzimmer vor den Schülern der Mittelstufe, hier, in einem grünen Viertel, und predigte die Tugenden des Steuerzahlers.

"Ihr mögt vielleicht denken: 'Ich bin 13, warum sollte ich mich um die Steuern kümmern?'", sagte er mit ernster Begeisterung, während die Schüler zusahen, leicht gelangweilt. "Aber ihr könnt einen Schritt in die richtige Richtung gehen. Ihr könnt das Verhalten der Menschen um euch herum ändern, eurer Eltern und Freunde."


"Und die Kinder werden sie führen", scheint die Philosophie der italienischen Regierung zu sein. Bloß daß es keine Kinder gibt, und daß die Italiener verhungern würden, wenn sie sich den Gesetzen der Regierung fügen würden. (Die 61.000.000 Italiener haben andere Mäuler, die gestopft werden wollen: "In Italien beziehen fast 500.000 Menschen ihr Gehalt aus der Politik: 180.000 als Parlamentarier, Regional-, Provinz-, Gemeinde- und Bezirksräte; der Rest als Berater und Mitarbeiter dieser Räte".)

Was macht also ein armer Italiener? Zur Arbeit gehen, und die Regierung sich selbst überlassen. Ich habe noch nie so viele erwerbstätige Arme wie in Italien gesehen. Wo Los Angeles' verarmte Gegenden Treffpunkte für Drogendealer und Banden sind, scheint es in Rom blühende Märkte zu geben, wo Gauner zu überhöhten Preisen Kunstdrucke der Stadt verkaufen, und wo die Polizei wegschaut.

Meine Frau und ich kauften ein paar Bilder von einem netten jungen Mann, der uns sagte, er wäre ein Kunst-Student. Wir haben wahrscheinlich zu viel dafür bezahlt, und er war wahrscheinlich kein Kunst-Student -- als ich fünf Minuten später zurückkehrte, um ihn nach dem Weg zu fragen, war der junge "Künstler" in der Nacht verschwunden. Aber was solls? Zumindest hat er etwas verkauft. Ich werde die Bilder noch rahmen, und ich werde sie aufhängen. Und besser das Geld bleibt bei ihm, statt an einen 65-jähriger Rentner zu gehen. Wenn Italien Glück hat, wird er das Geld verwenden, um einen Hausstand zu gründen und zu heiraten -- Italiens Katholizismus bedeutet, daß die Menschen, im Gegensatz zu Großbritannien oder den Niederlanden, immer noch heiraten -- und ein paar Baby-Italiener in die Welt setzen, die Papas unternehmerisches Geschick dann nutzen werden, um Waren und andere Dienste zu schaffen, die andere kaufen wollen.

Die Lektion für die USA ist klar: egal wie hart die Regierung gegen Steuerhinterzieher und Schwarzarbeiter vorgeht, werden solche Aktivitäten mit einem wachsenden Gouvernantenstaat nur zunehmen. Wenn wir ein funktionierendes System wollen, müssen wir die Menschen an diesem System beteiligen, indem wir das schützen, was sie leisten und verdienen.
Hier finden Sie den Originalartikel, Doing As the Romans Do.

Die schwachsinnige Welt von Occupy Kopenhagen

Nicolai Sennels interviewt Rysle Dyre.

(Eine Übersetzung des Interviewtextes aus dem YouTube-Video unten.)


Interview mit Sprecherin Rysle Dyre von Occupy Kopenhagen am 16. Dezember 2011.

Wie heißen Sie?

Ich heiße Røsle. R-ø-s-l-e.

Røsle, können Sie die Occupy-Bewegung erläutern?

Ja. Die Occupy-Bewegung orientiert sich am Tahrir-Platz in Ägypten. Los Agitaros in Griechenland und Spanien übernahmen das Konzept.

In Ägypten sagten sie: "Wir haben einen Diktator und wir werden eine neue Protestform schaffen."

So wie sie es mit anderen revolutionären Taktiken machen, wie 'Boycott' und Streiks.

Was ist der Zweck?

Für mich ist der Zweck, den Kapitalismus loszuwerden. Der Kapitalismus verursacht auf der Welt viele Krisen.

Ökologische Krisen wie die Einschränkung der Biodiversität, das Abholzen der Regenwälder.

Eine gewaltige Klimakatastrophe, humanitäre Krisen wie Kriege.

Menschen, die an Durchfall sterben, was durch einfache Hygiene der Hände geheilt werden könnte.

Wird das durch den Kapitalismus verursacht?

Hm, das ist meine Schlußfolgerung, nachdem ich mich sehr wunderte, mit vielen Menschen redete, viele Bücher las, nachdachte, in die Schule ging, etc.

