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Samstag, 29. März 2014

Video: Die faule Revolution in der Ukraine

REVISIONIST REVIEW über Wutbürger.
On the Contrary: The rotten revolution in Ukraine exposed

16. März 2014 — Die faule Revolution in der Ukraine ist entlarvt. Hier sind Beweise über den Mob, der in der Ukraine wütet und von Präsident Obama und der Europäischen Union legitimiert wurde.

Erfahren Sie, in welchem Ausmaß wir von »unserer« Regierung und den Medien über den Sturz eines gewählten Präsidenten durch einem Mob brutaler Schläger getäuscht wurden. Sehen Sie Aufnahmen, die die »freien« US-Medien nicht senden werden:

Hier finden Sie den Originalartikel, On the Contrary: The rotten revolution in Ukraine exposed.

Montag, 3. Februar 2014

Vitali Klitschko — Merkels Boxerbubi in der Ukraine

Nathanael Kapner, früher Jude, heute REAL JEW NEWS, über das neue Gesicht unter den rothschildbürgerischen Fachangestellten für jüdische Revolution und Weltgeschichte.
Klitschko ... Merkel's Boxer Boy In Ukraine

Weiterverbreitung bitte mit Urheberschaft und Link zu www.realjewnews.com

27. Januar 2014 — Der neue »ukrainische« Held wird als der Mann angepriesen, der die Zukunft »seines Landes« retten soll.

Doch Vitali Klitschko, der »ukrainische« Boxer -- der sogenannte »ukrainische« Oppositionsführer -- lebt seit den letzten vierzehn Jahren in Merkel-Deutschland und den jüdischen (Jewry's) USA.

Unser protestierender Reklameheld Klitschko ist eine Schöpfung der jüdisch gestützten (Jew-owned) Merkel und der EU -- und in Erweiterung der Jewnited States of America (Jewmerica) und der NATO.

Kein Wunder also, daß Mitte Dezember in Kiew sowohl der jüdisch gestützte McCain als auch die Jüdin Victoria Nuland des US-Außenministeriums an der Seite der Demonstranten auftauchten.

Vitali Klitschko, der neue nichtjüdische Lockvogel des Judentums, ist in Deutschland gepäppelt (groomed) worden, um die ukrainische Opposition anzuführen -- auf der Straße, im Parlament und in der Präsidentschaftswahl 2015.

»Klitschko ist unser Mann«, prahlen die auf Merkel angepaßten deutschen Politiker. »Der hat eine klar europäische Agenda.«

Klitschkos Partei Udar (Ukrainische Demokratische Allianz für Reformen, Український демократичний альянс за реформи Віталія Кличка) wurde ein beobachtendes Mitglied der deutschen Europäischen Volkspartei (EVP), die dem UDAR-Personal Training and Unterstützung bietet.

Klitschko selbst hat die jüdisch gestützte (Jew-enabled) Konrad Adenauer Stiftung, die eng auf Merkels Partei ausgerichtet ist, um »Hilfe« -- das heißt $$$ -- für die Ausbildung und Unterstützung der ukrainischen Opposition gebeten.

Doch Klitschkos Boxhandschuhe stoßen auf ein Hindernis.

Kiews Verwaltungsgericht hat Klitschko aufgetragen, zu beweisen, daß er das Recht hat, 2015 in der Ukraine für das Präsidentenamt zu kandidieren.

Nach ukrainischem Recht muß ein Kandidat 10 Jahre ununterbrochen in der Ukraine leben.

Es ist eine bekannte Tatsache, daß Klitschko in Deutschland gelebt hat, wo er Steuern zahlte.

Merkels Boxerbubi ist als Scharlatan ertappt worden, der sich als »ukrainischer« Held kleidet.
Hier finden Sie den Originalartikel, Klitschko…Merkel’s Boxer Boy In Ukraine.

Siehe auch:

Ukraine: Vitali Klitschko ist ein Agent von Angela Merkel

Montag, 29. April 2013

Lesbenpaar bekennt sich schuldig, bei McDonalds Streit angefangen zu haben

Laura Italiano über erheiternde Szenen mit der fröhlich-gleichgeschlechtlichen Art.
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Ihr Fall ist abgeschlossen -- ihre Romanze ebenfalls.

Die beiden wütenden lesbischen McDonalds-Kundinnen, die einen auf Film gebannten Schädelbruch durch einen Grillschaber erlitten, bekannten sich am Obersten Gerichtshof in Manhattan an diesem Morgen schuldig, den Aufruhr begonnen zu haben.

Denise Darbeau und Rachel Edwards, beide 24, müssen nach dem heutigen Schuldeingeständnis nicht mit einer Haftstrafe rechnen -- sie waren ein Liebespaar, als sie im Oktober 2011 unmittelbar vor der Morgendämmerung in West Village zu McDonalds gingen.

Dann kreuzten sich die Wege mit Burgerverkäufer Rayon McIntosh, der eine Bewährungsstrafe verbüßt.

Die Zeugenaussagen variieren, doch der muskulöse McIntosh sagte den Juroren im vergangenen Jahr, daß Darbeau wütend wurde, als ein Manager ihren perfekten 50-Dollar-Schein musterte.

Alles, was McIntosh damals versuchte, war Darbeau ihr extra knuspriges Chicken-Sandwich auszuhändigen. Doch Darbeau wandte sich von ihm ab, spottete über seinen karibischen Akzent, und schrie „Du solltest abgeschoben werden!“ und „Bananenboot!“, so McIntoshs Anwalt.

Darbeau wurde mit einem Handy gefilmt, wie sie McIntosh schlägt und dann über die Theke springt. Zeugen haben behauptet, daß Edwards dann, als sie selbst hinter die Theke lief, rief: „Wenn mein Ehepartner in einen Kampf gerät, dann stehe ich ihr bei.“

Es sind Kunden zu hören, die „Stop! Stop!“ schreien, als McIntosh wiederholt seinen Grillschaber hebt.

Darbeau, zweimal getroffen, erlitt eine Schädelimpressionsfraktur und einen gebrochenen Arm. Edwards, dreimal getroffen, erlitt schwere Blutergüsse.

„Warum liebst du mich nicht so, wie ich dich liebe?“, rief Edwards laut den polizeilichen Aussagen, als sie ins Krankenhaus gebracht wurden.

„Schnauze, Miststück!“, antwortete Darbeau ihrer Aussage zufolge.

McIntosh wurde im Dezember entlastet, nachdem er den Juroren überzeugend erklärte, daß die Frauen ihn erst bedrohten und dann angriffen, und daß er nur sie nur schlug, bis sie ihren Angriff aufgaben.

Heute räumten die beiden Frauen im Oberten Bundesgericht in Manhattan gegenüber Gregory Carro ein, daß sie die ganze Sache verursachten.

„Es war ganz allein das, was Sie taten, was zu dem führte, was wir auf dem Video sahen, richtig?“, fragte Carro heute Darbeau, als sie sich für eine verminderte Anklage wegen versuchten Einbruchs für schuldig bekannte.

„Ja“, antwortete Darbeau mürrisch. Sie wird am 7. November zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt.

„Waren Sie in Wirklichkeit nicht beide für das verantwortlich, was in jener Nacht geschah?“, fragte der Richter Edwards, als sie auf eine verminderte Anklage wegen Hausfriedensbruch plädierte.

„Ja“, antwortete Edwards düster. Sie wurde an diesem Morgen auf der Stelle zu zehn Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

„Wir glauben immer noch, daß Rayon McIntosh hätte angeklagt werden sollen, und daß die Anklage in diesem Fall [gegen Darbeau und Edwards] zu hoch war“, sagte Verteidiger Harold Baker, der beide Frauen vertrat.

Es gibt keine Audioaufnahme dessen, was McIntosh sagte, was die Frauen veranlaßte, zu ihm zu eilen, sagte Baker. „Ich bin sicher, daß er ihnen kein Happy Meal anbot.“

Was ihre Beziehung betrifft: „Sie kommen gut miteinander aus“, sagte Baker. „Sie sind nicht länger in einer romantischen Beziehung.“
Hier finden Sie den Originalartikel, Lesbian couple pleads guilty to starting McDonald's fracas.

Freitag, 20. Juli 2012

The Dark Knight Rises: Batman gegen Bane, Nolan gegen „Occupy“

Christian Toto über Batmans Botschaft.

(Yes, this photoshopped Obama-Bane can also be used freely in any whatever.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)


Die konservativen Themen, die durch „The Dark Knight“ geisterten, waren kein Zufall.

„The Dark Knight Rises“, der Abschluß von Regisseur Christopher Nolans Batman-Trilogie, zeigt den ideologischen Hintergrund sogar noch deutlicher als zuvor. Es ist unmöglich, Nolans Ekel vor „Occupy Wall Street“ nicht zu spüren, eine Bewegung, die der Film sowohl als inkohärent als auch gewalttätig darstellt, dank einem Klassenkampf-Bösewicht, der mit Atomwaffen bewaffnet ist.

Doch Nolan sendet nicht einfach nur verschlüsselte konservative Botschaften. Er hat die Trilogie auf eine mitreißende Art und Weise zu Ende gebracht und meistert mit Bravour Schauplätze, die den Rahmen der besten Comic-Serie vermitteln, die jemals verfilmt wurde.

Es ist acht Jahre her, seit den Ereignissen von „The Dark Knight“, und Gotham City lebt dank des gesetzlichen Erbes von Harvey Dent in Frieden. Für Batman, der geholfen hatte, Dents betrügerische Heldensaga auf Kosten seines guten Namens aufzubauen, gibt es keine Verbrechen mehr, die er bekämpfen muß. Bruce Wayne, gespielt von Christian Bale, kann seine Tage deshalb abgeschieden von der Gesellschaft in seiner geräumigen Villa verbringen.

Eine neue Welle des Terrors weckt jedoch seine Aufmerksamkeit. Eine bullige Figur namens Bane, gespielt von Tom Hardy, schürt Ressentiments gegen die Reichen und tötet dabei Menschen, was Bruce zwingt, die Kutte abzustauben, um Gotham City zu schützen.

Das wird nicht leicht.

Banes Schergen sind eine beeindruckende Menge, und die Pläne des Erz-Bösewichts, die Stadt -- und ihre wohlhabende Elite -- zu bezwingen, sind so beharrlich, daß die Situation für jede Superheldenfigur aussichtslos erscheint.

Der neue Film wartet mit einigen neuen Gesichtern auf, darunter Joseph Gordon-Levitt als verdammt guter Cop und Marion Cotillard, die für Bruce Waynes Firma „Wayne Enterprises“ tätig ist. Anne Hathaway spielt Selina Kyle, die Katzendiebin mit einem bösen Aufwärtshaken und tödlichen Stiefeln.

Eine Frau mit einem rotierenden moralischen Kompaß macht solange Spaß, wie Hathaway durch den Set schleicht und ihr Geplänkel mit einem sündhaft drolligen Selbstwertgefühl auflädt.

Ihr Charakter hätte alles um sie herum zum Einsturz bringen können. Ihr Körper hätte wie Michelle Pfeiffer von Banes Bedrohung ablenken können. Dazu eine Reihe von albernen Dialogen und, na ja, denken wir lieber nicht darüber nach.

Stattdessen macht Nolan Selinas emotionalen Bogen zu einer würdigen Ergänzung für die ausgedehnten Diskussionen über Gut gegen Böse. Nolan bringt in den dritten Batman-Film sowohl Komplexität als auch eine gewissenhafte Klarheit, doch Alfred, gespielt von Michael Caine, ist diesmal nicht lange genug präsent, um Batman die Worte zu geben, die er braucht, um den entsprechenden Mut aufbringen.

„The Dark Knight Rises“ vergißt nicht die beiden Vorgänger. Er greift die wesentlichen Elemente zugunsten des weiteren Rahmens auf, wodurch die Trilogie ein Gesamtbild ergibt, in der jeder Teil einem Zweck dient. Wir bekommen immer noch fanfreundliche Cameo-Auftritte, die für den Moment angemessen sind und helfen, die Geschichte der drei Filme auf eine Art und Weise zu vereinen, bei der andere Filmemacher hätten stolpern können.

Der Sinn für Realismus, der schon die beiden Vorgänger durchzog, kehrt mit voller Wucht zurück. Der Film beginnt mit Bruce Wayne, der durch seine Villa humpelt, da die Knorpel in seinen Knien unter der Last der Verbrechensbekämpfung dünner geworden sind. Und weder Bane noch Selina haben irgendwelche Superkräfte. Hardys massige Erscheinung vermittelt die Stärke, die in Banes Schlägen steckt, und Selinas akrobatische Fähigkeiten können mit einer geladenen Pistole in Frage gestellt werden.

Nolan fällt auf seinen „Inception“-Spleen zurück und überlastet die Dialoge, indem er zu viel von Banes Hintergrundgeschichte erklärt. Bruces Liebesgeschichte überzeugt selbst nach Comic-Standards nicht, und der „Battle Royale“ im Mittelteit endet viel zu schnell.

Was Bane betrifft, hat Hardy die wenig beneidenswerte Aufgabe, einem Darsteller zu folgen, der uns Jack Nicholsons Auftritt als Joker vergessen ließ. Doch Hardys fast surreale Masse, und die Art, wie er wie ein Dritte-Welt-Diktator an seiner Kleidung zupft, gibt „The Dark Knight Rises“ eine Bedrohung, die fast so furchtbar ist wie der durchgeknallte Joker.

„The Dark Knight Rises“ erwähnt nie die 99 Prozent oder andere „Occupy Wall Street“-Parolen. Aber Nolan zeigt deutlich den Geist der Patchwork-Bewegung mit ihrem Hang zur Gewalt. (Da sich ein „Occupy“-Mitglied vom Film distanziert, siehe den Artikel „Don’t Occupy Gotham City: A Protester Reviews ‘The Dark Knight Rises’“ auf THE DAILY BEAST, scheint Batmans Botschaft voll angekommen zu sein.) Banes Schergen attackieren buchstäblich Wall Street, prügeln brutal die Reichen und versprechen den guten Menschen von Gotham: „tomorrow, you claim what is rightfully yours.“ (Ich würde mir zwar zutrauen, vorherzusagen, daß überübermorgen der Dritte Weltkrieg ausbricht, aber das, was die Synchronisation aus obiger Dialogzeile macht, muß noch ergänzt werden, vielleicht: „Morgen gehört euch das, was euch rechtmäßig zusteht.“) Catwomans von Juno Temple gespielte Genossin versichert ihr an einem Punkt, als sie eine protzige Hütte betreten, daß „dies das Zuhause von jedem ist“.

Wir haben noch nicht einmal erwähnt, wie Bruce einen guten Teil seines Vermögens verliert, indem er in ein gescheitertes Programm für saubere Energie investiert.

Das ist das Schöne an Nolans Batman-Trilogie. Sie sendet die Art soziopolitischer Botschaften, die nur selten auf der Leinwand zu sehen sind, ohne die Phantasie zu beeinträchtigen. Und mit Hans Zimmer erzeugt „The Dark Knight Rises“ eine Freude, die im Film nur selten erreicht wird.
Hier finden Sie den Originalartikel, ‘The Dark Knight Rises’ Review: Batman Battles Bane, Nolan Nukes Occupy Wall Street.

Derweil, bei den selbsternannten Wächtern auf ABC NEWS ...
BREITBART-Interview mit dem lateinamerikanischen „Tea Party“-Mitglied James Michael Holmes, der von ABC fälschlicherweise als Täter genannt wurde

BREITBART NEWS sprach mit „Tea Party“-Mitglied James Michael Holmes, der von Brian Ross und George Stephanopoulos in der ABC-Sendung „Good Morning America“ an diesem Morgen fälschlicherweise als möglicher Verdächtiger in der Schießerei während einer Vorführung des neuen Batman-Films „The Dark Knight Rises“ genannt wurde. Er ist ein 52-jähriger lateinamerikanischer Konservativer, der sich der „Tea Party“ anschloß, weil er mit der Republikanischen Partei unzufrieden war.

„Es war abgefahren“, sagte Holmes über seine Reaktion, als ABC NEWS spekulierte, daß er der Täter wäre, der in einem vollen Kino auf Dutzende von unschuldigen Männern, Frauen und Kinder geschossen haben soll. Er stellte sein Telefon ab und sagt, daß er sich wegen seinen Familienmitgliedern Sorgen macht, die von den Medien kontaktiert werden könnten.

ABC NEWS hat den ersten Bericht inzwischen korrigiert, versuchte aber zuerst, „sozialen Medien“ und „Personen aus der Bevölkerung“ die Schuld zu geben:

Ein früherer Bericht von ABC NEWS deutete darauf hin, daß ein Jim Holmes von einer „Tea Party“-Organisation aus Colorado der Verdächtige sein könnte, doch dieser Bericht war nicht korrekt. Über soziale Medien wurden von Personen aus der Bevölkerung auch mehrere andere Anwohner mit ähnlichen Namen kontaktiert, die mit dem Verdächtigen verwechselt wurden.

Die Korrektur wurde jetzt aktualisiert und ABC NEWS und Brian Ross übernahmen die volle Verantwortung und entschuldigten sich:

Ein früherer Bericht von ABC NEWS deutete darauf hin, daß ein Jim Holmes von einer „Tea Party“-Organisation aus Colorado der Verdächtige sein könnte, doch dieser Bericht war nicht korrekt. ABC NEWS und Brian Ross entschuldigen sich für den Fehler und dafür, diese Information verbreitet zu haben, bevor sie genau geprüft wurde.

Holmes kontaktierte BREITBART NEWS, um zu erklären, daß er weder der Verdächtige ist, der zunächst von ABC NEWS genannt wurde, noch der James Holmes, der in einem Artikel von BREITBART NEWS erwähnt wurde.

Er ist ein konservativer Aktivist, der in der Strafverfolgung tätig ist und in Aurora am Gerichtsgebäude des Countys, in der Nähe des Kinos, in dem die Schießerei stattfand, arbeitete.

Er erklärte seine Entscheidung, warum er den „Tea Party Patriots“ beitrat:

Über das, was ich als die etablierten Republikaner bezeichnen würde, gab es bei mir eine allgemeine Unzufriedenheit. Ich war auf Republikanischen Versammlungen, um zu versuchen, mich zu engagieren, um zu sehen, wem ich mich anschließen könnte. Ich wollte für mein Land eine Veränderung bewirken. Ich würde nicht sagen, daß ich ausgeschlossen wurde, aber niemand in der Republikanischen Partei antwortete mir -- keine Menschenseele kontaktierte mich. Ich habe sogar bezahlt, um mich für die „Colorado Hispanic Republicans“ zu engagieren und nichts geschah. Die einzigen Leute, die mich wirklich offen und ehrlich einladen würden, waren die „Tea Party Patriots“. Ich hatte Angebote, diesen Vortrag und jenen Vortrag zu besuchen, und zu Schulungen zu kommen, es war also etwas, bei dem ich spürte, daß ich politisch aktiv war.
Ach ja, denken Sie bitte daran:

Montag, 9. Juli 2012

Was würde Che Guevara mit „Occupy Wall Street“ machen?

Humberto Fontova über die Kinder der Revolution.

(Anmerkungen in Klammern)


Guevara würde „Occupy Wall Street“ in Nanosekunden beenden. Seine Kollegen erinnern sich an einen jubelnden Che, als die sowjetischen Panzer in den Straßen von Budapest den Protest der ungarischen Freiheitskämpfer niederwalzten. Die Jugendlichen, auf die sie mit Maschinengewehren schossen, waren alle „Faschisten und CIA-Agenten!“, schwärmte er.

„Ich bin ein Stalinist“, rühmte sich Che Guevara 1957 gegenüber dem kubanischen Kollegen Carlos Franqui. Die wehleidige Verurteilung von Stalins Verbrechen in der Rede von Chruschtschow waren nichts weiter als „imperialistische Lügen“. Doch Chruschtschows mutige Entscheidung, im Anschluß daran Panzer und kampferprobte sibirische Truppen zu entsenden, um die ungarischen Demonstranten niederzumetzeln, trug laut Che dazu bei, die Irrlehren seiner Rede zu mildern.

Am 9. Oktober 1967 bekam Ernesto „Che“ Guevara eine große Dosis von seiner eigenen Medizin. Ohne Gerichtsverfahren wurde er zum Mörder erklärt, vor eine Wand gestellt und erschossen. Wenn der Spruch „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“ irgendwo paßt, dann hier.

Vor zwei Jahren interviewte der Guardian Oscar-Preisträger Benicio del Toro über seine Rolle als Che Guevara in Stephen Soderberghs Film „Che“, wofür er in Cannes ausgezeichnet wurde. „Verdammt, dieser Kerl ist cool!“ lautete der Titel des Interviews. „Ich höre von diesem Kerl, und er hat einen coolen Namen, Che Guevara!“, sagt del Toro. „Toller Name, toller Mann, tolle Politik! Ich fand also ein Bild von Che, lächelnd, im Kampfanzug, und ich dachte, ‚Verdammt noch mal, dieser Kerl sieht cool aus!‘“

Da haben wir es. Benicio del Toro zeigt, was Millionen von Che-Fans inspiriert, darunter Hunderte, die derzeit Wall Street „besetzen“ -- und wozu sie geistig in der Lage sind.

Als Che-Guevara-verehrender Szenepromi ist del Toro in guter Gesellschaft. Johnny Depp trägt oft ein Che-Kettchen und in einem Interview im Magazin VIBE verkündete er seinen tiefen Respekt für Che Guevara. Wären die Rebellen del Toro und Depp schon früher und in Kuba auf die Welt gekommen, dann wäre ihr tiefer Respekt für Castros Kuba wörtlicher ausgefallen. Sie hätten sich in echten Ketten in einem Knast-Regime wiedergefunden und in tiefem Respekt für ihren Rebell Gräben und Massengräber ausgehoben. Wären sie zu langsam gewesen, dann hätte ihnen ein „cooler“ kommunistischer Schütze vielleicht ihre Zähne mit einem „coolen“ tschechischen Maschinengewehr-Kolben ausgeschlagen oder ihre Pobacken mit einem „coolen“ sowjetischen Bajonett aufgeschlitzt.

Den „Geist der Rebellion“ verurteilte Che Guevara 1961 in einer berühmten Rede als „verwerflich“. Guevara befahl: „Die Jugend hat die undankbare Hinterfragung von staatlichen Aufträgen zu unterlassen. Stattdessen haben sie sich dem Studium, der Arbeit und dem Militärdienst zu widmen, und sollten lernen, als Masse zu denken und zu handeln.“

Der erste, der militanteste, und der verbreitetste Widerstand gegen den Stalinismus, den Ernesto „Che“ Guevara -- der oft frech mit „Stalin II“ unterzeichnete -- auf Kuba verhängte, kam von den kubanischen Gewerkschaftsorganisationen.

Und wer kann es ihnen verdenken? Die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) beginnt einen Bericht über das Kuba von 1957 folgendermaßen: „Ein Merkmal der sozialen Struktur Kubas ist eine breite Mittelschicht.“ Weiter heißt es:

Kubanische Arbeiter sind gewerkschaftlich stärker organisiert als US-Arbeiter. Im Jahr 1957 ist der Durchschnittslohn für einen 8-Stunden-Tag in Kuba höher als für Arbeitnehmer in Belgien, Dänemark, Frankreich und Deutschland. Kubanische Arbeiter verdienen 66,6 Prozent des Bruttonationaleinkommens. In den USA sind es 70 Prozent, in der Schweiz 64 Prozent. 44 Prozent der Kubaner unterliegen der Sozialgesetzgebung, ein höherer Anteil als in den USA.

Im Jahr 1958 hatte Kuba ein höheres Pro-Kopf-Einkommen als Österreich oder Japan. Kubanische Industriearbeiter hatte die achthöchsten Löhne der Welt. In den 1950er Jahren verdienten kubanische Hafenarbeiter pro Stunde mehr als ihre Kollegen in New Orleans und San Francisco.

Tausende von ihnen griffen gegen Che Guevara zu den Waffen. Die „Revolutionäre Volksbewegung“ („Movimiento Revolucionario del Pueblo“, MRP) war eine dieser kubanischen Widerstandsgruppen, die größtenteils aus Arbeitern bestand. FBI und CIA beschrieben sie folgendermaßen:

Starke Gewichtung der Gewerkschaftsmitgliedschaft, mit sozialistischen Neigungen. Beabsichtigt Castros Sturz von innen; befürwortet Verstaatlichung der Wirtschaft, Agrarreformen, utopische Sozialreformen.

Als Che Guevara Kubas „Industrieminister“ war, verkündete er am 26. Juni 1961 in einer Fernsehansprache: „Die kubanischen Arbeiter müssen sich daran gewöhnen, in einem kollektivistischen Regime zu leben, und sie können auf gar keinen Fall streiken!“

Che Guevara prangerte auch diejenigen an, die „ihren eigenen Weg wählen“ -- und etwa die Haare lang wachsen lassen und „Yankee-Imperialistischen“ Rock & Roll hören. Sie wurden als wertlose „Rocker“, „Lumpen“ und „Missetäter“ verunglimpft. In seiner berühmten Rede schwor Che Guevara sogar, „den Individualismus aus Kuba verschwinden zu lassen! Es ist kriminell, von Individuen zu denken!“

Zehntausende kubanische Jugendliche machten die Erfahrung, daß Che Guevaras Ermahnungen mehr als ein leerer Wortschwall wurden. Hunderte von „Beratern“ des sowjetischen KGB und der ostdeutschen Stasi, die Kuba in den frühen 1960er Jahren überfluteten, fanden in Guevara einen äußerst eifrigen Gefolgsmann. Für das Verbrechen eines „Rocker“-Lebens -- Blue Jeans, lange Haare, Vorliebe für die Beatles und Stones -- oder weibischen Verhaltens beförderte die Geheimpolizei Mitte der 60er Jahre Tausende von Jugendlichen von Kubas Straßen und Parks in Gefängnislager, über deren Toren in fetten Buchstaben „Die Arbeit wird Männer aus euch machen“ prangte und auf deren Wachtürmen MG-Schützen postiert waren. Das Kürzel für diese Lager lautete UMAP (Unidades Militares para la Ayuda de Producción, Militäreinheiten zur Unterstützung der Produktion), nicht GULAG, aber die Bedingungen waren ähnlich.

Das weltgrößte Bild des Mannes, dessen Konterfei so viele Szenemenschen auf ihren T-Shirts tragen, ziert heute das Hauptquartier und die Folterkammern der vom KGB ausgebildeten kubanischen Geheimpolizei. Nichts könnte passender sein.

Einen Tag vor seinem Tod in Bolivien sah sich Che Guevara -- zum ersten Mal in seinem Leben -- endlich mit etwas konfrontiert, das ein richtiger Kampf genannt werden kann. Also befahl er seinen Guerilla-Posten, kein Pardon zu geben, und bis zum letzten Atemzug und bis zur letzten Kugel zu kämpfen. Während seine Männer genau das taten, was er ihnen befohlen hatte, bis zur letzten Kugel zu kämpfen und zu sterben, schlich sich ein leicht verwundeter Che vom Feuergefecht davon und übergab sich mit voll geladenen Waffen seinen Häschern -- wobei er winselte: „Nicht schießen! Ich bin Che und ich bin für euch lebend wertvoller als tot!“ (Obwohl dieses Zitat in der offiziellen, im Suhrkamp-Verlag erschienenen Biografie zu finden ist, hat es der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia nicht entdeckt.) Seine bolivianischen Verfolger sahen die Sache anders. Am folgenden Tag, dem 9 Oktober 1967, wurde der Gerechtigkeit Genüge getan.
Hier finden Sie den Originalartikel, Occupation of Wall Street—What Would Che Guevara Do?

Brennende Flagge, „KILL COPS“, Vandalismus: „Occupy Oakland“ feiert „F*ck the 4th“

John Sexton über die Feierlichkeiten der Wutbürger von Oakland.


Während die meisten Amerikaner den 4. Juli feierten, veranstalteten die degenerierten Reste von „Occupy Oakland“ einen „F*ck the 4th“-Marsch durch die Innenstadt, auf dem es Vandalismus, Morddrohungen und eine Flaggenverbrennung zu sehen gab.

Insgesamt gab es 60 Demonstranten -- weit weniger als die Zahlen, die sich vor einem Jahr auf den Straßen drängten, als die Bewegung ihren Höhepunkt hatte. Sie zogen nach Einbruch der Dunkelheit durch die Innenstadt und sprühten Anti-Polizei-Botschaften auf Gebäude, darunter „das Rathaus, die Diensaufsichtsbehörde der Polizei in der Nähe des Rathauses, ein Bekleidungsgeschäft, ein Hotel und eine Bank“. Laut Sgt. Roland Holmgren malte einer der Demonstranten „KILL COPS“ auf eine Tür im Polizeipräsidium.

Die Occupy-Protestler zerstörten außerdem mutwillig einen Streifenwagen, indem sie eine Scheibe einschlugen und einen Reifen zerstochen. Jemand setze einen Abfallbehälter in Brand. Schließlich ging der Marsch zurück in Richtung Frank-Ogawa-Plaza, wo im vergangenen Jahr die Occupy-Zeltstadt existierte.

Von einem Teil des Marsches wurde ein Video hochgeladen, einschließlich der Flaggenverbrennung und der Verhaftung einer Person. Nach Angaben der Polizei wurde er verhaftet, weil er keine Genehmigung für die große Lautsprecheranlage hatte, die im Video unten zu sehen ist. Niemand wurde wegen Vandalismus festgenommen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Occupy Oakland's 'F*ck the 4th' march features burning flag, 'kill cops' vandalism.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Occupy LA kostet Steuerzahler 4,7 Millionen Dollar -- gesamte Bewegung fast 30 Millionen

John Sexton über den Segen der Occupy-Bewegung.


Occupy LA erwies sich für die Stadt als sehr viel teurer als ursprünglich angenommen. Nachdem der Park rund um das Rathaus von Los Angeles im im November von der Polizei geräumt wurde, lag die veröffentlichte Schätzung der Gesamtkosten für die 2 Monate lange Besetzung bei 2.300.000 Dollar. Ein neuer Bericht, den die Stadt am Freitag veröffentlichte, geht insgesamt von 4.700.000 Dollar aus. Die Stadt hat gesagt, die Kosten für die Besetzung würden durch nicht näher genannte Budgetkürzungen ausgeglichen werden.

Offiziell wurden die Gesamtkosten für die Besetzungen im Herbst letzten Jahres von niemandem ausgezählt. Doch in den meisten Fällen hat jede Stadt, die ein Lager zu Gast hatte, einige Informationen über die geschätzten Kosten für die Polizeiarbeit und Aufräumarbeiten veröffentlicht. Laut den im ganzen Land erschienenen Presseberichten ergeben sich insgesamt fast 30.000.000 Dollar:

Occupy Asheville -- 170.000 Dollar
Occupy Atlanta -- 652.000 Dollar
Occupy Austin -- 800.000 Dollar
Occupy Bellingham -- 51.000 Dollar
Occupy Boston -- 1.025.000 Dollar plus 50.000 Dollar für den Park
Occupy Charlotte -- 447.000 Dollar
Occupy Chicago -- 49.000 Dollar
Occupy Cincinnati -- 128.000 Dollar
Occupy DC -- 1.640.000 Dollar
Occupy Denver -- 782.689 Dollar
Occupy DesMoines -- 7.800 Dollar
Occupy Eugene -- 130.000 Dollar
Occupy Fresno -- 110.000 Dollar
Occupy Hartford -- 45.000 Dollar
Occupy Irvine -- 23.000 Dollar
Occupy LA -- 4.700.000 Dollar
Occupy Lansing -- 20.000 Dollar
Occupy Long Beach -- 40.000 Dollar
Occupy Minnesota -- 400.000 Dollar
Occupy Nashville -- 4.500 Dollar
Occupy New Haven -- 145.000 Dollar
Occupy New Orleans -- 50.000 Dollar
Occupy New York -- 7.000.000 Dollar
Occupy Oakland -- 3.000.000 Dollar
Occupy OKC -- 85.000 Dollar
Occupy Olympia -- 252.000 Dollar
Occupy Palm Desert -- 88.786 Dollar
Occupy Philadelphia -- 1.000.000 Dollar
Occupy Phoenix -- 204.162 Dollar
Occupy Portland -- 1.290.000 Dollar plus 130.000 Dollar für die Parks
Occupy Providence -- 9.000 Dollar
Occupy Raleigh -- 60. 000 Dollar
Occupy Richmond -- 33.691 Dollar
Occupy Sacramento -- 300.000 Dollar
Occupy San Diego -- 2.400.000 Dollar
Occupy San Francisco -- 950.000 Dollar plus 50.000 Dollar für den Park
Occupy Santa Cruz -- 40.000 Dollar
Occupy St. Louis -- 2.200 Dollar
Occupy Seattle -- 625.999 Dollar
Occupy Tucson -- 170.000 Dollar

Summe: 29.110.827 Dollar
Hier finden Sie den Originalartikel, Report: Occupy LA Costs Taxpayers $4.7 Million; Entire Movement Close to $30 Million.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Anschlagsplan in Cleveland: NBC ignoriert OWS-Verbindung

Ron Futrell über die wundersame Welt der Nachrichtengestaltung.


Die "Occupy-Cleveland"-Mitglieder, die angeblich planten, in Cleveland eine Brücke zu sprengen und Dutzende unschuldiger Menschen zu töten, sollten sich Brian Williams von NBC für ihre Verteidigung nehmen.

Der Pfauen-Sender ignorierte völlig den Hintergrund der Angeklagten. Er erwähnte mit keinem Wort, wer diese Leute waren und wie ihr liberaler linker Hintergrund ihre mutmaßlichen terroristischen Pläne prägte -- Pläne, auch Banken, die Republikanische Landesversammlung und andere amerikanische Örtlichkeiten in die Luft zu sprengen.

NBC verbrachte die ersten 10 Minuten der Nightly News mit einem Bericht über den ersten Jahrestag der Tötung von Osama bin Laden -- durch Barack Obama, versteht sich -- und strickte dann 24 Sekunden über den vereitelten Anschlagsversuch am Maifeiertag ein.

Hier ist die vollständige, von Williams verlesene Meldung:

Das FBI verhaftete in Cleveland, Ohio, heute fünf Männer zwischen 20 und 37 Jahren, die sich selbst als Anarchisten beschrieben. Ihnen wird eine Verschwörung vorgeworfen, um eine Brücke über einem Park in Cleveland zu sprengen. Der Plan wurde durch eine verdeckte FBI-Operation aufgedeckt, die ihnen, wie sie dachten, zu Bombenmaterial verhalf. Wie es bei vielen ähnlichen solchen Situationen der Fall ist, sagte das FBI am Ende, daß im Zusammenhang mit dem Plan nie eine wirkliche Gefahr bestand.

Es wurde kein Video mit Autos gezeigt, die über die Brücke fahren; NBC ließ sie stillgelegt aussehen. Doch pro Tag fahren 13.000 Menschen über die Brücke, und die mit OWS in Verbindung stehenden Verdächtigen dachten sich im Besitz von Plastiksprengstoff, der die Brücke während der Hauptverkehrszeit zerstören und Fahrzeuginsassen töten würde. Trotzdem behauptete Williams, "daß im Zusammenhang mit dem Plan nie eine wirkliche Gefahr bestand".