Daß Menschen keine sauberen Hände haben?

Daß die Dritte Welt existiert.

In Ordnung. Was sollten wir stattdessen haben?

Nun, dazu gibt es viele Meinungen. Dort drüben sehen Sie einige Leute von "Zeitgeist", die vorschlagen, daß wir eine ressourcenbasierte Wirtschaft bekommen, wie das 'Venus-Projekt' und 'Addendum'.

Können Sie diese Dinge kurz erklären?

Ja. Es ist eine Wirtschaft, die berücksichtigt, daß die Ressourcen der Welt begrenzt sind.

Ich habe nicht genug darüber gelesen, um es erklären zu können.

Beinhaltet es alternative Energien?

Sie wollen viel von der monotonen Arbeit ersetzen, die nicht stimulierend genug ist, und die für Menschen mit Maschinen nicht gut ist.

Sie sagen, wir haben die Technologie und wir müssen es einfach nur tun.

Auf diese Weise braucht die Welt weniger Arbeitskräfte und die Menschen werden mehr Freiheit haben und nicht gezwungen sein, zu arbeiten.

Also sollten wir Menschen entlassen und stattdessen Roboter beschäftigen.

Nicht alle Arbeiter, sondern nur Menschen, die roboterhaft arbeiten.

Die Lösung für die wirtschaftliche Krise ist also, Arbeiter durch Roboter auszutauschen?

Das sagen die Leute von "Zeitgeist".

Wollen Sie das auch?

Ich erkläre es gerade.

Was ich denke -- ich bin gerade 17 Jahre alt und keinesfalls allwissend. Aber das ist die vernünftigste Lösung, die ich gehört habe.

Wir sollten kommunale Gemeinschaften und Räte bilden, die Gewerkschaften bilden.

Es sollte eine harmonische Zivilisation sein, wo die Menschen erzogen werden, bestimmte Werte zu befolgen.

Sollten wir erzogen werden, bestimmte Werte zu befolgen?

Ja. Werte wie Wissenschaft, skeptisches Denken, gesunder Menschenverstand, Neugier, Liebe für die Vielfalt.

Ist Ihr Eindruck, daß die Menschen solche Werte heute nicht besitzen?

Hm. Wenn ich auf der Straße zu Menschen spreche und sie frage, ob sie wissen, was Occupy ist, dann bekomme ich den Eindruck, daß den Menschen die anderen egal sind. Wir sollten erzogen werden, füreinander mehr Verantwortung zu übernehmen.

Moralerziehung und mehr Roboter können uns also retten?

Nun, über die Idee mit mehr Robotern bin ich nicht gerade angetan, weil ich denke, daß es zu sehr nach Science Fiction klingt, aber im Internet gibt es viele kostenlose Filme, die es ausführlich beschreiben.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Moronic World of Occupy Copenhagen.

Montag, 9. Januar 2012

Die X-Men-Filme: "mutiert" als Codewort für "schwul"

Michael Brown über Sex-Men.

Termini technici
gay: schwul
openly gay: offen schwul
gay and lesbian community: schwul-lesbische Gemeinde
homosexual identity: homosexuelle Identität

(Anmerkungen in Klammern.)


Die X-Men-Filme, nach den gleichnamigen Comics, sind bekannt für ihre ungewöhnliche Besetzung mit begabten Mutanten und für ihre außergewöhnlichen Spezialeffekte. Was nicht so bekannt ist, ist die Tatsache, daß die X-Men-Filme, zusammen mit den Comics, viele Parallelen zwischen den Mutanten und der schwul-lesbischen Gemeinde ziehen. Es ist ein offenes Geheimnis, daß der jüngste Film dieser Reihe, "X-Men: Erste Entscheidung" ("X-Men: First Class"), der als Prequel für die anderen Filme dient, diese Parallelen besonders offen präsentiert.

Zach Stenz, einer der Drehbuchautoren von "X-Men: Erste Entscheidung", erklärte im Juni (2011) auf Facebook: "Ich half, den Film zu schreiben, und kann Ihnen sagen, daß das Zeug mit der Allegorie der Rechte der Schwulen/der jüdischen Post-Holocaust-Identität/der Bürgerrechte dort absichtlich angelegt wurde. Joss Wheldon entwarf die Geschichte um das 'Mutanten-Heilmittel' in den Comics speziell als Schwulen-Allegorie, und Bryan Singer brachte seine eigenen Gefühle des schwulen Außenseiters mit in die Filmreihe ein. Die ganze Szene des 'Hast du je versucht, kein Mutant zu sein?' über das öffentliche Bekenntnis zur Homosexualität in X-Men 2 [aus dem Jahr 2003] ist sogar besonders subtil, und zugleich effektiv."