Das könnte vielleicht etwas damit zu tun haben, daß das FBI den Männern Sprengstoff-Attrappen gab. Andernfalls wäre NBCs Geliebter Führer an diesem "historischen Tag" auf den zweiten Platz verschoben worden und Dutzende Amerikaner wären zu unschuldigen Opfern der "Occupy Wall Street"-Bewegung geworden, die liberale Linke so sehr lieben und unzählige Demokratische Politiker so gerne unterstützen.

Der Hintergrund der angeklagten Terroristen war zu der Zeit, als NBC auf Sendung ging, wohlbekannt; am Dienstagabend gab es auf Nightly News eine spezielle West-Coast-Edition, also hatten sie zusätzliche Zeit, um dies zu recherchieren. Sie wußten, daß diese Männer bei OWS waren und entschieden, diese sehr wichtige Tatsache nicht zu berichten. Wer diese Leute sind und was sie motiviert ist von Bedeutung.

Dies ist ein weiterer Fall von selektiver Bearbeitung durch NBC. Können wir sicher sein, daß sie die Person feuerten, die die Audio-Aufnahme von George Zimmerman bearbeitete?
Hier finden Sie den Originalartikel, NBC Nightly News Ignores OWS Connections in Cleveland Bomb Plot.

Montag, 7. Mai 2012

Verdächtiger im Bombenanschlag auf Brücke unterzeichnete Mietvertrag für „Occupy Cleveland“-Lagerhaus

Michael Sangiacomo über die Frühlingsenergie der Wutbürger.

(Anmerkungen in Klammern)

Das Gebäude mit der Anschrift Walton Avenue 3619 in der Nähe von Clevelands West Side ist der Wohnsitz der „Occupy“-Bewegung in Cleveland. Anthony Hayne, einer der fünf Verdächtigen, der wegen dem Versuch verhaftet wurde, auf der Bundesstraße 82 zwischen Sagamore Hills und Brecksville eine Brücke zu sprengen, ist auf dem Mietvertrag aufgeführt.

Eine der fünf Personen, die sich selbst als Anarchisten beschreiben und letzte Woche bei dem Versuch verhaftet wurden, eine Brücke in die Luft zu sprengen, unterzeichnete einen Mietvertrag für ein Lagerhaus an der West Side, in dem etwa ein Dutzend Mitglieder der „Occupy Cleveland“-Gruppe lebt.

In einer einstündigen Aufnahme einer Generalversammlung vom Freitagabend, die auf der Internetseite der Gruppe veröffentlicht wurde, äußerten die Führer ihre Besorgnis, daß Anthony Haynes Name auf dem Mietvertrag steht, was seine Verbindung zu der Gruppe stärkt.

„Wir haben eine Person auf dem Mietvertrag für unser Lagerhaus, die mit einer Anklage wegen Terrorismus konfrontiert ist“, sagte einer der Führer. „Wenn das in die Medien gerät, wäre es eine Katastrophe.“

Als vergangene Woche die Verhaftungen von Hayne und vier weiteren Männern bekanntgegeben wurden, beschrieben die Bundesbehörden sie als Mitglieder einer radikalen Randgruppe von „Occupy Cleveland“. Die fünf, die am Montag vor Gericht erscheinen sollen, bleiben im Gefängnis.

Hayne, 35, aus Cleveland, hat eine Vorstrafe aus dem Jahr 2000. Er war einer der fünf vom FBI verhafteten Männer, die angeklagt wurden, am Montagabend in Ohio unter der Brücke auf der Bundesstraße 82 zwischen Sagamore Hills und Brecksville imitierte Sprengladungen angebracht zu haben.

Laut Haftantrag des FBI half Hayne, den versuchten Bombenanschlag zu planen. Darin heißt es auch, er gehörte zu einer Gruppe, die am vergangenen Sonntag einen Seesack mit Rauchgranaten und Gasmasken abholte, sowie zwei schwarze Behälter, von denen die Verdächtigen glaubten, sie enthielten Bomben.

Joseph Zitt, Sprecher für „Occupy Cleveland“, sagte dem Plain Dealer am Samstag, daß, als sie erfuhren, daß Hayne wegen dem Terroranschlag verhaftet wurde, die Organisation daran arbeitete, seinen Namen aus dem Mietvertrag für die Immobilie mit der Adresse 3619 Walton Avenue zu bekommen.

„Der Grundstückseigentümer sagte, es wäre in Ordnung, den Namen zu ändern. Wir arbeiten das jetzt aus“, so Zitt.

Zitt sagte, Hayne wäre zufällig zur Hand gewesen, als die Organisation das Lager mietete, um dort Gegenstände zu lagern und damit es einigen Mitgliedern als Unterkunft dient.

„Wir brauchten einen Namen auf dem Mietvertrag, und er willigte ein“, sagte Zitt. „Ich möchte betonen, daß die Miete für das Lager [600 Dollar pro Monat] direkt an den Vermieter gezahlt wurde. Hayne erhielt zu keiner Zeit Geld.“

Das Einkommen der Gruppe stamme aus Zuwendungen, hieß es am Freitag auf der Generalversammlung.

Occupy Cleveland erwägt, aus dem Lager auszuziehen.

Während der Generalversammlung fragte ein Führer die Gruppe: „Geht es nur mir so? Fühlt ihr euch nicht unwohl, in einem Lager zu leben, wo ein Typ wegen Terrorismus festgenommen wurde? Ich möchte nicht an einem Ort leben, wo das FBI auftaucht.“

Ein anderes Mitglied sagte, die Gruppe hätte Probleme mit den Nachbarn in der Nähe des Lagerhauses, was die Argumentation für einen Umzug stärkt.

Bei dem Treffen verdrängten die Führer einen Mann aus der Bewegung, der nur als „Crazy Larry“ bekannt ist, weil er in der Nacht zuvor ein anderes Mitglied überfiel.

„Er dachte, das Mitglied hätte Informationen über den Bombenanschlag“, sagte Zitt. „Er drohte ihm und schlug ihn. Wir warfen ihn hinaus, und als er das Gebäude verließ, warf er ein Fenster ein und zerschnitt Fahrradreifen. Er ist nicht die Art von Person, die wir in unserer Gruppe wollen.“

Zitt sagte am Samstag, daß Crazy Larry über den Bombenanschlag verärgert war.

Zitt betonte, daß sich die „Occupy Cleveland“-Bewegung der Gewaltlosigkeit verschrieben hat. Er sagte, wenn ihnen bekannt gewesen wäre, daß Hayne und die anderen vier Männer Terrorismus erwägen, hätten sie sie rausgeworfen. (Ja. Sicher. Ganz bestimmt. Und dem FBI gemeldet.)

„Diese Leute waren in Aspekten Teil der Bewegung, aber als wir entdeckten, was los war, haben wir entschieden, daß sie nicht daran teilnehmen können“, sagte Zitt. „Ich wünschte, wir hätten es früher erfahren.“

Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung wurde Hayne von Cuyahoga County wegen Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen gesucht. Im Januar bekannte sich Hayne schuldig, in ein Restaurant in Lakewood eingebrochen zu sein und 2.000 Dollar gestohlen zu haben. Er erhielt 18 Monate Bewährung. Ein Richter stellte einen Haftbefehl aus, der im April zu seiner Festnahme führte.

Im Jahr 2007 trat er eine einjährige Gefängnisstrafe an, weil er seine Frau verprügelt hat.
Hier finden Sie den Originalartikel, Suspect in bridge bombing plot signed lease on Occupy Cleveland warehouse.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Bombenanschlag von Occupy-Aktivisten vereitelt

Arnold Ahlert über die neuesten Fortschritte der Wutbürger.


Gestern, als landesweit die OWS-Proteste zum 1. Mai stattfanden, zeigte das US-Justizministerium, wie weit einige von denen, die mit diesen Protesten in Verbindung stehen, gehen würden. In Cleveland, Ohio, wurden fünf Männer, die sich selbst als Anarchisten beschreiben, für ihren Versuch verhaftet, die Hochbrücke Brecksville-Northfield zu sprengen, die durch den Nationalpark Cuyahoga Valley führt. Der US-Staatsanwalt für den nördlichen Distrikt von Ohio, Steven M. Dettelbach, beschrieb die Angeklagten als Männer, die „wiederholt zahlreiche Handlungen vornahmen, die ein gewalttätiges, terroristisches Engagement demonstrierten“. Und trotz der Bemühungen, sich von diesen Möchtegern-Terroristen zu distanzieren, sagte der „Occupy Cleveland“-Mediensprecher Jacob Wagner, daß „zumindest einige der fünf Männer“ an Events der Gruppe teilnahmen.

Die Männer wurden am späten Montagabend verhaftet. Laut der gestern Morgen im Landgericht Cleveland eingereichten Anklage planten die Männer ursprünglich, Gesetzeshüter mit Rauchbomben abzulenken, um in Cleveland die auf Hochhäusern angebrachten Schilder von Finanzunternehmen zu zerstören. Der Plan nahm eine weit ernstere Wendung, als die Männer beschlossen, C4-Sprengstoff zu kaufen, zwei improvisierte Sprengsätze (improvised explosive devices, IED) zu bauen und sie unter der Brücke zu platzieren. Die IEDs wären per Fernsteuerung gezündet worden. Gesetzeshüter behaupten, die Männer hätten auch geplant, die OWS-Proteste zum 1. Mai in Cleveland als Alibi für ihren Verbleib während der Explosion zu nutzen.

Warum eine Brücke sprengen? Ein namentlich nicht genannter FBI-Vertreter behauptet, daß mehrere Mitglieder der Gruppe im Verlauf der Untersuchung immer wieder beklagten, die OWS-Bewegung „war nicht gewalttätig genug“.

Laut FBI-Agent Ryan Taylor wurde die Gruppe von einem bezahlten FBI-Informanten infiltriert. Über einen Zeitraum mehrerer Monate aufgezeichnete Gespräche zeigen, daß sie daran interessiert waren, eine Reihe verschiedener Ziele anzugreifen, darunter ein Zug, ein bundesstaatliches Anti-Terror-Zentrum, das G8-Treffen in Chicago, die Landesversammlung der Republikaner in Tampa und ein Neonazi- oder Ku-Klux-Klan-Büro. Laut Gerichtsakten erwogen einige der fünf Männer auch die Zündung einer Autobombe vor der Cleveland-Filiale der Landeszentralbank (Federal Reserve Bank).

Als die Männer angeblich beschlossen, Sprengstoff zu verwenden, einigten sie sich, von einem einem Undercover-Agenten acht Ein-Pfund-Ziegel für 50 Dollar pro Stück zu kaufen, von denen sie dachten, es wäre C4. Laut Berichten sollte der Handel unter der Brücke am Ohio & Erie Treidelpfad (Ohio & Erie Canal Towpath Trail) in der Nähe der Cuyahoga Valley Scenic Railroad Brecksville Station stattfinden. Die Männer konzentrierten sich angeblich auf die stark befahrene Hochbrücke Brecksville-Northfield, weil sie glaubten, es würde sowohl den Handel als auch amerikanische Unternehmen schädigen.

Zum Kern der Gruppe gehörten Douglas L. Wright, ein 26-Jähriger mit einem Irokesenschnitt, der als Alias manchmal den Namen Cyco benutzt, Brandon Baxter, 20, der unter dem Alias Skabby bekannt ist, und Anthony Hayne, 37. Verhaftet wurden diese Männer unter der Anklage der Verschwörung und der versuchten Sachbeschädigung durch Sprengstoff, um den zwischenstaatlichen Handel zu stören. Laut Behörden wurde der Anschlagsplan später durch die beiden anderen Männer, Connor Stevens, 20, und Joshua S. Stafford, 23, ergänzt und zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Klagen gegen sie anhängig. Laut Haftantrag des FBI sagte Wright dem FBI-Informanten angeblich, daß „er mit der Aktion glücklich sein wird, solange die Dinge ‚so abgef***t sind‘“. Wright äußerte sich ferner besorgt, daß der Mann, der ihm des C4 verkaufte, ein Polizist wäre, doch er fuhr mit dem Plan unbekümmert fort.

Das FBI betonte, daß für die Öffentlichkeit nie eine Gefahr bestand, weil die Sprengstoffe inaktiv und unter Kontrolle des Undercover-Agenten waren. Allerdings erläutert Agent Stephen D. Anthony, der die FBI-Abteilung in Cleveland beaufsichtigt, die großen Ambitionen der Gruppe. „Die wegen diesem Plan angeklagten Personen waren darauf bedacht, Gewalt einzusetzen, um ihre ideologischen Ansichten zum Ausdruck zu bringen“, sagte er. „Die Arbeitsgruppe Terrorismus (Joint Terrorism Task Force) wird auch weiterhin um Wachsamkeit bemüht sein, um jegliche nationale oder internationale terroristische Bedrohung zu erkennen und zu zerstören.“

Die Gruppe geriet zunächst am 21. Oktober vergangenen Jahres unter Verdacht, als das FBI erfuhr, daß einige Personen, die „sich selbst als Anarchisten beschreiben“, an einem „Cleveland-Protest“ teilnehmen würden. Der Protest, der an diesem Tag in Cleveland stattfand, war eine weitere OWS-Demonstration, bei der rund ein Dutzend Personen festgenommen wurden.

Reiner Zufall? Der zuvor genannte Mediensprecher für OWS Cleveland, der eingestand, daß die Männer an Events der Gruppe teilnahmen, erklärte, sie „waren keine Vertreter oder Repräsentanten der Gruppe“. Der Cleveland Plain-Dealer berichtet jedoch, daß Brandon Baxter „seit Monaten an ‚Occupy Cleveland‘-Protesten und Aktionen teilgenommen und am Public Square beim Zelt der Gruppe gesessen [hatte]“, und daß er auch mit anderen Mitgliedern der Bewegung verhaftet wurde. Breitbart.com berichtet, daß Anthony Hayne für den Cleveland-Protest am 21. Oktober „die Informationsveranstaltung organisierte“. Und drei Männer mit den Namen Brandon Baxter, Anthony Hayne und Joshua Stafford scheinen Facebook-Einträge zu haben, die #OccupyCleveland als ihren Beruf oder Arbeitsplatz angeben. Zwei der Männer sehen auf Facebook genauso aus, wie die vom FBI beschriebenen Verschwörer, es bleibt jedoch noch unbestätigt, ob diese Facebook-Konten zu den Verdächtigen gehören.

Besonders aufschlußreich ist vielleicht, daß die OWS-Mai-Kundgebung in Cleveland nach der Nachricht über die Verhaftung abgesagt wurde.

OWS Cleveland veröffentlichte eine Erklärung, die behauptet, die Kundgebung wäre wegen „der angeblichen Aktionen der autonomen Gruppe, die [Montag] Nacht verhaftet wurde“, abgesagt worden und fügte hinzu, „Occupy Cleveland hat ... das Prinzip der Gewaltlosigkeit seit seiner Gründung am 6. Oktober 2011 bekräftigt“.

Die Absage wirft jedoch eine offensichtliche Frage auf: wenn die Möchtegern-Bomber keine wirkliche Verbindung mit OWS Cleveland hatten, warum dann den Protest absagen?

Debbie Kline von „Jobs with Justice“ behauptete, es hätte einem „schlechten Geschmack“ entsprochen, mit den „OWS Cleveland“-Plänen, das GE-Lighting-Gebäude zu „besetzen“, weiterzumachen. Sie lieferte dann versehentlich die ultimative Begründung, all das abscheuliche Verhalten abzutun, das mit der OWS-Bewegung in Verbindung gebracht wird. „Wenn du in einer Bewegung bist, kannst du keine Leute rausschmeissen, wenn sie Freiwillige sind“, behauptete sie. „Diese fünf handelten eigenmächtig, sie waren kein Teil der größeren Bewegung. Es gibt überall Randgruppen (‚fringey‘ people)“, fügte sie hinzu.

Ein ziemlich großer „Rand“. Von Anbeginn der Bewegung in New York City am 24. September 2011 bis zum 26 April 2012 gab es landesweit 6990 Festnahmen in 114 Städten, die direkt mit der OWS-Bewegung in Verbindung stehen. Gestern gab es wieder einmal gewalttätige Proteste in Oakland und Seattle. In San Francisco wurden am Montagabend mutwillig Autos und Eigentum zerstört.

Und jetzt wurde in Cleveland ein Terrorplan ausgebrütet, der den Amerikanern al-Qaida-ähnliche Verluste zufügen sollte.

OWS kann versuchen, die Verbindung mit einem solchen Plan zu leugnen, doch Tausende von Verhaftungen in Hunderten von Städten, verbunden mit Antisemitismus, Mord, Vandalismus und sexuellen Übergriffen einschließlich Vergewaltigungen, können kaum allein „Randgruppen“ oder „Schurken“ zugeschrieben werden, die eine ansonsten friedliche Bewegung „gekapert“ haben. Die Existenzberechtigung der OWS-Bewegung ist es, den normalen Ablauf des täglichen Lebens bei jeder Gelegenheit zu stören und „ein Prozent“ der Amerikaner buchstäblich zu Feinden der Nation zu machen. Die Vorstellung, daß sie sich solche Ziele, vor allem letztere, „gewaltfrei“ erreichen können, ist lächerlich. Die Bombenleger versuchten, besser zu sein als andere. Sie folgten der Logik einer Bewegung, die sich, trotz all ihrem gekünstelten Edelmut, ideologisch einer höheren Idee widmet: Wir gegen sie.

Es ist ein maßgeschneidertes Muster für die Art von Marschroute, die direkt zu Terror führt.
Hier finden Sie den Originalartikel, Occupy Activists’ Bomb Plot Foiled.

Samstag, 28. April 2012

Trayvon Martin: Die Wiederbelebung von Rodney King

Ben Shapiro schließt liberale linke Gedächtnislücken.

(Anmerkungen in Klammern)


Die Wirtschaft ist marode. Ein Schwarzer kommt unter weniger als klaren Umständen zu Schaden, die Rassenhetzer sind schnell dabei und verkünden, daß der gewalttätige Vorfall Amerikas endemischen Rassismus symbolisiert. Die Männer, die für den Vorfall verantwortlich sind, kommen vor Gericht und werden weitgehend freigesprochen. Der Präsident der Vereinigten Staaten steckt mitten in seiner Wiederwahl und zerreißt das Urteil.

Dies ist der Fall Rodney King. Und daran muß erinnert werden, weil die Ähnlichkeiten zwischen ihm und dem Fall Trayvon Martin viel zu unheimlich sind, als daß man sie ignorieren könnte. Und es muß daran erinnert werden, daß der Fall King mit einer amerikanischen Großstadt endete, die in Flammen stand.

Am 2. März 1991 fuhren Rodney King und zwei seiner Freunde, Bryant Allen und Freddie Helms, durch Los Angeles. King fuhr betrunken -- wahrscheinlich mit dem Doppelten der gesetzlichen Promillegrenze. Zwei Polizisten sahen King um 00.30 Uhr bei einer Geschwindigkeitsübertretung. Sie verfolgten King durch die Straßen von Los Angeles, wobei King mit Bleifuß und über 130 kmh (80 mph) durch Wohngebiete raste. King gab später zu, daß er versuchte, den Polizisten zu entkommen, weil ihn ein Alkohol- oder Drogenmißbrauch am Steuer als Bewährungsverstoß bei einer Anklage wegen Raubes wieder zurück ins Gefängnis gebracht hätte.

Schließlich war Kings Fahrzeug von Polizisten umgeben. Allen und Helms stellten sich ruhig und wurden nicht verletzt. King weigerte sich jedoch, aufzutauchen und blieb im Fahrzeug. Als er das Fahrzeug verließ, griff er nach seinem Hosenbund; einer der Polizisten zog die Waffe und befahl King, sich auf den Boden zu legen. Er folgte. Doch als ihn vier Polizisten -- Laurence Powell, Timothy Wind, Theodore Briseno und Rolando Solano -- überwältigen wollten, teilte er aus. Stacey Koon taserte King dann. King weigerte sich jedoch, nach unten zu gehen. Die Polizisten, denen bekannt ist, daß Taser diejenigen, die davon getroffen werden, sofort flachlegen, glaubten, daß King auf PCP (Phencyclidin) war.

Das ist der Zeitpunkt, als die berühmte Aufnahme begann. Powell, Wind, und Briseno fingen an, King zu schlagen, der wiederholt versuchte, aufzustehen. Nach 56 Schlägen lag King schließlich still.

Die Polizei lehnte das Video zunächst ab; die Person, die es aufgenommen hatte, gab es dann den Medien. Der Aufschrei war ohrenbetäubend. Die vollständigen Fakten des Falles wurden der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt -- dem Publikum wurde der Eindruck vermittelt, daß die Polizisten einfach beschlossen, einen etwas unkooperativen Schwarzen zu verprügeln.

Koon, Powell, Briseno und Wind wurden des Einsatzes unverhältnismäßiger Gewalt angeklagt. Das Schwurgerichtsverfahren sollte ursprünglich in einer Gegend stattfinden, in der Minderheiten vorherrschen, wurde aber nach Simi Valley verlegt, eine sehr weiße Gegend. Die vier Polizisten wurden im Wesentlichen freigesprochen.

Und die Unruhen brachen aus. Gewaltige Unruhen in South Central Los Angeles. Geschäfte wurden geplündert. Insbesondere Geschäfte von Asiaten wurden zum Ziel der Angriffe und bis auf den Boden niedergebrannt.

Und die Rassenhetzer machten weiter. Sie erklärten, daß die Polizisten freigesprochen wurden, weil Weiße erfreut waren, zu sehen, wie King verprügelt wird. Die Demokratische Kongreßabgeordnete für Kalifornien Maxine Waters wurde schnell zur Anwältin für die Aufständischen und verlangte, daß Präsident George H. W. Bush eine Erklärung veröffentlicht, die das Urteil anprangert und eine Untersuchung durch das Justizministerium ankündigt.

Und Präsident Bush folgte: „Von außerhalb des Prozesses betrachtet war es schwer zu verstehen, wie das Urteil mit dem Video übereinstimmen könnte. Diese Bürgerrechtler, mit denen ich mich traf, waren verblüfft. So wie ich und Barbara und meine Kinder.“

Bis zum Ende der Unruhen waren 53 Menschen getötet worden, fast 2.400 verletzt, und mehr als 3.000 Geschäfte beschädigt. Die finanziellen Verluste betrugen fast 1 Milliarde Dollar.

Machen Sie sich bereit. Im Fall Trayvon Martin finden sich die gleichen Elemente. Die anfängliche Raserei der Medien schürte die Emotionen des amerikanischen Volkes, ohne ihnen sämtliche Fakten mitzuteilen. So wie Rodney King der Öffentlichkeit als anständiger Kerl präsentiert wurde, den die Polizei gezielt verfolgte, wurden Trayvon Martins engelsgleiche, fünf Jahre alte Bilder hervorgekramt und von den Medien als Blume der amerikanischen Jugend verbreitet. So wie die Polizisten im Rodney-King-Prozeß schnell -- ohne Beweise -- als Rassisten verteufelt wurden, so wurde auch George Zimmerman schnell als weißer Rassist dargestellt, obwohl er nach dem meisten, was man hört, ein nicht-rassistischer Lateinamerikaner ist. So wie die Rassenhetzer aus der Versenkung auftauchten, um im Namen für Rodney King politische Aufklärungsarbeit zu leisten, so arbeiten sie es auch mit Trayvon Martin. So wie ein kleinmütiger Präsident dem politischen Druck eines Kommentars zu Rodney King nachgab, so prescht auch in diesem Fall ein rassenhetzerischer kleinmütiger Präsident in die Schlacht.

Und wird es Unruhen geben? Nach Twitter zu urteilen, lautet die Antwort sicherlich ja. Es gibt nicht genügend Hinweise, um Zimmermann zu verurteilen. Es gibt aber mehr als genug Hinweise darauf, daß diejenigen, die für Rodney randalierten, nur allzu gerne bereit sind, das gleiche für Trayvon zu tun.
Hier finden Sie den Originalartikel, Trayvon Martin: Rodney King, Redux.

Dienstag, 17. April 2012

Neue gewalttätige Occupy Phase in NYC: Angriff und Zerstörung mit „Schwarzer Block Taktik“

BREITBART über das Frühlingserwachen der Wutbürger.

(Anmerkungen in Klammern)


Ein schwarzer Block ist eine Demonstrationstaktik, die im System durch organisierte Gewalt Zerstörung und Chaos verursachen soll. Sie bekam ihren Namen in Deutschland, wo Anarchisten die Taktik entwickelten. Die Demonstranten tragen schwarze Kleidung und verschleiern ihre Gesichter, um es der Polizei zu erschweren, Individuen auszuwählen.

An diesem Wochenende wurde die Taktik zum ersten Mal in New York eingesetzt, wo die Occupy-Bewegung begann. Die New York Times berichtete, daß ein Organisator, der seit langem bei Occupy ist, unter den Verhafteten war, die einen New Yorker Polizeibeamten mit einem Metallrohr angriffen. Der 41-jährige Alexander Penley ist Rechtsanwalt und ein Occupy-Wall-Street-Organisator, seit die Bewegung im Herbst (2011) begann. Die Gruppe versuchte nun, Fenster mit zweieinhalb Meter langen verzinkten Metallrohren zu zertrümmern. (Occupy versuchte, Cafés plattzumachen -- siehe den Artikel auf NYDailyNews.com: Pipe-wielding ‘anarchists’ attempt to shatter floor-to-ceiling Plexiglas windows at East Village Starbucks)
Hier finden Sie den Originalartikel, New Violent Occupy Phase Begins: Assault And Destroy ‘Black Bloc Tactic’ Employed In NYC.

Die Wutbürger mit dem kollektiven IQ von 99 machen also weiter, wie sie anfingen -- am 20. September 2011 berichtete die DAILY MAIL:
Acht verhaftet -- der dritte Tag von Wall-Street-‚Wut‘-Protesten verstopft New York Citys Bürgersteige

Über die Macht der Finanzindustrie klagende Demonstranten inszenierten am Montag laute Demonstrationen, die den Fußgängerverkehr an der Wall Street für einen dritten Tag behinderten -- sie erklärten „so lange wie nötig“ weiterzumachen, um ihre vagen Wünsche zu erreichen.

Fast 150 Menschen demonstrierten in der Nähe der New Yorker Börse mit Schildern wie „Wir müssen die Tyrannei und Korruption der Konzerne beenden“ und „Schuld ist Sklaverei“. Die Demonstranten erklärten, daß im Laufe des Vormittags bis zu 350 Menschen kamen und gingen.

Die Polizei meldete acht Festnahmen -- zwei für den Versuch, am Samstag in ein Büro der Bank of America einzudringen, als sich größere Menschenmengen für eine Protestaktion unter dem Motto „Tag der Wut“ („Day of Rage“) ansammelten, und sechs weitere am Montag. Mindestens vier Personen wurden am Montag festgehalten, weil sie Masken trugen, was für Gruppen mit zwei oder mehr Personen illegal ist, sagte die Polizei.


Während Büroangestellte auf dem Weg zur Arbeit sind, überfluten Menschen, die gegen das System protestieren, am Montag die Bürgersteige des Bankenviertels

Ihre Namen und ihr Alter wurden nicht veröffentlicht.

Alexander Penley, ein internationaler Anwalt aus New York, sagte: „Die elitäre Macht der Konzerne hat die Demokratie gekapert. Die wirtschaftliche Depression, die wir heute erleben, hat etwas damit zu tun, wie Wall Street arbeitet.“ (Der Anwalt hat wohl zu viel Liebling Kreuzberg geguckt -- die Fernsehserie, in der ein antikapitalistischer Immobiliengewinnler Fritz Teufel paraphrasiert.)

Auf anderen Schildern der Demonstranten war zu lesen: „Rohstoffinflation erzeugt Hunger“ und „Einen Lobbyisten kann ich mir nicht leisten“, was, wie sie sagen, auf ihre Frustration über die fehlende Verantwortung der Finanzbranche für die Finanzkrise von 2008 und die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit hinweist.

Die Polizei zeigte in dem Finanzbezirk eine hohe Präsenz und schottete Bereiche der Bürgersteige ab, was den Fußgängerverkehr in einer Gegend verlangsamte, die in den letzten Jahren mehr zu einer Touristenattraktion wurde als zu einem Zentrum für Finanzgeschäfte.


Teilnehmer des Demonstrationszuges von #OccupyWallStreet am Montag in Manhattan


Bis zu 150 Personen demonstrieren in der Nähe der New Yorker Börse, auf den Schildern steht „Wall Street ist unsere Straße“ und „Kein Blut für Öl“


Hunderte von Demonstranten protestieren in Lower Manhattan mit bunten Schildern gegen die US-Finanzbranche

Die Demonstranten haben geschworen, mehrere Monate zu bleiben, obwohl unklar war, welche Botschaft die Wall Street Mitarbeiter zu hören bekommen würden.

Ken Polcari, Geschäftsführer von ICAP Equities, sagte: „In Wahrheit habe ich war nur zur Hälfte aufgepaßt, was sie sagten.“

„Es schien einfach, als ob es Leute waren, die mit fiesen Schildern herumlaufen und über die Finanzwelt reden, darüber, daß Wall Street der Teufel ist und all so was“, sagte Polcari.

Die US-Aktien sind heute wegen Befürchtungen über eine mögliche Pleite Griechenlands stark gefallen und die Sorge über das US-Defizit veranlaßte die Investoren, einige Gewinne der letzten Wochen aufzugeben.

Während die Energie- und Finanzwerte an diesem Tag stark nachgaben, wurden während eines Marsches im New Yorker Finanzbezirk mehrere Demonstranten verhaftet.

Der S&P-Energie-Index (.GSPE) gab im Zuge des fallenden Ölpreises um fast drei Prozent nach. Der Finanz-Index (.GSPF) tendierte 3,4 Prozent im Minus und folgte einem starken Rückgang der europäischen Banken, aus Sorge, daß die Führer der Eurozone nicht in der Lage sind, ein Abgleiten des verschuldeten Griechenlands in die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.


An der New Yorker Wall Street wurden heute fünf Personen (nicht im Bild) während eines Protestmarsches festgenommen


„Kapitalismus zerschlagen“: Nachdem sie die zweite Nacht im nahe gelegenen Zuccotti Park verbrachten, setzen Hunderte von Demonstranten, bewaffnet mit Schildern und Schlafsäcken, die Proteste und Platzbesetzungen im ägyptischen Stil fort

Internationale Kreditgeber sagten Griechenland heute, daß der öffentliche Sektor geschrumpft und die Steuereinzahlungen verbessert werden müssen, um eine Zahlungsunfähigkeit innerhalb weniger Wochen zu vermeiden, da die Investoren die riskanten Vermögenswerte der Eurozone abstoßen.

„Meine Analogie auf die Euro-Zone ist das Spiel Hau-den-Maulwurf. Niemand hat eine Ahnung“, sagte Phil Orlando, Chef-Stratege bei Federated Investors in New York. (Heute würde es heißen: „Niemand hat eine Ahnung, aber Merkel ist da.“)

„Das größere Problem ist, daß bei mir nicht der geringste Anschein erweckt wird, daß die Griechen Lust darauf haben, den Sparmaßnahmen zu folgen.“

Der Internationale Währungsfonds IWF hat gesagt, daß Griechenland dringend sein Besteuerungssystem organisieren und sich zu riesigen Ausgabenkürzungen verpflichten muß, um aus der Krise zu gelangen.

Der IWF argumentiert, daß höhere Steuern nicht die Lösung sind.

Der IWF-Vertreter für Griechenland, Bob Traa, sagte der BBC: „Der öffentliche Sektor ist sehr groß. Ein weiteres zentrales Element muß es unserer Sicht nach sein, die öffentlichen Ausgaben zu reduzieren.“

„Dies wird zwangsläufig erfordern, ineffiziente staatliche Einrichtungen zu schließen (die einzigen effizienten staatlichen Einrichtungen, die danach übrigbleiben dürften, wären das Finanzamt und das Zuwanderungsministerium) sowie ein Abbau der Beschäftigten im übermäßig großen öffentlichen Sektor und der großzügigen Löhne im öffentlichen Sektor, die in einigen Fällen über denen von vergleichbaren Arbeitnehmern im privaten Sektor liegen.“


Die Teilnehmer lagerten am Sonntagabend im Finanzbezirk und schworen, daß man ihre Anwesenheit wahrnehmen würde, wenn am Montag die Märkte eröffnen


Ein Demonstrant am Samstag. Mindestens vier Personen (nicht im Bild) wurden am Montag von der Polizei festgehalten, weil sie Masken trugen, was für Gruppen von zwei oder mehr Personen illegal ist

Zweifel an der US-Fiskalpolitik verderben außerdem den Appetit auf riskantere Anlagen. Präsident Barack Obama legte einen Plan vor, durch Steuererhöhungen für Reiche das US-Defizit um drei Billionen Dollar (rund 2,2 Billionen Euro) zu senken, doch die Republikaner spotteten darüber als einen politischen Stunt, der wenig Chancen auf ein Gesetz hat.

Der Dow Jones (.DJI) sank um 211,08 Punkte oder 1,83 Prozent auf 11.298,47. Der Standard & Poors 500 Index (.SPX) sank um 21,54 Punkte oder 1,77 Prozent auf 1.194. Der Nasdaq Composite Index (.IXIC) sank um 30,17 Punkte oder 1,15 Prozent auf 2.592,14.

Die Aktien der Schweizer Bank UBS (UBS.N) sanken an der US-Börse um vier Prozent auf 11,41 Dollar, da die Bank eine interne Untersuchung über das katastrophale Scheitern ihres Risiko-Managements begann, nachdem Aktiengeschäfte mit Schurkenstaaten die Bank 2.300.000.000 Dollar kosteten.

Der Nasdaq sorgte für bessere Nachrichten. Apple Inc (AAPL.O) erreichte heute früh ein neues Allzeithoch von 411,50 Dollar. Am frühen Nachmittag waren es 408,03 Dollar.

Netflix Aktien (NFLX.O) stiegen um 1,51 Prozent auf 152,65 Dollar, nachdem angekündigt wurde, daß die Geschäftsbereiche Movie-Streaming und DVD-by-Mail ein separates Unternehmen namens Qwikster bekommen. Netflix zählte in der letzten Woche zu den Top-Absteigern.

Die Aktien des US-Mischkonzerns Tyco International Ltd (TYC.N) stiegen um 2,2 Prozent auf 44,65 Dollar, nachdem Pläne bekanntgegeben wurden, die Geschäftsbereiche in drei unabhängige, börsennotierte Unternehmen aufzuspalten.

Die Anleger waren von dem Schritt begeistert, da kleinere Teile von Tyco für die Aktionäre interessanter werden könnten.