Wer genau ist Bryan Singer? Er ist der offen schwule Produzent, Regisseur und Autor von X-Men, X-Men 2 und X-Men First Class. Auf der Internetseite Fridae -- Motto: "Empowering Gay Asia" (in deutschem Marketingsprech also etwa "Emanzipation für ein schwules Asien") -- schrieb ein Rezensent, daß Singer in einem Interview auf BBC (2003) erklärte, "daß 'mutiert' ein Vertreter für 'schwul' wäre". Das sind die Worte von Singer, nicht meine eigenen.

(Die entsprechende Passage aus dem Interview im englischen O-Ton, festgehalten für den Atombunker:

It seems that "X-Men" and "X-Men 2" represent your identities as a Jew living in America and as a gay man respectively, because in this one there is a homosexuality/homophobia subtext...

Well, yeah. That is also a very relevant analogy because where certain races, even a Jewish boy or a Jewish girl, will be born into a Jewish family, or a Jewish community sometimes, or an African American or whatever minority in any given area, a gay kid doesn't discover he or she is gay until around puberty. And their parents aren't gay necessarily, and their classmates aren't, and they feel truly alone in the world and have to find, sometimes never find, a way to live.)


Der Rezensent mit dem Namen Helmi erklärte: "X-Men soll die Superhelden-Serie sein, die heimlich schwule Themen massiv unter die Masse bringt. Da der Comic in den 60er Jahren erschien, sahen Kritiker aus der Pop-Kultur Parallelen zwischen dem Kampf der Mutanten, eine größere Akzeptanz für die genetische Andersartigkeit zu entwickeln, und dem Kampf der schwulen Gemeinde um Akzeptanz und Anerkennung."

Singer besetzte einige wichtige Rollen mit berühmten schwulen Schauspielern, am bekanntesten ist Sir Ian McKellen, der bei den Filmfestspielen in Cannes kurz vor der Veröffentlichung von X-Men 3 sagte: "Als Schwuler, denken einige Leute, daß es geheilt und wieder normal genacht werden sollte, und ich halte es für so anstößig, wie wenn jemand sagt, daß sie ein Heilmittel für ihre Hautfarbe haben. Diese Geschichte lag mir sehr am Herzen; sie hat eine Botschaft für junge Menschen, die vielleicht aus dem einen oder anderen Grund mit der Gesellschaft unzufrieden sind, weil die Gesellschaft auf ihre Unterschiede zeigt und sagt, daß sie gegenüber dem Rest von uns schlechter sind."

2006 schrieb der ehemals schwule Autor Chad Thompson über "X-Men - Der letzte Widerstand" ("X-Men: The Last Stand") auf RelevantMagazine.com: "Ich sah den Film und entdeckte, daß fast jede Szene darin genau dem Kampf entspricht, in der Gesellschaft schwule und lesbische Menschen einzubinden."

Er hat wohl nicht übertrieben, als er "fast jede Szene" sagte. Ein anderer Zuschauer, der sich X-Men 3 (Der letzte Widerstand) ansah, schrieb mir: "Ich sah den Film und die Verbindungen und Ähnlichkeiten waren verblüffend. Das Skript hätte perfekt funktioniert, wenn man die X-Men zu Schwulen gemacht hätte."

Thompson erklärt: "In einer Welt, wo einige 'normal' geboren sind und andere mit genetischen Mutationen, die ihnen Superkräfte geben, entscheiden diejenigen ohne Mutationen, ein Serum zu schaffen, das die Mutanten normalisieren kann. Die meisten Mutanten argumentieren, daß sie kein Heilmittel brauchen, sie behaupten, daß ihre Mutationen ihrer Identität angeboren sind, doch einige, die mit ihren Mutationen nicht glücklich sind, ergreifen die Gelegenheit zur Veränderung."

In "X-Men: Erste Entscheidung" entwickelt Dr. Henry "Hank" McCoy ein Serum, das seine Mutation, die an seinen affenartigen Füßen erkennbar ist, verbergen wird, ohne seine Fähigkeiten zu entfernen, nur um festzustellen, daß das Serum seine Mutation in Wirklichkeit beschleunigt und ihn in das affenartige "Beast" mit übermenschlichen Kräften verwandelt. Eine Therapie, die entwickelt wurde, um einen Homosexuellen in einen Heterosexuellen zu verwandeln, wird mit anderen Worten nicht funktionieren. Die homosexuelle Identität wird stattdessen verstärkt.

In Anbetracht der gesamten Thematik von "X-Men - Der letzte Widerstand" ist diese Botschaft durchaus beabsichtigt.