Präsident Barack Obamas Rede wird am Montag auf einem Bildschirm in der New Yorker Börse verfolgt

Am Samstag führten die Sitzungen der Euro-Finanzminister zu keinen neuen Plänen im Umgang mit der Schuldenkrise in Griechenland und zu keiner Entscheidung, ob der Rettungsfonds in Höhe von 440.000.000.000 Euro, wie von US-Finanzminister Timothy Geithner vorgeschlagen, deutlich aufgestockt werden soll.

Der griechische Premierminister George Papandreou, sagte am gestrigen Tag einen Besuch in den Vereinigten Staaten ab, um stattdessen eine Kabinettssitzung zu leiten, einen Tag bevor die Inspektoren der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds mit Finanzminister Evangelos Venizelos eine Telefonkonferenz abhalten, um zu hören, wie Griechenland in diesem Jahr das Haushaltsdefizit stopfen will.

Eine regionale Wahlniederlage, die gestern die deutsche Kanzlerin Angela Merkel erlebte, ihre sechste Niederlage in diesem Jahr, machte die Investoren ebenfalls nervös.

Eine Flucht vor dem Risiko konnte bei Großbritanniens führenden Aktien beobachtet werden, die viel vom Gewinn der letzten Woche einbüßten, da befürchtet wird, daß Griechenland die notwendigen Sparmaßnahmen zur Sicherung neuer Liquidität scheut und stattdessen eine ungeordnete Staatspleite ansteuert.

Die Banken zählten heute zu den am schlimmsten betroffenen Sektoren, da der Druck auf Athen durch die internationalen Kreditgeber erhöht wurde, die sagen, daß das Ausmaß des öffentlichen Sektors beschnitten und die Steuereintreibung erhöht werden müssen, um eine kurzfristige Staatspleite abzuwenden.

„Es ist ein schwerer Start in die neue Handelswoche, da die Märkte auf der ganzen Linie hart abverkaufen, bedingt durch die wiederauflebenden Ängste, daß die griechische Staatspleite jetzt bevorstehenden könnte“, sagte Ben Critchley, Händler bei IG Index.

„Die drei großen Sektoren -- Banken-, Energie- und Minenwerte -- haben am FTSE 100 gemeinsam fast 70 Punkte verloren, was deutlich macht, wie tragisch eine griechische Staatspleite für die Weltwirtschaft als Ganzes sein wird.“

Selbst wenn eine Staatspleite im Oktober vermieden wird, rechnen die Kreditmärkte mit einer 90-prozentigen Möglichkeit einer griechischen Staatspleite, während laut einer aktuellen Reuters-Umfrage unter Ökonomen die Wahrscheinlichkeit bei 65 Prozent liegt.

„In der einen oder anderen Form gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine griechische Staatspleite, die Frage lautet dann aber, wie wird sie strukturiert sein? Was wäre die Konsequenz für die Eurozone und wie sieht die Belastung für die anderen Länder aus?“, sagte Alexei Jourovski, Leiter des Equity-Geschäfts bei der Schweizer Fondsgesellschaft Unigestion, die 12.400.000.000 Dollar an Vermögenswerten verwaltet.

„Eine griechische Staatspleite würde wahrscheinlich wie eine Kreditausfallversicherung ablaufen, die normalerweise in irgendeiner Form ausgeglichen wird. Die Folgen sind nicht klar, und obwohl die britischen Banken direkt zwar weniger gefährdet sind, könnte es große Kollateralschäden geben.“

Freitag, 13. April 2012

Occupy: Nackt vor Minderjährigen

Dana Loesch über den neuen Kommunismus mit aufklärerischem Piraten-Antlitz.


Ein(e) weitere(r) Besetzer(in) wurde wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und unzüchtigen Verhaltens verhaftet, diesmal in Florida:

Zot L. Szurgot ging angeblich nackt aus ihrem Haus, wandte sich fünf ihrer Nachbarn zu und fing an, mit ihrem P**is zu winken.

Szurgot, ein 52-jähriger transgendereller Mann, der sich sexuell sowohl als Mann und als Frau identifiziert, wurde am Mittwoch vom Büro des Sheriffs von Alachua County wegen unsittlicher Entblößung und unzüchtigen Verhaltens verhaftet.

[...]

Unter den fünf Personen, die Szurgots sexuelle Ausstattung sahen, waren ein 10-jähriger Knabe und seine 4-jährige Schwester. Szurgot stand von ihren Nachbarn etwa 30 Meter entfernt und war völlig nackt, heißt es im Festnahmeprotokoll.

Der Knabe sagte den Polizisten, „der Mann war nackt und winkte mir mit seinem Pipi“. Die Mutter des Kindes sagte, sie wolle eine Klage einreichen, ebenso wie ein anderer Erwachsener, der von Szurgot mehr sah, als er sich wünschte, so die Polizei. Auf ihrer Facebook-Seite nennt Szurgot Occupy-Gainesville als ihren Arbeitgeber. Sie wird in mehreren Artikeln der Universitätszeitung Alligator zur Occupy-Bewegung zitiert.


Sich nackt zu zeigen wird bei der inzwischen im Sande verlaufenen Occupy-Bewegung ebenso zu einem Trend, wie die mehrfachen Vergewaltigungen.

Seattle:

Am frühen Dienstag Morgen wurde in Seattle ein Mann verhaftet, der beschuldigt wird, sich vor Kindern mindestens fünfmal nackt gezeigt zu haben. Die Polizei von Seattle sagt, daß er um 01.00 Uhr an seinem Wohnsitz in Kenmore verhaftet wurde. Der Polizei wurde ein Phantombild des Verdächtigen gegeben und die Ermittler brachten in Erfahrung, daß er im Westlake Park an den Occupy Seattle Protesten teilgenommen hatte.

Los Angeles:

Im Occupy L.A. Zeltlager wurden fünf Personen wegen verschiedener Straftaten angeklagt, darunter ein Mann, der sich vor einem Kind angeblich nackt zeigte und eine sexuelle Handlung beging, erklärten Beamte am Dienstag.

Szurgot war angeblich bei Occupy-Gainesville aktiv.

Oregon:

Eine Frau aus Eugene äußerte, daß sie und ihre Familie vor dem Haus des Stadtrates George Poling versehentlich über einen Oben-ohne-Protest stolperte. Die Frau sagt, sie war mit ihren sechs und acht Jahre alten Knaben unterwegs, damit sie sich die Weihnachtsbeleuchtung ansehen, als sie eine Gruppe von Frauen sah, die oben ohne waren, Säcke über dem Kopf und rote Farbe auf dem Körper hatten.

Zusätzlich zu den Vergewaltigungen und anderen Straftaten von Occupy haben wir jetzt also Erwachsene, die „protestieren“, indem sie vor Kindern m**turbieren und ihnen mit dem P**is zuwinken und mit Säcken über dem Kopf oben ohne durch die Nachbarschaft laufen. Ich kann es kaum erwarten, die Occupy-Bewegung nach der Wahl 2012 mit der Tea-Party-Bewegung nach der Wahl 2012 zu vergleichen.

Denken Sie daran, daß die Demokraten die kriminelle Occupy-Bewegung begrüßten.

Gott segne sie“, sagte Nancy Pelosi.

Wir sind auf ihrer Seite“, sagte Präsident Obama.

Immer noch?
Hier finden Sie den Originalartikel, Another Occupier Exposes Herself (Himself) to Minors.

Diejenigen, die so gerne ihr Coming-Out zeigen, protestieren natürlich in typischer Kulturkampfmanier, wenn eine Universitätszeitung ein Coming-Out einer Straftat veröffentlicht.
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Darüber hinaus stellte ich fest, daß Ihr Leitartikel und auch die Nachrichtenmeldung Zots Status als eine transgenderelle Person erwähnten. Dieser Status hat nicht mehr Bedeutung als Zots Alter oder Rasse, und ich bin besorgt, daß Sie in unserer Gemeinde mit transphobischen Gefühlen und grob falschen Stereotypen unserer transgenderellen Nachbarn spielen.

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Dienstag, 14. Februar 2012

Athen, die lange Nacht des 12. Februar 2012: "Brennen und Plündern"

Die Beinah-Terroristen von 'Occupied London' beschreiben den Terror in Griechenland.


Nach den heutigen Demonstrationen brennen in Athen Banken und andere Gebäude im zweistelligen Bereich. In Thessaloniki sowie in Patras gibt es riesige Ausschreitungen. Die Situation scheint außer Kontrolle zu geraten. Wir werden versuchen, die Entwicklungen über die Nacht zusammenfassen:

Zeitangaben in GMT+2

01:06 Im Parlament wurde soeben für das neue Memorandum gestimmt.

01:03 Die Erklärung der besetzten juristischen Fakultät (griechisches Original):

Die Versammlung der besetzten juristischen Fakultät hat entschieden, die Besetzung fortzusetzen. Wir rufen alle Menschen auf, auf die Straße zu gehen, um weiter zu kämpfen! Nichts ist zu Ende, jetzt fängt alles erst an. Die juristische Fakultät ist ein Zentrum des Kampfes und wird es auch weiterhin sein!

00:42 Im Parlament begann vor wenigen Augenblicken die Abstimmung für das neue Memorandum. Es scheint sehr wahrscheinlich, daß dafür gestimmt wird.

00:22 Vor ein paar Stunden stürmten wütende Demonstranten in der Stadt Korfu die Büros der örtlichen 'sozialistischen' Abgeordneten Gerekou und Dendias, ein Ex-Justizminister, und zerstörten sie völlig.

00:20 In der Stadt Volos brennt das Rathaus. Zuvor hatten die Menschen das örtliche Finanzamt gestürmt, dabei zerstörten sie im Inneren viele Dokumente.

00:14 In der Innenstadt von Athen hat soeben eine Demonstration begonnen -- die Menschen ziehen durch die Straßen, während sich die Polizei in den Seitenstraßen versteckt.

00:07 Vor wenigen Minuten griffen die Demonstranten die Polizeistation in Exarcheia an.

23:45 Über dem Zentrum von Athen liegt der Rauch von Tränengas und brennenden Gebäuden. Die Zusammenstöße sind weiter im Gange und die Straßen sind voller Menschen. Zuvor versuchte eine Menge von Demonstranten, das Haus des ehemaligen Premierministers Costas Simitis im besseren Stadtteil Kolonaki in der Anagnostopoulou St. anzugreifen und stieß auf die Polizeieinheiten, die das Haus bewachen.

Eine Gruppe von Demonstranten versuchte zuvor, die Polizeistation in Akropolis zu überfallen. Die Polizeibeamten konnten die Polizeistation zu schützen, doch mehrere von ihnen wurden verletzt, während die Fahrzeuge vor der Polizeistation abgefackelt wurden.

Am frühen Nachmittag wurde von Demonstranten eine DELTA Polizeieinheit auf Motorrädern eingeschlossen: Die Menschen hielten ein Seil über die Straße und brachten die Motorräder zum Sturz.

23:10 Die Zahl der Menschen, die heute Abend in Athen auf den Straßen sind, kann unmöglich geschätzt werden. Es sind definitiv Hunderttausende -- die Menschen sind überall.

23:07 Das Gebäude der Marfin Bank -- das gleiche Gebäude, in dem am 5. Mai 2010 drei Bankangestellte starben -- wurde bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

23:05 In Omonia, Athen, wurde ein Waffengeschäft geplündert.

23:02 Die Informationen über die angebliche Besetzung des Rathauses werden bestätigt: eine Gruppe von Personen betrat das Gebäude, nur um von der Polizei wenige Minuten später vertrieben und verhaftet zu werden.

22:42 Das Rathaus von Athen wurde angeblich besetzt.

22:40 Die Polizei greift die Menschen in der juristischen Fakultät an und schneidet den Zugang ab. Mindestens 200 Menschen sind im Inneren isoliert.

22:30 Mindestens 20 Demonstranten und weitere 30 Polizisten wurden während des Tages bei Zusammenstößen verletzt.
Hier finden Sie den Originalartikel, Athens, the long night of February 12: "burning and looting tonight".

Donnerstag, 2. Februar 2012

SAUL ALINSKY

John Perazzo auf DISCOVER THE NETWORKS über den Erfinder der Bürgerinitiative, Stadtteilarbeit und Gemeinwesenentwicklung, in Nebelsprech "Community Organizing" genannt.

(Folgende Widmung in Saul Alinskys Buch 'Rules for Radicals' hat es nicht in die deutsche Übersetzung 'Die Stunde der Radikalen' geschafft: "Wie könnten wir eine kleine Würdigung des allerersten Radikalen vergessen: Aus all unseren Legenden, Mythen und der Geschichte -- und wer weiß genau, wo Mythen enden und die Geschichte beginnt, oder was davon was ist -- ist uns der erste Radikale bekannt, der gegen das Establishment rebellierte, und das so erfolgreich, daß er immerhin sein eigenes Königreich erkämpfte -- Luzifer.")

(weitere Anmerkungen in Klammern)


Saul Alinsky

-- Legte eine Reihe zielgerichteter Regeln und Taktiken fest, die ordinäre Bürger als ein Mittel zur Erlangung öffentlicher Macht befolgen und einsetzen können

-- Schuf einen Plan für Revolutionen unter dem Banner der 'sozialen Veränderung' ('social change')

-- Zwei seiner bekanntesten heutigen Jünger sind Hillary Clinton und Barack Obama.

-- Siehe auch: Cloward-Piven Strategy, Industrial Areas Foundation

Saul Alinsky, im Jahre 1909 als Sohn russisch-jüdischer Eltern in Chicago geboren, war ein kommunistischer und marxistischer Sympathiesant, der half, die Taktik der mit der Konfrontation gekoppelten Infiltration zu etablieren, die bei den revolutionären politischen Bewegungen in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahrzehnten im Mittelpunkt steht. Er trat nie der Kommunistischen Partei bei, wurde aber, wie David Horowitz es formuliert, ein Avatar der post-modernen Linken.

Alinsky wird zu Recht als Linker verstanden, sein Vermächtnis ist allerdings mehr methodisch als ideologisch. Er legte eine Reihe zielgerischteter Regeln und Taktiken fest, die ordinäre Bürger als ein Mittel zur Erlangung öffentlicher Macht befolgen und einsetzen können. Sein Motto war: "Was auch immer das gewünschte Ergebnis erzielt, ist das wirksamste Mittel."

Während der Zeit seines Kriminologiestudiums als Student im Aufbaustudium an der Universität von Chicago freundete sich Alinsky mit Al Capone und dessen Gangstern an. Ryan Lizza, leitender Redakteur von The New Republic, vermittelt einen Einblick in Alinskys Persönlichkeit: "Charmant und egozentrisch pflegte Alinsky Jahrzehnte danach Freunde mit Geschichten aus seinen Mafia-Tagen zu unterhalten -- einige wahr, viele verschönert. Er war profan, freimütig und narzißtisch, und stand trotz seines tweedigen, akademischen Aussehens und seiner dicken Hornbrille immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit."

Ryan Lizza schreibt:

"Alinsky war von den großen sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen seiner Zeit stark beeinflußt, eine davon stammt von seinen Professoren an der Universität von Chicago: daß die Krankheiten der armen Städter nicht erblich, sondern durch die Umwelt bedingt waren. Diese Idee, daß die Menschen durch die Veränderung ihrer Umgebung ihr Leben verändern könnten, führte ihn dazu, daß er eine obskure sozialwissenschaftliche Phrase -- 'die Gemeinwesenentwicklung' ('the community organization') -- wählte, und sie, in den Worten von Alinsky-Biograph Sanford Horwitt, in 'etwas Kontroverseses, Wichtiges, sogar Romantisches' umwandelte. Sein Ausgangspunkt war eine Beinahe-Faszination für John L. Lewis, den großen Arbeiterführer und Gründer der (radikalen) Industriearbeitergewerkschaft CIO (Congress of Industrial Organizations). Was wäre, fragte sich Alinsky, wenn die gleiche eigensinnige Taktik der Gewerkschaften auf die Beziehung zwischen Bürgern und öffentlichen Vertretern angewandt werden könnte?"

Nach Abschluß seiner Diplom-Arbeit in der Kriminologie machte sich Alinsky daran, das zu entwickeln, was heute als das 'Alinsky-Konzept der Massenorganisation für Macht' ('Alinsky concepts of mass organization for power') bekannt ist. In den späten 1930er Jahren verdiente er sich einen Ruf als Organisator der Armen, als er die Chicagoer Gegend organisierte, die 'Back of the Yards' genannt wird, eine Industrie- und Wohngegend mit einer ethnischen Nachbarschaft auf der südwestlichen Seite der Stadt, und so genannt, weil sie in der Nähe des Geländes der ehemaligen (Fleischverarbeitungsmetropole) Union Stock Yards liegt; diese Gegend wurde durch Upton Sinclairs Roman 'The Jungle' ('Der Sumpf') aus dem Jahr 1906 berühmt. Im Jahr 1940 gründete Alinsky die IAF (Industrial Areas Foundation), durch die er und seine Mitarbeiter nicht nur in Chicago halfen, Stadtteile zu 'organisieren' (helped 'organize' communities), sondern in den gesamten Vereinigten Staaten. Die IAF ist bis zum heutigen Tag aktiv. Der Hauptsitz liegt in Chicago, Zweigniederlassungen gibt es im District of Columbia, in 21 Bundesstaaten, und je eine in Kanada, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. (Die bekannteste deutsche Organisation ist das 'Deutsche Institut für Community Organizing', DICO, unter Leitung des amerikanischen Geistlichen Leo J. Penta aus East Brooklyn.)

In den späten 1960er Jahren würde die Black Power Bewegung Alinsky und seine Organisier-Kreuzzüge aus den Projekten der afroamerikanischen Nachbarschaften verdrängen, so daß ihm keine andere Wahl blieb, als sich auf weiße Stadtteile zu spezialisieren. Zu diesem Zweck gründete er im Jahr 1970 das CAP (Citizens Action Program). Stanley Kurtz schreibt in seinem Buch 'Der Oberradikale' ('Radical in Chief)' aus dem Jahr 2010: "Alinsky war ... davon überzeugt, daß eine groß angelegte sozialistische Transformation eine Allianz zwischen der kämpfenden Mittelschicht und den Armen erforderlich machen würde. Der Schlüssel zur radikalen sozialen Veränderung war nach Alinskys Vorstellung, den Zorn der Mittelklasse gegen Amerikas große Konzerne zu richten."

'Organisieren' ist im Alinsky-Modell ein Euphemismus für 'Revolution' -- eine umfassende Revolution, deren oberstes Ziel der systematische Machtgewinn durch einen angeblich unterdrückten Teil der Bevölkerung ist, sowie die radikale Veränderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Struktur Amerikas. Das Ziel ist, genügend Chaos, moralische Verwirrung und öffentliche Unzufriedenheit zu schüren, um die gesellschaftlichen Umwälzungen einzuleiten, die Marx, Engels und Lenin vorausgesagt hatten -- eine Revolution, deren Fußvolk den Status quo als totale Fehlkonstruktion betrachtet und der es nicht wert ist, gerettet zu werden. Laut Theorie werden sich die Menschen also für nichts Geringeres als den völligen Zusammenbruch des Status quo entscheiden -- gefolgt durch die Errichtung eines völlig neuen Systems auf dessen Trümmern. Für dieses Ziel werden sie der Führung charismatischer radikaler Organisatoren folgen, die eine visionäre Aura des Vertrauens schaffen, und die eindeutig verstehen, welche gesellschaftlichen 'Veränderungen' notwendig sind.

Alinsky drückte es so aus: "Eine Reformation bedeutet, daß eine Menge Menschen unseres Volkes (masses of our people) den Punkt erreicht haben, an dem sie desillusioniert sind hinsichtlich der bisherigen Wege und Werte (past ways and values). Sie wissen nicht, was funktionieren wird, aber sie wissen, daß das herrschende System selbstzerstörend, frustrierend und hoffnungslos ist. Sie werden sich zwar nicht für Veränderungen einsetzen, aber sie werden sich denjenigen, die es tun, nicht entschieden widersetzen. Die Zeit ist dann reif für eine Revolution." [1]

"[W]ir befassen uns damit", führte Alinsky aus, "Massenorganisationen zu schaffen, um die Macht zu ergreifen und sie dem Volk zu geben; um den demokratischen Traum verwirklichen -- Gleichheit, Gerechtigkeit, Frieden, Zusammenarbeit, volle Chancengleichheit auf Bildung, Vollbeschäftigung und nützliche Beschäftigung (useful employment -- fehlt in der deutschen Ausgabe 'Die Stunde der Radikalen), Gesundheit, und die Schaffung von Umständen, unter denen Männer die Möglichkeit haben, nach den Werten zu leben, die dem Leben einen Sinn geben. Wir sprechen über eine massenhafte Machtorganisation (a mass power organization), die die Welt so verändern wird, daß alle Männer und Frauen aufrecht gehen werden, nach dem Motto des Spanischen Bürgerkriegs: 'Es ist besser auf den Füßen zu sterben, als auf den Knien zu leben.' Das bedeutet Revolution". [2]

Alinskys Revolution zeichnet sich jedoch nicht durch dramatische Transformationen aus, die die gesellschaftlichen Institutionen über Nacht wegfegen. Richard Poe drückt es so aus: "Alinsky sah Revolution als einen langsamen, geduldigen Prozess. Der Trick bestand darin, bestehende Institutionen wie Kirchen, Gewerkschaften und politische Parteien zu durchdringen." Er wies die Organisatoren und ihre Schüler an, unter den Entscheidungsträgern dieser Institutionen leise und subtil an Einfluß zu gewinnen, und von dieser Plattform aus die Veränderungen vorzustellen. Das war genau die Taktik der 'Infiltration', die Lenin und Stalin befürworteten. [3] Georgi Dimitroff, der Generalsekretär der Kommunistischen Internationale, riet dem VII. Weltkongreß der Komintern im Jahre 1935:

"Genossen, ihr erinnert euch der alten Sage von der Einnahme Trojas. Troja hatte sich vor dem angreifenden Heer durch unbezwingbare Mauern geschützt. Und das angreifende Heer, das nicht wenig Verluste erlitten hatte, konnte den Sieg nicht erringen, bis es ihm nicht gelang, mit Hilfe des trojanischen Pferdes in das Innere, in das Herz des Feindes einzudringen." [4]

Alinskys Revolution versprach, daß die Welt durch die Veränderung der Struktur der gesellschaftlichen Institutionen von Lastern wie Sozialpathologie (socio-pathology) und Kriminalität befreit werden würde. Durch die Argumentation, daß diese Laster nicht durch persönliche Charakterschwächen, sondern durch externe gesellschaftliche Einflüsse verursacht werden, war Alinskys Weltsicht gründlich mit der kollektivistischen Klassenlehre des ökonomischen Determinismus der sozialistischen Linken durchdrungen. "Die Zuneigung des Radikalen für die Menschen wird nicht geringer", sagte Alinsky, "... wenn sie in Massen zeigen, daß sie zu Grausamkeit, Egoismus, Haß, Gier, Geiz und Untreue fähig sind. Es sind nicht die Menschen, die beurteilt werden müssen, sondern die Umstände, die sie so gemacht haben." [5] Der wichtigste von diesen Umständen war seiner Ansicht nach "der diebische Druck einer materialistischen Gesellschaft". [6]

Um dem Materialismus entgegenzuwirken, befürwortet Alinsky eine sozialistische Alternative. Er beschreibt seinen edlen Radikalen -- sprich: 'Revolutionär' -- als einen Sozialreformer, der "die Menschenrechte weit über die Eigentumsrechte stellt"; der "universelle, kostenlose öffentliche Bildung" anstrebt; der "Vollbeschäftigung für die wirtschaftliche Sicherheit" wünscht, aber auch erklärt, die Aufgaben sollten "so sein, die kreativen Wünsche aller Menschen zu befriedigen"; der überall "die Konservativen bekämpfen wird"; und der "Begünstigung und Macht bekämpfen wird, ob sie vererbt oder erworben sind" und "ob sie ein politisches oder finanzielles oder organisiertes Credo sind". [7] Alinsky behauptete, daß Radikale, die sich "hilflos in der stürmischen See des Kapitalismus" [8] wiederfinden, versuchen "müssen, aus dem Dschungel des Laissez-faire-Kapitalismus in eine Welt zu schreiten, die den Namen der menschlichen Zivilisation verdient". [9] Er schrieb: "Sie hoffen auf eine Zukunft, in der die Produktionsmittel von allen Menschen besessen werden und nicht nur von vergleichsweise wenigen (a comparative handful)". [10] Kurz, sie wollten Sozialismus.

1946 schrieb Alinsky 'Reveille for Radicals' (1973 als 'Leidenschaft für den Nächsten' übersetzt), sein erstes großes Buch über die Prinzipien und Taktiken der 'Gemeinwesenentwicklung' ('Community Organizing'), die sonst schlicht als Agitation zur Revolution bekannt sind. 1971, fünfundzwanzig Jahre später, verfaßte er die Schrift 'Rules for Radicals' (1974 als 'Die Stunde der Radikalen' übersetzt), die auf seiner früheren Arbeit aufbaute. Seine Schriften und die darin skizzierten Taktiken haben einen großen Einfluß auf alle Bewegungen der letzten Jahrzehnte, die 'soziale Veränderung' ('social change') und 'soziale Gerechtigkeit' ('social justice') zum Thema haben.

Alinksys Ziel, das er in 'Rules for Radicals' klar erwähnt, war es "eine Bestandsaufnahme bestimmter Fakten und allgemeiner Konzepte der Veränderung zu präsentieren, ein Schritt hin zu einer Wissenschaft der Revolution". [11] Der Prinz, erklärt er, "wurde von Macchiavelli für die Habenden (Haves) geschrieben und handelt davon, wie sie an der Macht bleiben. Die Stunde der Radikalen ist für die Nicht-Habenden (Have-Nots) geschrieben und handelt davon, wie man sie wegnimmt". [12] (Die 'Haves' und 'Have-Nots' übersetzt 'Die Stunde der Radikalen' als 'Besitzende' und 'Besitzlose'.)

Wenn Radikale die Vorhut der Bewegung darstellen, die die Macht von den Habenden auf die Nicht-Habenden übertragen sollen, bestand Alinskys erster Auftrag darin, genau zu definieren, was ein Radikaler wäre. Er näherte sich dieser Aufgabe, indem er zunächst zwischen Liberalen und Radikalen unterschied. Alinsky hatte keine Geduld für diejenigen, die er die Liberalen seiner Zeit nannte (the liberals of his day) -- Menschen, die zufrieden waren, über die Veränderungen zu reden, die sie wollten, die aber nicht bereit waren, aktiv für diese Veränderungen zu arbeiten. Er favorisierte vielmehr 'Radikale', die zu entschlossenen Taten bereit waren, um die Gesellschaft zu transformieren, selbst wenn diese Transformation nur langsam und schrittweise erreicht werden könnte. Alinsky schrieb:

"Liberale haben vor Macht oder deren Anwendung Angst ... Sie reden leichtfertig von Menschen, die sich selbst helfen, aber sie erkennen nicht, daß ohne Macht nichts erreicht werden kann ... Radikale führen die sozialen Krise herbei, indem sie handeln -- indem sie Macht nutzen. ... Liberale protestieren; Radikale rebellieren; Liberale sind empört; Radikale werden tollwütig (become fighting mad) und treten in Aktion. Liberale ändern nicht ihr persönliches Leben[,] und was sie für eine Sache opfern, ist ein kleiner Teil ihres Lebens; Radikale opfern sich für die Sache ganz; Liberale bieten und haben mit Diskussionen mit Worten; Radikale bieten und haben den harten, schmutzigen, verbitterten Lebensstil (way of life)." [13]

Wenn Radikalismus den Zweck hat, eine gesellschaftliche Umwandlung herbeizuführen, dann muß der Radikale bereit sein, überzeugende Argumente vorzubringen, warum eine solche Veränderung dringend erforderlich ist. Alinskys Überzeugung, daß die amerikanische Gesellschaft gründlich revidiert werden muß, beruhte auf seiner Überzeugung, daß der Status quo für die meisten Menschen unerträglich elend wäre. Alinsky sah die Vereinigten Staaten als eine Nation voller wirtschaftlicher Ungerechtigkeit. "Die Menschen in Amerika leben so, wie sie können", schrieb er. "Viele von ihnen leiden in Ein-Zimmer-Bruchbuden und ein paar von ihnen leben in Penthäusern. ... Die Habenden riechen nach Eau de Toilette, die Nicht-Habenden riechen schlicht nach Toilette." [14] Alinsky beklagte das "große Gefälle in Wohlstand, Privilegien, und Möglichkeiten", die er in Amerika sah, und verurteilte die "materialistischen Werte und Normen" des Landes. [15] Er schrieb: "Wir wissen, daß man aufhören muß, den Gott des Goldes und das Monster des Materialismus zu verehren." [16]

Wie Alinsky die Dinge sah, war ökonomische Ungerechtigkeit keineswegs Amerikas einziges Manko. Er beklagte die "eher konfuse und demoralisierte Ideologie" der Nation, [17] und identifizierte als unvermeidliche Nebenprodukte des Lebens im kapitalistischen Amerika "Arbeitslosigkeit", "Verfall", "Krankheit", "Verbrechen", "Mißtrauen", "Bigotterie", "Desorganisation" und "Demoralisierung". [18] Ein solcher Stand der Dinge machte seiner Ansicht nach das Leben für die Mehrheit der Amerikaner zu nichts weiterem als einer Strapaze. "Am Ende der Woche", schrieb Alinsky über den durchschnittliche Amerikaner, "kommt er mit einem Gehaltsscheck aus der Hölle der Monotonie und geht nach Hause, in eine zweite Runde der Monotonie. ... Am Montagmorgen ist er wieder am Fließband. ... Das ist im Großen und Ganzen sein Leben. Eine Routine, in der er verrottet. Die traurigste, düsterste, graueste Aussicht, die man haben kann. Einfach eine Zukunft der völligen Verzweiflung." [19] "Die Menschen hungern nach Drama und Abenteuer, nach einem Hauch von Leben in einer tristen, grauen Existenz", führte er weiter aus. [20] (Die Kunst der sozialrevolutionären Prosa aus 'Rules for Radicals': "People hunger for drama and adventure, for a breath of life in a dreary, drab existence." Die Kunst der sozialrevolutionären Prosa aus 'Die Stunde der Radikalen': Die Menschen hungern nach Abenteuer, Spannung und Leben in ihrer öden und eintönigen Existenz.")

Diese unglückliche Existenz hatte nach Alinsky auf den amerikanischen Charakter einen zutiefst negativen Einfluß. Alinsky hielt die meisten Amerikaner für Menschen, die von ihren Vorurteilen regiert wurden und die für die Mehrheit ihrer Landsleute daher eine starke Antipathie empfanden -- vor allem für diejenigen mit einem anderen rassischen, ethnischen oder religiösen Hintergrund. Er schrieb, "die meisten Menschen mögen nur wenige Menschen, und kümmern sich entweder nicht aktiv um die meisten 'anderen' Menschen oder lehnen sie aktiv ab". [21]

Nachdem er wortreich das Porträt einer durch und durch korrupten und melancholischen amerikanischen Gesellschaft gezeichnet hatte, konnte Alinsky jetzt argumentieren, daß eine Veränderung angezeigt war. Was benötigt wurde, war seiner Ansicht nach eine Revolution, in der Radikale als Vorreiter die Verpflichtung hätten, die "fundamentalen Ursachen" der Probleme der Nation zu eliminieren, [22] und sich nicht bloß mit den "aktuellen Erscheinungsformen" [23] oder "Endprodukten" [24] dieser Probleme zu beschäftigen. Das Ziel des Radikalen, erklärte er, ist "die Zerstörung der Wurzeln aller Ängste und Frustrationen sowie der Unsicherheit des Menschen, ob materiell oder spirituell"; [25] die Säuberung (purge) des Landes von "den großen zerstörerischen Kräften, die die gesamte gesellschaftliche Szene durchdringen"; [26] und die Beseitigung "der zerstörerischen Kräfte, aus denen sich Kriege ergeben", Kräfte wie "wirtschaftliche Ungerechtigkeit, Unsicherheit, ungleiche Chancen, Vorurteile, Bigotterie, Imperialismus, ... und andere nationalistische Neurosen". [27]

Das Ziel der Befreiung des Landes von den oben genannten Lastern paßt perfekt zu Alinskys Überzeugung, daß alle gesellschaftlichen Probleme miteinander verbunden wären. Wenn Teile der Bevölkerung Alinsky zufolge unter Kriminalität, Arbeitslosigkeit, schlechten Wohnverhältnissen, Unterernährung, Krankheit, Demoralisierung, Rassismus, Diskriminierung oder religiöser Intoleranz leiden, machte es unmöglich Sinn, ein bestimmtes dieser Probleme isoliert zu thematisieren. Sie "sind schlicht Teile des Gesamtbildes", sagte er. "Sie sind keine getrennten Probleme." [28]

"[A]lle Probleme stehen in Beziehung zueinander und sie sind alle Nachkommen von bestimmten fundamentalen Ursachen", erklärte Alinsky. [29] "Viele anscheinend lokale Probleme sind in Wirklichkeit bösartige Mikrokosmen aus Konflikten, Druck, Streß und Belastungen durch die gesamte soziale Ordnung." [30] Alinsky folgerte, daß "ultimativer Erfolg bei der Bezwingung dieser Übel (evils) nur durch den Sieg über alle Übel erreicht werden kann". [31] Mit anderen Worten, was man brauchte, war eine von Radikalen angeführte Revolution, um die Gesellschaft buchstäblich auf den Kopf zu stellen und ihr Innenleben nach Außen zu kehren.