Im vielleicht offensichtlichsten Beispiel, in dem "mutiert ein Vertreter für schwul" ist, wird Hank McCoy -- als seine Mutation (in "X-Men: Erste Entscheidung") erstmals aufgedeckt wird -- von seinen Kollegen die Frage gestellt, warum er seine wahre Identität nicht vorher verraten hat. Er antwortet: "Sie haben nicht gefragt, also schweig ich." ("You didn’t ask, I didn’t tell.") Schwule im Militär hätten es unter der (vom 21. Dezember 1993 bis zum 20. September 2011 geltenden) Vorschrift "Nicht fragen, schweigen" ("Don’t Ask Don’t Tell") nicht besser sagen können.

Alyssa Rosenberg bezeichnet "X-Men: Erste Entscheidung" auf ThinkProgress.org als "eine großartige Metapher für Schwulenrechte" und bemerkt zu X-Men 2: "Icemans Besuch bei seinen Eltern nahm die Form eines öffentlichen Bekenntnisses zur Homosexualität an, komplett mit Verwirrung und Ablehnung durch ein Geschwisterchen. In 'Erste Entscheidung' sind die Vergleiche noch deutlicher."

Deutlich ist kaum eine Übertreibung, da sie am Ende des Films verkünden: "Mutant und stolz." Subtilität wird nicht länger benötigt.

Doch das sollte kaum überraschen. Schließlich sagte Elizabeth Taylor einst: "Wenn es Schwule nicht gäbe, Liebling, würde es kein Hollywood geben."
Hier finden Sie den Originalartikel, "Mutant" as a Codeword for "Gay" in the X-Men Movies.

Lektionen auf dem langen Weg zum islamischen Kopftuch

Raymond Ibrahim über die Islamisierung Ägyptens.

Termini technici
hijab: islamisches Kopftuch


Obige Karikatur, die zum ersten Mal auf CagleCartoons.com erschien und nun auch in der arabischen Blogosphäre zu sehen ist, zeigt, wie demokratische Wahlen dazu dienen, Ägypten zu islamisieren: unverschleierte Frauen gehen zur Wahl -- von der "überwacht" -- und enden gründlich verschleiert und islamisiert.

Apropos Schleier und Bruderschaft, hier ist ein interessantes Video vom ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser (1956-1970), das zeigt, wie sehr sich die Zeiten geändert haben.

Nasser sagte vor einer großen Versammlung, daß er im Jahr 1953 mit der kooperieren wollte und sich mit ihrem Führer traf. Nasser lernte daraus, daß die einzige Antwort auf die Bruderschaft nicht Zusammenarbeit, sondern Unterdrückung ist, eine Lektion, die John Kerry und andere in der gegenwärtigen Regierung zu Recht beherzigen sollten.

Laut Nasser war die allererste Forderung des Führers der Bruderschaft, daß das islamische Kopftuch nach Ägypten zurückzukehren soll, "daß jede Frau, die auf der Straße zu sehen ist, ein Kopftuch tragen soll".

Das Publikum brach über diese, damals irrsinnige Forderung in Gelächter aus; eine Person brüllte, "Soll er es tragen!", was noch mehr Lachen und Applaus auslöste. Nasser erklärte dem Führer der Bruderschaft weiter, daß, sollten sie das islamische Kopftuch durchsetzen, die Leute sagen würden, daß Ägypten wieder zu den dunklen Zeiten zurückgekehrt wäre -- unter weiterem Gelächter -- und fügte hinzu, daß die Ägypter solche Angelegenheiten in der Privatsphäre der eigenen Wohnung hüten sollten.

Doch der Führer der erklärte ihm, daß Nasser selbst, als Präsident Ägyptens, das islamische Kopftuch durchsetzen muß, worauf Nasser antwortete:

Mein Herr, ich weiß, Sie haben eine Tochter in der Schule, und sie trägt kein Kopftuch oder irgendetwas! [Gelächter] Warum sorgen Sie nicht dafür, daß sie das Kopftuch trägt? [Gelächter] Sie können also nicht dafür sorgen, daß es ein Mädchen, Ihre eigene Tochter, trägt, und trotzdem wollen Sie von mir, daß es 10 Millionen Frauen tragen?" [Gelächter und Applaus]

Ein halbes Jahrhundert später und nichts davon ist zum Lachen: der Hijab ist in Ägypten üblich, wenn nicht sogar die volle Burka, und die Muslim-Bruderschaft, die seit Jahrzehnten verboten war und im Gefängnis saß, weil sie versuchte, Ägypten in ein dunkles islamisches Zeitalter zurückzuführen, ist nun bereit, die Nation zu regieren -- alles unter US-Anleitung.