Alinsky plante dann die Methode, durch die Radikale dieses Ziel erreichen könnten, indem er eine Vielzahl von "Volks-Organisationen" ("People’s Organizations") schuf -- von denen jede ihren ganz eigenen Namen und Auftrag hat, und von denen jede "im Sinne sozialer operativer Eingriffe und nicht kosmetischer Verschleierungen denkt und handelt". [32]

Diese Volks-Organisationen setzten sich weitgehend aus unzufriedenen Individuen zusammen, die glaubten, daß die Gesellschaft voller Ungerechtigkeiten war, die sie davon abhielten, in der Lage zu sein, zufriedenstellende Leben zu leben. Alinsky riet dazu an, daß solche Organisationen nicht von außen in eine nachbarschaftliche Gemeinde (community) importiert werden sollten, sondern personalmäßig vielmehr mit Einheimischen ausgestattet werden sollten, die -- unter Anleitung ausgebildeter radikaler Organisatoren -- ihre eigenen Ziele aufstellen konnten. [33]

Die Volks-Organisationen mit lokalen Führern als Spitzenfunktionäre zu besetzen, half, den Organisationen in den Augen der nachbarschaftlichen Gemeinde Glaubwürdigkeit und Authentizität zu verleihen. Diese Taktik entsprach der langjährigen Strategie, die von der Kommunistischen Partei bei der Schaffung von Fassadenorganisationen angewandt wurde, die angeblich von nicht-kommunistischen Sympathisanten geführt wurden, die aber in Wirklichkeit durch die Parteimitglieder hinter den Kulissen gesteuert wurden. Wie J. Edgar Hoover 1958 in seinem Buch 'Masters of Deceit' erklärte: "Ein bekanntes Parteimitglied zum Präsidenten einer Fassadenorganisation zu machen, würde sie sofort als 'kommunistisch' kennzeichnen. Wenn aber ein Sympathisant eingesetzt werden kann, vor allem ein Mann von Bedeutung, beispielsweise ein Erzieher, Pfarrer oder Wissenschaftler, kann die Gruppe als 'unabhängige' Organisation operieren." [34]

Alinsky lehrte, daß die erste Aufgabe des Organisators darin bestand, den Menschen das Gefühl zu geben, daß sie klug genug waren, um ihre eigenen Probleme zu diagnostizieren, ihre eigene Lösungen zu finden und ihr eigenes Schicksal zu bestimmen. Alinsky schrieb, der Organisator muß sich die Tatsache zunutze machen, daß "Millionen von Menschen tief in ihrem Herzen fühlen, daß es für sie keinen Platz gibt -- daß sie nicht 'zählen'". [35] Um diesen Zustand effektiv zu nutzen, erklärte Alinsky, muß der Organisator Techniken einsetzen, wie die kunstvolle Anwendung von "Fangfragen (loaded questions), die geschaffen sind, um besondere Reaktionen auszulösen und die Entscheidungsprozesse der Organisation in der Richtung zu steuern, die der Organisator bevorzugt. [36]

"Ist das Manipulation?", fragte Alinsky. "Sicherlich", antwortete er sofort. [37] Aber es war Manipulation zugunsten eines wünschenswerten Ziels: "Wenn der gemeine Mann eine Chance hätte, zu spüren, daß er seine eigenen Anstrengungen steuern könnte ... daß es zu einem gewissen Grad ein Schicksal gab, für das er etwas tun könnte, daß es einen Traum gab, für den er weiter kämpfen könnte, dann wären die Lebensbedingungen lebenswert (life would be wonderful living)." [38] Diese neue Vitalität des Geistes könnte der gemeine Mann laut Alinskys Rechnung durch seine Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit in der Volks-Organisation erlangen.

Die Rolle des Organisators, oder Meister-Manipulators, dessen Führung dafür verantwortlich war, die Agenda der Volks-Organisation festzulegen, erachtete Alinsky als äußerst wichtig. "Der Organisator", schrieb Alinsky, "greift im eigentlichen Sinne nach der höchsten Stufe, die der Mensch erreichen kann -- zu erschaffen, ein 'großer Schöpfer' zu sein, Gott zu spielen". [39] (Der Absatz aus 'Rules for Radicals': "The ego of the organizer is stronger and more monumental than the ego of the leader. The leader is driven by the desire for power, while the organizer is driven by the desire to create. The organizer is in a true sense reaching for the highest level of which many can reach -- to create, to be a 'great creator,' to play God." Der Absatz aus 'Die Stunde der Radikalen': "Das Ego eines Praxisberaters ist stärker ausgeprägt als das einer Führerpersönlichkeit. Die Führerpersönlichkeit wird vom Willen zur Macht angetrieben, während der Praxisberater den Wunsch hat, etwas zu schaffen. Er strebt damit die höchste Stufe an, die der Mensch erreichen kann -- das Schöpferische, das Kreative und damit das Gottgleiche.")

Alinsky stellte eine Reihe von Grundprinzipien auf, um die Handlungen und Entscheidungen der radikalen Organisatoren und der Volks-Organisationen, die sie gründeten, zu führen. Der Organisator, sagte er, "muß zuerst die Ressentiments der Bevölkerung wundreiben (rub raw); die latenten Feindseligkeiten bis zu dem Punkt anfachen, an dem sie offen ausgesprochen werden. Er muß Kontroversen und Probleme ausfindig machen, anstatt sie zu vermeiden, denn solange es keine Kontroverse gibt, sind die Menschen nicht ausreichend beunruhigt, um zu handeln". [40] Er fügte hinzu, die Funktion des Organisators wäre es, "bis zum Punkt des Konflikts" zu agitieren [41] und "das Establishment zu manövrieren und zu ködern, so daß es ihn öffentlich als einen 'gefährlichen Feind' angreifen wird". [42] Alinsky erklärte: "Das Wort 'Feind' reicht aus, um den Organisator auf die Seite des Volkes zu stellen"; das heißt, um die Mitglieder der nachbarschaftlichen Gemeinde (community) zu überzeugen, daß er so darauf erpicht ist, Fürsprache anzubieten, daß er sich bereitwillig der Verurteilung und Verspottung aussetzt. [43]

Mit den Menschen solidarisch zu sein, reicht dem Organisator aber nicht aus. Alinsky erklärte, er muß auch die Einheit gegen einen klar erkennbaren Feind kultivieren; dieser Feind muß speziell benannt werden, als Ziel "ausgesondert" werden ("singled out") [44], um für irgendein "einzelnes Übel" ("for any particular evil") verantwortlich gemacht werden, das die Quelle der Angst der Menschen darstellt. [45] Mit anderen Worten: die Unzufriedenheit des Volkes muß mit einem Gesicht verbunden sein. Das Gesicht, lehrte Alinsky, "muß eine Personifikation sein, nicht etwas Allgemeines und Abstraktes wie eine Kapitalgesellschaft oder ein Rathaus". [46] Vielmehr sollte es eine Einzelperson sein, wie zum Beispiel ein Firmenchef, ein Bürgermeister oder ein Präsident.

Alinsky faßte es so zusammen: "Wählen Sie das Ziel, stellen Sie es, personifizieren Sie es, und polarisieren Sie es. ... [E]s macht keinen Sinn, Taktiken einzusetzen, außer, man hat ein Ziel, auf das sich die Angriffe konzentrieren". [47] Er behauptete, daß der Organisator die Aufgabe hat, auf das Gesicht des Feindes in den Herzen der Menschen eine tiefe negative emotionale Reaktion zu kultivieren. "Der Organisator, der die Bedeutung der persönlichen Identifikation vergißt", erklärte Alinsky, "wird versuchen, alle Einwände auf der Grundlage von Logik und Verdienst zu beantworten. Bis auf wenige Ausnahmen ist dies ein aussichtsloses Verfahren". [48] (Der erste Satz laut 'Rules for Radicals': "The thirteenth rule: Pick the target, freeze it, personalize it, and polarize it." Der erste Satz laut 'Die Stunde der Radikalen': "Die zwölfte Regel lautet: Suche dir eine Zielscheibe, personalisiere sie und schieß dich auf sie ein." In 'Die Stunde der Radikalen' fehlt an dieser Stelle eine Regel aus 'Rules for Radicals': "The twelfth rule: The price of a successful attack is a constructive alternative. You cannot risk being trapped by the enemy in his sudden agreement with your demand and saying 'You're right' we don't know what to do about this issue. Now you tell us.'")

Alinsky wies die Organisatoren auch an, ihre Aufmerksamkeit auf eine kleine Anzahl von ausgewählten strategischen Zielen zu konzentrieren. Die Leidenschaften (passions) einer Organisation zu dünn aufzutragen, warnte er, wäre ein Rezept für einen sicheren Mißerfolg. [49] (Der Ausdruck 'passion' bzw. 'passions' findet sich in 'Rules for Radicals' insgesamt 6 bzw. 3 mal.)

Alinsky riet dem radikalen Aktivisten, die Versuchung zu meiden, einzuräumen, daß sein Gegner nicht "100 Prozent Teufel" ("100 per cent devil") wäre oder daß er einige bewundernswerte Qualitäten besäße, wie zum Beispiel "ein guter Kirchgänger zu sein, großzügig bei wohltätigen Zwecken, und ein guter Ehemann". Alinsky erklärte, solche qualifizierenden Bemerkungen "schwächen den Einschlag des Angriffs" und laufen auf pure "politische Dummheit" hinaus. [50] (Den Ausdruck 'devil' bzw. devils' gibt es in 'Rules for Radicals' insgesamt 7 bzw. 2 mal -- ein 'Devil' muß aber als Zitat von Churchill abgezogen werden.)

Alinsky betonte für die Organisatoren die Notwendigkeit, ihre Anhänger zu überzeugen, daß die Kluft zwischen dem Feind und den Mitgliedern der Volks-Organisation groß und unüberbrückbar war. "Bevor die Menschen handeln können", erklärte er, "muß ein Thema polarisiert werden. Die Menschen werden handeln, wenn sie davon überzeugt sind, daß ihre Sache zu 100 Prozent auf der Seite der Engel ist, und daß die Opposition zu 100 Prozent auf der Seite des Teufels ist". [51] Alinsky riet zu diesem Vorgehen, obwohl er gut verstand, daß der Organisator "weiß, daß es in Wahrheit nur ein 10 Prozent Unterschied ist, wenn der andere Teil zu Verhandlungen bereit ist". [52] Doch in Alinskys Modell der sozialen Kriegsführung heiligt der Zweck -- in diesem Fall der Transfer von Macht -- praktisch was auch immer an Mitteln erforderlich ist -- in diesem Fall, zu lügen. [53]

Gewinnen war alles, was in Alinskys strategischem Kalkül zählte: "Die Moral von einem Mittel hängt davon ab, ob das Mittel in einer Zeit der bevorstehenden Niederlage oder des bevorstehenden Sieges eingesetzt wird." [54] "Der Mann der Tat ... denkt nur an seine eigentlichen Ressourcen und an die verschiedenen Möglichkeiten des Handelns", fügte Alinsky hinzu. "Er fragt nur, ob sie machbar sind und ob sich die Kosten lohnen; nur, ob die Mittel funktionieren werden." [55] Für Alinsky war alle Moral relativ: "Das Urteil über die Ethik der Mittel ist abhängig von der politischen Position derjenigen, die das Urteil treffen." [56]

(Der komplette Absatz aus 'Die Stunde der Radikalen': "Die zweite Faustregel besagt, daß die Beurteilung der ethischen Prinzipien von Mittel und Zweck von dem politischen Standort der Beurteilenden abhängt: Sich dem im Untergrund operierenden Widerstand gegen die Nazis anzuschließen, hieß Mord, Terror, Zerstörung von Eigentum, Bombenlegen, Entführung und die Bereitschaft zur Opferung unschuldiger Geiseln als politische Mittel zu akzeptieren, um die Niederlage der Nazis als Ziel zu erreichen. Unter den Nazi-Gegenern wurde der Widerstand als eine geheime Armee selbstloser, patriotischer Idealisten angesehen, die jederzeit bereit waren, in äußerster Tapferkeit ihr Leben ihrer sittlichen Überzeugung zu opfern. Für die nationalsozialistische Besatzungsmacht waren sie gesetzlose Terroristen, Mörder, Saboteure und Totschläger, für die der Zweck die Mittel heiligte und die in unsittlicher Weise die mystischen Regeln des Krieges verletzten. Jede feindliche Besatzungsmacht würde den Gegner auf diese Art moralisch richten. In einem solchen Konflikt gelten für keine Partei irgendwelche Werte außer dem Sieg. Es geht um Leben und Tod." Klingt zwar, als würde mein alter Sozialkunde-Lehrer sprechen, erklärt aber die Saat der Gewaltbereitschaft, die daraus hervorging und weiter hervorgeht, wobei PR-technisch natürlich behauptet wird, daß niemals unschuldige Geiseln geopfert werden dürfen.)

Da der Feind als die Verkörperung des Bösen dargestellt werden mußte, gegen den sämtliche Methoden erlaubt waren, lehrte Alinsky, daß ein effektiver Organisator sich niemals den Anschein geben sollte, als Folge, einen bestimmten Konflikt über einen Kompromiß gelöst zu haben, voll zufrieden zu sein. Jeder Kompromiß mit dem "Teufel" ist per definitionem moralisch verdorben und damit unangemessen. Während der Organisator bestätigen mag, daß er über den Kompromiß als einen kleinen Schritt in die richtige Richtung erfreut ist, muß er infolgedessen unmißverständlich klar machen, daß es noch ein langer Weg ist, und daß viele Beschwerden (grievances) noch unangesprochen bleiben. Das ultimative Ziel besteht laut Alinsky nicht darin, zu einem Kompromiß oder einer friedlichen Koexistenz zu gelangen, sondern vielmehr, "die Opposition zu zerquetschen" (crush), Stück für Stück. [57] "Eine Volks-Organisation ist zum ewigen Krieg (eternal war) bestimmt", erklärte Alinsky. "... Ein Krieg ist keine intellektuelle Debatte, und im Krieg gegen soziale Übel gibt es keine fairen Regeln. ... Krieg zu haben bedeutet, daß sich keine der beiden Seiten auf irgendetwas einigen kann .... In unserem Krieg gegen die sozialen Bedrohungen der Menschheit kann es keine Kompromisse geben. Es heißt Leben oder Tod." [58]

Alinsky warnte den Organisator, sich vor der Möglichkeit zu hüten, daß der Feind ihm "eine konstruktive Alternative" anbieten könnte, um eine Lösung des Konflikts anzustreben: "Man darf nicht riskieren, durch den Feind in seiner plötzlichen Übereinkunft mit der Forderung gefangen zu werden und zu sagen: 'Sie haben Recht -- wir wissen nicht, was bezüglich dieser Frage zu tun ist. Jetzt erklären Sie es uns'". [59] Eine durch den Feind herbeigeführte Kapitulation würde den Effekt haben, die gerechte Empörung der Volks-Organisation, deren bloße Identität untrennbar mit dem Kampf für die lang verweigerte Gerechtigkeit verwoben ist, zu diffundieren; das heißt, der Kampf und die Identität der Organisation sind synonym. Wenn der wahrgenommene Unterdrücker in dem Bemühen, den Konflikt zu beenden, aufgibt oder eine Hand der Freundschaft reicht, wird der Kreuzzug der Volks-Organisation gefährdet. Dies kann nicht zugelassen werden. Ewiger Krieg darf per definitionem niemals enden.

Während Alinsky Rücksichtslosigkeit im Krieg gegen den Feind befürwortete, war er sich doch bewußt, daß es bestimmte Ansätze gab, die eher die Herzen und Köpfe der Menschen gewinnen, deren Unterstützung für den ultimativen Sieg der Organisatoren von entscheidender Bedeutung war. Er lehrte, daß der Organisator und seine Volks-Organisation vor allem den Mittelstand zum Ziel für ihre Botschaft machen müssen, um erfolgreich zu sein. "Die Menschheit", so Alinsky, "war und ist in drei Teile gegliedert: die Habenden, die Nicht-Habenden, und die Wenig-Habenden-Mehr-Wollenden (the Haves, the Have-Nots, and the Have-a-Little, Want Mores)". [60] (In 'Die Stunde der Radikalen' heißt es 'in die Besitzenden, die Satten, in die Besitzlosen oder Habenichtse und jene, die wenig besitzen, jedoch mehr haben wollen'.) Er erklärte, daß die Wenig-Habenden-Mehr-Wollenden -- das heißt die Mittelschicht -- in Amerika am zahlreichsten sind und daher von größter Wichtigkeit. [61] Alinsky erklärte: "Hin- und hergerissen zwischen der Aufrechterhaltung des Status quo, um das Wenige, das sie haben, zu schützen, aber dennoch nach Veränderung suchend (wanting change), damit sie mehr bekommen können, werden sie [die Mitglieder der Mittelschicht] zu gespaltenen Persönlichkeiten ... Thermopolitisch (thermopolitically) sind sie lau und in der Trägheit verwurzelt. In der westlichen Gesellschaft und besonders in den Vereinigten Staaten stellen sie heute die Mehrheit unserer Bevölkerung dar." [62]

Alinsky betonte, daß sich die Organisatoren und ihre Anhänger, wenn sie ihren besonderen Kreuzzug für "Wandel" zum ersten Mal enthüllen, in Acht nehmen müssen, die Mittelklasse nicht vor den Kopf zu stoßen (not to alienate) -- durch jegliche Art von roher Sprache, trotziger Haltung oder bedrohlicher Aufmachung, die Radikalismus oder eine Mißachtung der Sitten und Traditionen der Mittelklasse erkennen läßt. Aus diesem Grund mochte er die Hippies und Gegenkultur-Aktivisten der 1960er Jahre nicht. Richard Poe drückt es so aus: "Alinsky schimpfte über die Sechziger-Jahre-Linken, weil sie potentielle Konvertiten in Mittelamerika vergraulten. Wahre Revolutionäre stellen ihre Radikalität nicht zur Schau, lehrte Alinsky. Sie schneiden sich die Haare, tragen Anzüge und infiltrieren das System von innen."

In seinem Buch 'Der Ober-Radikale' ('Radical in Chief'), beschreibt Stanley Kurtz Alinsky als "eine Kreuzung zwischen einem demokratischen Sozialisten und einem kommunistischen Mitläufer". Alinsky vermied jedoch sorgfältig, auf diese Tatsache irgendwelche Aufmerksamkeit zu lenken. Kurtz schreibt:

"Er war intelligent genug, um die marxistische Sprache in der Öffentlichkeit zu vermeiden. ... Anstatt zum Sturz der Bourgeoisie aufzurufen, reden Alinsky und seine Anhänger davon, die 'Macht herauszufordern' ('confronting power'). Anstatt die sozialistische Revolution zu befürworten, fordern sie 'radikale soziale Veränderung'. Anstatt Angriffe auf Kapitalisten zu fordern, verfolgen sie 'Ziele' oder 'Feinde'."