Wie Scheich Osama al-Qusi kürzlich sagte, war der große "Fehler" von Nassers Nachfolger, Präsident Anwar Sadat,

nicht, daß er diese [Muslimbruderschaft] Gruppen aus dem Gefängnis entließ, nachdem sie Gamal Abdel Nasser eingesperrt hatte; sondern daß er ihnen grünes Licht gab, um in allen Bereichen der ägyptischen Gesellschaft zu arbeiten -- zu denken, er würde sie nutzen, um seine sozialistischen und kommunistischen Gegner loswerden. So erlaubte er ihnen, in den Gewerkschaften und Schul-Gewerkschaften zu arbeiten -- und gab ihnen jede Möglichkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden [hinzugefügte Hervorhebungen laut Originaltext].

Mit anderen Worten, Sadats großer Fehler -- der ihn das Leben kostete -- war, daß er der ein gewisses Maß an Legitimität verlieh, wodurch sie sich in die ägyptische Gesellschaft schleichen konnten.

So ist jedenfalls der Lauf der Zeit: wird nicht gegengesteuert, dann wird das, was einmal irrsinnig war, zum Beispiel der Antrag der Bruderschaft von 1953, "daß jede Frau, die auf der Straße zu sehen ist, ein Kopftuch tragen soll", langsam und allmählich Teil der Kultur.



Daher stellt die Scharia eine Bedrohung für den Westen dar -- nicht, weil sie den Menschen im Westen auferlegt wird, sondern weil sich deren Aspekte, Stück für Stück, Jahrzehnt für Jahrzehnt, allmählich einschleichen können.
Hier finden Sie den Originalartikel, Lessons on the Long Road to Hijab.

Freitag, 6. Januar 2012

Die Verführung von Hannah Montana

Michelle Malkin über die Sexstörungen der Unterhaltungsindustrie.

(Ein Artikel, der übersetzt werden mußte, weil die sexuell stimulierten Medien 2008 nur die Gebetsmühlen der prüden Amerikaner und Moral-Apostel drehten: hier, hier, hier oder hier. Die Druckerschwärze für Artikel gegen katholische Priester muß preiswerter sein als die für Artikel gegen liberale linke Pädo-Künstler wie Simone de Beauvoir, Will McBride, Jim Buckley, Rudy Frederiksen, David, Hamilton, Doug Hutchison, David Malakoff, Roman Polanski, Pietro Polizzi, Arnold Schwarzenegger, Paul Reubens oder Jeffrey Jones.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)


Erst Britney. Dann Lindsay. Und jetzt: Miley Cyrus. Werden sie jemals lernen?

Mit "sie" meine ich nicht die Mädchen. Ich meine deren Eltern. Wo sind sie? Was zum Teufel denken sie?

Ich weiß nicht, wie oft ich diese Fragen im Laufe der Jahre gestellt habe, wenn junge, sympathische Hollywood-Starlets aufsteigen, schwindelerregenden Ruhm und Reichtum erreichen, und dann als halbnackte Drogen-Wracks mit seelenlosen Augen abstürzen.

Sind Eltern ohne Skrupel eher bereit, ihre Töchter den Wölfen der Vergnügungsindustrie zu opfern? Oder raubt das Unterhaltungsgewerbe Müttern und Vätern, die es besser wissen sollten, den gesunden Menschenverstand? So oder so sind sie der Kindesvernachlässigung schuldig.

Miley Cyrus, für diejenigen von Ihnen, die keine Mädchen im Haus haben, ist die 15-jährige Sängerin/Schauspielerin mit der erfolgreichen Fernsehserie "Hannah Montana", einer lukrativen Tournee, und einem Disney Imperium im Wert von fast 1.000.000.000 Dollar. Zum Glück begeistert sich meine 7-jährige Tochter mehr für Pferde als für Superstars. Der Micky-Maus-Konzern versucht wegen dem Foto-GAU nun, eine Kernschmelze zu verhindern.

Annie Leibovitz war die Fotografin. Das Magazin ist Vanity Fair. Warum diese beiden Namen bei den Erwachsenen unter den Cyrus' nicht Alarmglocken in der Größe von Texas losgehen ließen, ist mir schleierhaft. Leibovitz hat den Ruf, ihre Objekte unter dem Deckmantel der "Kunst" in schlüpfrige Posen zu quatschen. Sie setzte Demi Moore nackt und schwanger auf die Titelseite von Vanity Fair.



Scarlett Johansson und Keira Knightley erschienen ebenfalls unbekleidet auf der Titelseite des Magazins; Johanssons Rücken war völlig blank. Eine weitere vielversprechende junge Schauspielerin, Rachel McAdams, hatte die Würde, Klasse und Selbstbeherrschung, sich zu weigern. Als sie am Set erschien und entdeckte, was die Redakteure wollten, ging sie und feuerte ihren Vertreter. (Ich selbst würde gehen, wenn ich sehe, daß mich jemand fotografieren will, der aussieht wie eine Mischung aus einem aufgeplatzten Leibovitz-Sofakissen und den von taz-Autorin Anja Maier in ihrem Buch Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter beschriebenen taz-Leserinnen.)

Wo waren also die Eltern von Miley, als das Fotoshooting stattfand? Papa hing eine Weile in der Gegend herum und posierte für einige der Fotos, auf denen Miley bauchnabelfrei über sein Knie drapiert wurde -- Vanity Fair veröffentlichte schnell ein Video von diesen Szenen, um irgendwie zu "beweisen", daß Miley nicht manipuliert wurde:



Laut NYPost ging Billy Ray jedoch, bevor das umstrittene Nacktfoto aufgenommen wurde, und irgendwie hatten auch Mileys Großmutter und ihr Lehrer, die sie beaufsichtigen sollten, keine Ahnung, was los war:

Mileys Eltern hatten das Fotoshooting verlassen und waren nicht anwesend, als das letzte Foto gemacht wurde, und sie sahen von der fraglichen Aufnahme auch keine digitalen Bilder", sagte eine Miley-Sprecherin gestern der NYPost.

Ihre Großmutter und ihr Lehrer sollten sie laut dem Magazin People beaufsichtigen.

"Annie überzeugte sie, daß es künstlerisch sein würde", erfuhr People von einem Insider. "Ihre Eltern sind wie gelähmt."


Laut dem Artikel in Vanity Fair erkannte Miley selbst, daß sie von einer listigen Leibovitz zu dem Foto bequatscht wurde:

Und obwohl die Pose Annie Leibovitz' Idee war, könnte das zurückhaltende Oben-ohne-Porträt eines Kindes als ein Schritt in Richtung Erwachsenen-Fotografie gesehen werden. "Ich denke, es ist wirklich künstlerisch", sagt Cyrus. "Es war nicht schmuddelig. ... Und man kann zu Annie nicht nein sagen. Sie ist so niedlich. Sie bekommt diesen Dackelblick und man ist weg."

(Den Dackelblick bekamen all diese Lehrerinnen womöglich auch.)

Jemand hätte da sein sollen, um zu intervenieren. Und es gab reichlich Gelegenheiten, um "Nein" zu sagen.

Zum Beispiel, als Leibovitz die 15-Jährige becircte, ihre Kleider auszuziehen.

Oder als sie den Teenager zu roten Lippen und rauchigen Augen becircte.

Oder als sie dem Mädchen ein Seidentuch gab und ihr Haar zerzauste und ihr sagte, über die Schulter zu blicken und auszusehen, als wäre sie gerade nach einem One-Night-Stand aufgewacht.

Die Erwachsenen, die Miley Cyrus umgaben, entzogen sich ihrer Verantwortung, um ihre Interessen zu schützen. Mama und Papa wurden von Vanity Fairs Glanz geblendet. Vanity Fair sah kein 15-jähriges Mädchen. Sie sahen Dollar-Zeichen aus dem Verkauf des Magazins. Und Annie Leibovitz sah nichts weiteres als eine weitere Trophäe und Haut, Haut, Haut.

Die Schuld trifft aber nicht allein die Eltern und die Großmutter und den Lehrer. Leibovitz und Graydon Carter, der liberale linke Herausgeber von Vanity Fair, sollten sich schämen.

Eine "Künstlerin"? Ein Redakteur von einer "Literaturzeitschrift?" Unsinn. Sie sind die elitäre Version von Softporno-Produzenten wie Joe Francis, der Gründer von Girls Gone Wild, der mit seinen Kameramännern Mädchen becircte, sich auszuziehen -- nur raffinierter und mit hochgeistiger Anmaßung.

Graydon Carter wird von Andrew Bolt folgendermaßen zusammengestaucht:

"Ah, ja, Carter, der Poseur, der Hochglanzschleim durchdrückt während er wie ein New-Age-Jünger das Öko-Heil predigt -- ein Golfstrom-Prophet in einem Büßerhemd von Dior, das ist er. Ein Schwindler. Rettet die Umwelt, brüllt er, während er die Umwelt zerstört, die eigentlich am wichtigsten ist. Unsere moralische Umwelt."

Und Janice Turner schreibt:

Leibovitz griff zu dem Trick, den notgeile alte Künstler seit Jahrhunderten anwenden, um kleine Mädchen zu verführen: sie verkaufte Miley, daß die Bilder "künstlerisch" wären. Dies ist aber kein Fest auf die Schönheit des Jungseins. Es ist ein himmelschreiendes Foto aus einem Schlafzimmer. Leibovitz sah das Schockpotenzial, den sabbernden Kitzel, einen Star, der für die Mädchenhaftigkeit in Disneys Hannah Montana bekannt ist, so zu drapieren, als hätte sie gerade ihr entjungfernder erster Freund fotografiert.

Noch zynischer ist die Entscheidung von Vanity Fairs Moralwächter Graydon Carter, die Bilder zu veröffentlichen. Er sah den sexuellen Marktplatz und das Potenzial einer Teenager-Ausgabe mit einer Kind-Frau wie Cyrus. Vor einigen Jahren zählte eine Internetseite sogar die Tage und Stunden bis zu Britney Spears Volljährigkeit.

Es sind die Drogenprobleme und Eßstörungen von Lindsay Lohan und der Wahnsinn von Britney Spears -- beide waren Disney-Kinderstars -- die am Gewissen von Leibovitz, Carter und Mileys Eltern nagen sollten. Miley sollte mit Verantwortung in Richtung Erwachsenen-Karriere geführt werden, wenn es das ist, was sie will -- und das Geld und die Schlagzeilen einer verwüsteten Lolita überspringen.
Hier finden Sie den Originalartikel, The seduction of Hannah Montana.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Eine Postkarte aus dem islamischen London

Ben Shapiro über die Islamisierung Europas.

Termini technici
chatter of Islamic languages: Geschwätz der islamischen Sprachen
hijab: islamisches Kopftuch

(weitere Anmerkungen in Klammern)


Ich habe meine Weihnachtsferien mit meiner Frau in Rom und London verbracht. Wir kamen am Heiligabend in London an. Es ist wirklich eine tolle Stadt -- wo man hinschaut, gibt es Geschichte, vom Tower bis zum Churchill Museum. Aber wohin man blickt, sieht man eine viel bedrohlichere Präsenz: den Islam.

Nun hat kein Geringerer als Premierminister David Cameron bereits zugegeben, daß die Integration der Muslime in die britische Gesellschaft dramatisch gescheitert ist. Im Februar 2011 erklärte (die deutsche Übersetzung der Erklärung finden Sie hier als pdf-Datei) Cameron:

Nach der Doktrin des staatlichen Multikulturalismus haben wir es gefördert, dass verschiedene Kulturen ihre eigenen Wege gehen, getrennt voneinander und vom Mainstream. Wir haben es versäumt, eine gesellschaftliche Vision zu vermitteln, auf die sie sich einlassen möchten. Wir haben es sogar toleriert, wenn diese Gemeinschaften, die sich abgesondert haben, Verhaltensweisen an den Tag gelegt haben, die unseren Werten entgegenstehen.

Dieses Scheitern der Integration wird sofort deutlich. Es gibt offizielle ins Arabische übersetzte Schilder -- für diejenigen, die nicht Englisch sprechen oder lesen wollen. Das Geschwätz der islamischen Sprachen ist ebensoweit verbreitet wie die Muttersprache. Das islamische Kopftuch ist allgegenwärtig.

All das könnte vielleicht ein zauberhaftes Nebenprodukt des Multikulturalismus sein, wenn da nicht die Tatsache, daß ein so großer Teil der islamischen Bevölkerung von Großbritannien radikalisiert ist. Diese Radikalisierung ist unschwer zu sehen.

Da am Tag nach Weihnachten alle wichtigen offiziellen Sehenswürdigkeiten geschlossen waren, gingen meine Frau und ich zu Madame Tussauds berühmter Touristen-Falle. Als wir durch die Hallen voller berühmter Persönlichkeiten aus dem Kulturleben schlenderten, die meisten aus dem 20. Jahrhundert, stießen wir auch auf die Wachsfigur von Albert Einstein. Und dort standen fünf junge Muslime und drängten sich um die Figur -- zwei Männer und drei Frauen. Während andere Gäste neben der Figur standen und lächelten, oder einen Arm um sie legten, standen diese muslimischen Persönlichkeiten neben der Figur, legten ihre Hände um ihren Hals und gaben vor, sie zu erwürgen. Zuerst konnte ich nicht glauben, was ich sah -- hatte Einstein etwas getan, was diese Menschen beleidigte? Dann dämmerte es mir, daß sie dies taten, weil Einstein ein Jude war. Einstein war sogar der einzige prominente Jude bei Tussauds. Und wer würde nicht gerne einen prominenten Juden erwürgen?

Dieser Verdacht wurde ein paar Minuten später bestätigt, als wir die Wachsfigur von Adolf Hitler erreichten. Briten und Amerikaner versuchten, die Figur zu erwürgen, oder zielten mit ihren Fingern auf sie, als ob sie schießen würden, oder schrien sie an. Diese jungen Muslime standen glücklich neben ihr, lächelten, und machten Fotos mit ihr, als ob sie einen freundlichen Onkel getroffen hätten. Was sie in gewisser Weise hatten.

Natürlich sagte niemand etwas zu diesen kulturell so herrlich vielfältigen jungen Leuten. Bloß nicht den alten Imperialisten spielen, Sie wissen schon.

Doch der alte Imperialist lauert unter der Oberfläche. Bei einer Tour im Tower von London folgten meine Frau und ich einem Beefeater. Er war ein ehemaliger britischer Militär und so benahm er sich auch. Großbritannien, verkündete er, war das größte Land der Erde. Es hatte die halbe Welt zivilisiert. Es gab einen Grund, sagte er, weshalb Großbritannien das einzige Land war, das seinem Namen das Wort "Groß" voranstellte. Als ein Australier fragte, was mit dem Großen Barriere-Riff ist, antwortete er verschmitzt: "Sie kennen es nur, weil wir darauf stießen, als wir unterwegs waren, um Ihr Land zu gründen." Dieser Kommentar wurde von einem leicht unangenehmen Gelächter unter den Einheimischen begleitet -- aber es war gut zu hören, daß die Briten irgendwo, tief im Inneren, noch Briten sind.

Allerdings wirklich ziemlich tief. Der Tag nach Weihnachten ist im Vereinigten Königreich der sogenannte Boxing Day (ein Geschenke-Schnäppchen-Einkaufstag, der vom Andrang her einem Schlußverkauf entspricht). Es ist ein Albtraum, durch die überfüllten Straßen zu kommen, und die Geschäfte sind rappelvoll.

Es war genau dieser Tag, den die Mitarbeiter der "London Underground" -- die Arbeiter der britischen U-Bahn -- auswählten, um 24 Stunden zu streiken. Was bedeutete, daß nun alle gezwungen waren, auf Taxis umzusteigen, die das Doppelte berechneten, oder den Bus zu nehmen -- und der Verkehr war schlimmer als das Haar von Matthew Pocket (aus Charles Dickens Great Expectations aka Geheimnisvolle Erbschaft aka Große Erwartungen). Wofür streikten diese Arbeiter? Dreifache Bezahlung an Feiertagen und einen freien Tag -- als Ausgleich dafür, daß sie am zweiten Weihnachtstag (der ein Arbeitstag ist) arbeiten müssen. Sie hatten die doppelte Bezahlung bereits eingeplant.

In jeder rationalen Gesellschaft würde die britische Regierung diese Tunichtgute unverzüglich feuern und Streikbrecher einstellen, um sie zu ersetzen. Großbritanniens Pakt mit dem Teufel nach dem Zweiten Weltkrieg ist jedoch der gleiche gewesen, wie im Rest des Westens: werdet Marxisten und befreit euch von der imperialen Aggression. Aus marxistischer Sicht führt der Kapitalismus zum Imperialismus; wird der Kapitalismus herausgezüchtet, dann verschwindet der Imperialismus ebenfalls in der Geschichte. Und so hat sich Großbritannien kastriert, sowohl wirtschaftlich als auch sozial.

(Es ist etwas komplizierter, oder einfacher: Es gibt zerstörerische Subjekte, denen die freiheitliche Demokratie seit dem Ende von Adenauer-Erlaß und sozialsozialistischem Radikalenerlaß/Extremistenbeschluß erlaubt, die freiheitliche Demokratie zu zerstören, also die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu untergraben. Diesen Subjekten sollte wie früher nach dem Zweiten Weltkrieg verboten werden, Institutionen anzugehören, die die Regierung als freiheitsfeindlich einstuft, was wiederum schwer möglich sein wird, weil diesen Subjekten der Marsch in die Institutionen erlaubt wurde und sie nun beispielsweise Gerichtsprozesse abbrechen, um die Anklage zu ändern, wie Sören Kerns Artikel Ein schwarzer Tag für Österreich über den Prozeß gegen Elisabeth Sabaditsch-Wolff zeigt.)

Doch tief in der britischen Seele regt sich das Echo des Heldentums: das Echo von Churchill und Henry V, das Echo von Elizabeth I. und Cromwell. Je mehr Zeit vergeht, desto lauter wird das Echo. Die Frage ist, ob das Echo die britische Tapferkeit wiederherstellen wird, bevor endgültig die Lichter ausgehen.
Hier finden Sie den Originalartikel, Postcard From Islamic London.