Während Alinskys ultimatives Ziel nichts Geringeres als die "Radikalisierung des Mittelschicht" war, betonte er die Bedeutung, zu "lernen, die Sprache derer zu sprechen, mit denen man versucht, sich zu unterhalten". [63] "Die Taktik muß mit der Erfahrung der Mittelschicht beginnen, deren Aversion gegen Grobheit, Vulgarität und Konflikte zu akzeptieren. Gehen Sie sie gemütlich an, vergraulen Sie sie nicht." [64] (Der Doppelsatz aus 'Rules for Radicals': Tactics must begin within the experience of the middle class, accepting their aversion to rudeness, vulgarity, and conflict. Start them easy, don't scare them off." Der Doppelsatz aus' Die Stunde der Radikalen': "Die Strategien müssen dem Charakter der Mittelklasse genau entsprechen und ihren Aversionen gegen das Gemeine und Konfliktgeladene Rechnung tragen. Man darf da nichts überstürzen.")

Um die Mittelschicht anzusprechen, erklärte Alinsky weiter, "müssen die Ziele in allgemeinen Begriffen formuliert werden, wie: 'Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit'; 'Zum Wohle der Allgemeinheit'; 'Das allgemeine Streben nach Glück' oder 'Brot und Frieden'." [65] (Heute würde es wohl heißen: 'Soziale Gerechtigkei', 'Die Würde des Menschen' oder 'Frieden'.) Er machte zum Beispiel den Vorschlag, daß ein effektiver Organisator "entdeckt, wie sie [die Mittelschicht] Polizei definiert, und wie sie spricht -- [und] er verwirft die Rhetorik, die [in Bezug auf die Polizei] immer 'Bulle' ('pig') sagt. Statt feindlicher Ablehnung sucht er eine Brücke der Kommunikation und der Einheit über die Gräben ... . Mit strategischer Sensibilität betrachtet er die Natur des Verhaltens der Mittelschicht, mit ihren Macken und Komplexen (hang-ups) gegenüber unhöflichem Verhalten oder aggressiven, beleidigenden oder profanen Handlungen. All dies und mehr muß verstanden und genutzt werden, um Teile der Mittelschicht zu radikalisieren." [66]

Ein verwandtes Prinzip, das Alinsky lehrte, war, daß radikale Organisatoren nicht nur die Sprache der Mittelschicht sprechen müssen, sondern daß sie auch ihre Kreuzzüge in die Gewänder der Moral kleiden müssen. "Moralische Rationalisierung", erklärte er, "ist für alle Maßnahmen unverzichtbar, egal ob die Wahl oder ab der Gebrauch von Zwecken oder Mitteln geheiligt wird." [67] "Alle großen Führer", fügte er hinzu, "machten 'moralische Prinzipien' geltend, um das nackte Eigeninteresse zu verhüllen -- in den Gewändern von 'Freiheit', 'Gleichheit der Menschen', 'einem höheren Gesetz' ('a law higher than man-made law' in 'Rules for Radicals' bzw. 'universaler Gerechtigkeit' in 'Die Stunde der Radikalen'), und so weiter". Kurz gesagt: "Für alle effektiven Aktionen ist der Passierschein (pass) der Moral erforderlich." [68]

Doch Alinsky war sich einer Kehrseite seiner Strategie bewußt, in der schmackhaften Sprache der Mittelschicht und dem beruhigenden Jargon der Moral zu sprechen. Er sagte, daß die Organisatoren -- zum Wohle der moralischen Prinzipien, in deren Namen sie angeblich handeln -- völlig unberechenbar und unverwechselbar bereit sein müssen, zu beobachten, wie die Gesellschaft in Chaos und Anarchie versinkt. Er erklärte, daß sie darauf vorbereitet sein müssen, wenn nötig "einen Zustand völliger Verwirrung zu wählen und [ihren] Widersacher (opponent) in den gleichen Strudel der Verwirrung zu ziehen". [69]

Ein Weg, auf dem die Organisatoren und ihre Schüler ihre Bereitschaft für diese Möglichkeit verbreiten können, ist die Inszenierung massiver, lauter, herausfordernder Protestkundgebungen, die ihre tiefe Wut und Unzufriedenheit über die eine oder andere Ungerechtigkeit zum Ausdruck bringt. Solche Demonstrationen können Zuschauern den Eindruck vermitteln, daß sich eine Massenbewegung darauf vorbereitet, einen Gang höher zu schalten, und daß ihre gegenwärtige -- ohnehin schon beeindruckende -- Größe nur einen Bruchteil dessen beträgt, was letztlich aus ihr entstehen wird. "Der Eindruck einer Masse", erklärte Alinsky, "kann dauerhaft und einschüchternd sein. [70 als Quellenangabe falsch] ... Macht ist nicht nur das, was man hat, sondern das, was man nach Meinung des Feindes (enemy) hat". [70] "Die Bedrohung", fügte er hinzu, "ist in der Regel noch furchteinflößender als die Sache selbst". [71] "Wenn Ihre Organisation zahlenmäßig klein ist", erklärte Alinsky, " ... lassen Sie die Zahl der Mitglieder im Dunkeln, aber veranstalten Sie ein solches Gedröhne und Geschrei, daß die Zuhörer glauben, daß die Zahl Ihrer Organisation viel größer ist, als es der Fall ist." [72]

"Wo immer möglich," riet Alinsky, "suchen Sie die Erfahrung des Gegners von außen. Hier wollen Sie Verwirrung, Angst und den Rückzug auslösen." [73] Marschierende Mobs aus Demonstranten mit Sprechchören erreichen dieses Ziel. Die Reaktion des durchschnittlichen Beobachters auf ein solches Schauspiel (display) ist doppelter Natur: Erstens hat er Angst. Doch er erinnert auch an die bürgerlichen Ideale und Moralvorstellungen der Mittelschicht, die der Organisator ursprünglich zum Ausdruck brachte. Auf diese Weise versichert er sich, daß die Volks-Organisation aus vernünftigen Menschen besteht, die eigentlich Werte vertreten, die seinen ähneln und die Beschlüsse anstreben, die beiden Seiten Vorteile bringen werden. Dieser Denkprozeß veranlaßt ihn, Schuldeingeständnisse und Entgegenkommen anzubieten -- in der Hoffnung, den wütenden Mob zu beschwichtigen --, die der Organisator wiederum ausnutzt, um noch größeren moralischen Einfluß zu gewinnen und um weitere Zugeständnisse zu erpressen.

Handlungen waren nach Alinskys Ansicht häufiger der Auslöser für revolutionären Eifer als umgekehrt. Er erachtete es für den Organisator als wichtig, die Menschen erst zu Handlungen zu bewegen -- zum Beispiel zur Teilnahme an einer Demonstration -- und ihre Handlungen später zu rationalisieren. "Kriegen Sie sie erst dazu, in die richtige Richtung zu gehen", sagte Alinsky. "Später werden sie es sich selbst erklären, warum sie in diese Richtung gingen." [74]

Zu den wichtigsten Grundsätzen von Alinskys Methode zählen die folgenden:

-- "Sorgen Sie dafür, daß die Feinde nach ihrem eigenen Regelwerk (book of rules) leben. Sie können sie damit töten (kill), denn sie können ihren Regeln nicht gerechter werden als die christliche Kirche dem Christentum gerecht werden kann." [75]

-- "Keine Organisation, die organisierte Religion eingeschlossen, kann den Schriften im eigenen Buch gerecht werden. Sie können sie mit ihrem eigenen 'Buch' aus Regeln und Vorschriften erschlagen (club them to death)." [76]

-- "Praktisch alle Menschen leben in einer Welt der Widersprüche. Sie haben sich einer Moral verschrieben, die sie nicht praktizieren. ... Dieses Dilemma kann und soll vom Organisator durch die Beteiligung von Individuen und Gruppen in einer Volks-Organisation vollständig genutzt werden. Dies ist selbst für die materialistischste Person eine definitive Achillesferse. Gefangen in der Falle seiner eigenen Widersprüche, wird es diese Person schwierig finden, sowohl dem Organisator als auch sich selbst befriedigende Gründe vorzubringen, warum er der Organisation nicht beitreten und darin mitmachen sollte. Er wird entweder zur Teilnahme getrieben werden oder aber zu einem öffentlichen und privaten Zugeständnis seines eigenen Mangels an Vertrauen in die Demokratie und den Menschen." [77]


Alinsky lehrte, daß die Organisatoren -- um sich am effektivsten als Verteidiger der moralischen Prinzipien und des menschlichen Anstandes darzustellen -- mit "Erschütterung, Entsetzen und moralischer Entrüstung" reagieren müssen, wenn ihr anvisierter Feind sein "Regelwerk" auf irgendeine Weise falsch aufsagt oder ihm nicht gerecht wird. [78]

Darüber hinaus muß der Organisator seinen Feind laut Alinsky wann immer möglich verspotten und ihn als jemanden ablehnen, der es nicht wert ist, ernst genommen zu werden, weil es ihm entweder an Intellekt mangelt oder weil er moralisch bankrott ist. "Der Feind richtig angestachelt und in seiner Reaktion richtig geführt, das wird Ihre größte Stärke sein", erklärte Alinsky. [79] Organisatoren sollen, so sein Rat, "über den Feind lachen", um "eine irrationale Wut" zu provozieren. [80] "Spott", erklärte Alinsky, "ist die mächtigste Waffe des Menschen. Es ist im Gegenzug fast unmöglich, Spott anzugreifen. Außerdem ärgert es den Gegenspieler, der dann zu Ihrem Vorteil reagiert". [81]

Alinsky zufolge war es wichtig, daß sich die Organisatoren auf mehrere Kreuzzüge und mehrere Ansätze konzentrieren. "Eine Taktik, die sich zu lange hinzieht wird ein Langweiler (becomes a drag)", schrieb er. "Der Mensch kann ein militantes Interesse an einem Thema nur für eine begrenzte Zeit aufrecht erhalten ... Es entwickeln sich immer neue Aspekte und Krisen ..." [82] "Halten Sie den Druck mit unterschiedlichen Taktiken und Aktionen aufrecht", fuhr er fort, "und nutzen Sie alle Vorkommnisse der Zeit für Ihre Zwecke". [83]

Zu diesem Zweck riet Alinksy den Organisatoren, immer mehr als einen "Kampf in der Bank" ("fight in the bank") zu führen. Mit anderen Worten, die Organisatoren sollten sich einen Vorrat von vergleichsweise kleinen Kreuzzügen anlegen, für die sie stets einsatzbereit sind, und auf die sie sofort ihre Aufmerksamkeit richten können, nachdem sie eine Art von großem Sieg errungen haben. Diese "Kämpfe in der Bank" dienen dem doppelten Zweck, den Schwung der Organisation am Laufen zu halten, während gleichzeitig ihr großer Kreuzzug durch übermäßige öffentliche Exposition nicht "schal" wird. [84]

Eine Volks-Organisation kann eine breite Mitgliederbasis laut Alinsky nur anlegen, wenn sie sich auf mehrere Pprobleme konzentriert -- zum Beispiel, Bürgerrechte, Bürgerfreiheiten, Wohlfahrt, Miete, Stadterneuerung, Umwelt, etc. "Mehrere Probleme bedeuten ständiges Handeln und Leben", schrieb Alinsky. [85] (Denken Sie jetzt nicht an Stuttgart 21 und den Juchtenkäfer.)

Alinsky riet den Organisatoren, sich mit Umsicht nur für die Initiierung solcher Schlachten zu entscheiden, bei denen eine sehr gute Chance auf den Sieg bestand. "Die Aufgabe des Organisators", erklärte er, "ist, damit anzufangen, in die Idee der Organisation, und somit in die Menschen selbst, Vertrauen und Hoffnung einzubauen: limitierte Siege zu erringen, von denen jeder Vertrauen schaffen wird, und das Gefühl: '(W)enn wir mit dem, was wir jetzt haben, so viel tun können, denken Sie nur, was wir tun können, wenn wir groß und stark sind.' Es ist fast, wie einen Berufsboxer auf dem Weg zur Meisterschaft zu begleiten -- Sie müssen seine Gegner sehr vorsichtig und selektiv auslesen, wohl wissend, daß bestimmte Niederlagen demoralisierend wären und seine Karriere beenden würden." [86]

Alinsky lehrte auch, daß der Mission der Volks-Organisation in einigen Fällen geholfen werden könnte, wenn sich der Organisator selbst verhaften und danach die Publicity ausnutzen könnte, die er aus der Verhaftung zog. "Die revolutionären Führer und ihre Anhänger einzusperren", erklärte Alinsky, "... stärkt unermesslich die Position der Führer mit ihren Menschen, indem die eingesperrte Führung mit einer Aura des Martyriums umgeben wird; es vertieft die Identifikation der Führung mit ihren Menschen". Es zeigt, "daß sich ihre Führung so sehr um sie kümmert, und dem Problem so ehrlich verpflichtet ist, daß sie bereit ist, für die Sache eine Freiheitsstrafe zu erdulden". [87] Alinsky legte jedoch fest, daß die Organisatoren bemüht sein sollten, nur für eine kurze Zeitdauer eingesperrt zu werden -- von einem Tag bis zu zwei Monaten; längere Inhaftierungszeiten, erklärte er, haben die Tendenz, aus dem öffentlichen Bewußtsein zu fallen und vergessen zu werden. [88]

In den 1960er Jahren war Alinsky im amerikanischen Leben eine besonders einflußreiche Kraft. Richard Poe berichtet: "Als Präsident Johnson im Jahr 1964 seinen Krieg gegen die Armut (War on Poverty) ins Leben rief, infiltrierten Alinskys Verbündete das Programm und leiteten Staatsgelder in Alinsky-Projekte. Im Jahr 1966 verbündete sich Senator Robert Kennedy mit Gewerkschaftsführer Cesar Chavez, einem Alinsky-Schüler. Chavez hatte ab 1952 zehn Jahre für Alinsky gearbeitet. Bald darauf driftete Kennedy in Alinskys Kreis. Nach den Rassenunruhen in Rochester, New York, kam Alinsky in die Stadt und fing an, Eastman-Kodak unter Druck zu setzen, mehr Schwarze einzustellen. Kennedy unterstützte Alinskys Erpressung."

Alinsky starb 1972, doch in der linken Methode lebt sein Vermächtnis als Blaupause für Revolutione weiter -- von ihm und seinen Jüngern euphemistisch 'Veränderung' ('change') genannt. Zwei seiner bekanntesten heutigen Jünger sind Hillary Clinton und Barack Obama.

Im Jahr 1969 schrieb Hillary Clinton ihre 92-seitige Diplomarbeit (senior thesis) über Alinskys Theorien. Hillary ist eine große Verehrerin von Alinskys skrupellosen Tarnkappen-Taktiken und interviewte den berühmten Autor persönlich für ihr Projekt. Sie schloß ihre Diplomarbeit mit der Feststellung:

"Alinsky wird von vielen als Befürworter einer gefährlichen sozio-politischen Philosophie betrachtet. Als solcher wurde er gefürchtet wie Eugene Debs [der fünfmalige US-Präsidentschaftskandidat der Sozialistischen Partei] oder Walt Whitman oder Martin Luther King -- weil jeder die radikalste politische Glaubensrichtung vertrat: Demokratie."

Im Laufe ihres Erwachsenenlebens würde Hillary ihre Zugehörigkeit zu Alinskys Lehren beibehalten. Die Washington Post berichtete im März 2007:

"Als First Lady lieh Clinton ihren Namen gelegentlich für Projekte, die von Alinskys IAF (Industrial Areas Foundation) gebilligt wurden, der Gruppe, die ihr 1968 einen Arbeitsplatz anbot. Sie nahm an zwei Veranstaltungen teil, die von der IAF-Tochterorganisation 'Washington Interfaith Network' organisiert wurden und beschaffte Geld."

Hillarys Untersuchung von Alinskys Methoden und Idealen führte sie schließlich zu dem Schluß, daß die Anti-Armuts-Programme der Ära Lyndon Johnson bei der Umverteilung von Reichtum in der amerikanischen Bevölkerung nicht weit genug gingen, und den Armen nicht genügend Macht gaben.

Als Hillary im Jahr 1969 in Wellesley ihren Abschluß machte, wurde ihr ein Job in Alinskys neuem Ausbildungs-Institut in Chicago angeboten. Sie wählte stattdessen ein Studium an der Universität Yale.

Im Gegensatz zu Hillary Clinton traf Barack Obama Saul Alinsky nie persönlich. Als Alinsky 1972 starb, war Obama erst 11 Jahre alt. Als junger Mann würde er die Alinsky-Methoden jedoch meisterhaft ausüben. Eine kleine Gruppe aus etwa 20 Chicagoer Kirchen bot Obama 1985 einen Job an, um Bewohnern in den armen, überwiegend schwarzen Vierteln im Süden zu helfen. Obama ergriff diese Gelegenheit und wurde Direktor vom 'Developing Communities Project', wo er die nächsten drei Jahre an Initiativen arbeitete, die von beruflicher Ausbildung über Schulreform bis hin zu Giftmüllbeseitigung reichten. David Freddoso, Autor des 2008 erschienenen Buches 'Argumente gegen Barack Obama' ('The Case Against Barack Obama'), faßt Obamas Gemeinwesenentwicklung wie folgt zusammen:

"Er verfolgte offensichtlich ehrenwerte Ziele; Menschen in staatlichen Wohnprojekten vor Asbest zu schützen ist natürlich eine gute Sache und etwas, wofür die Regierung als Bauherr verantwortlich ist -- die vorgeschlagene Lösung für jedes Problem in der South Side war aber [in jedem Fall bis auf eine Ausnahme] eine Verteilung der staatlichen Mittel ..."

Drei von Obamas Mentoren in Chicago wurden an der von Alinsky gegrüdeten 'Industrial Areas Foundation' ausgebildet. Das 'Developing Communities Project' selbst war eine Tochterorganisation der Gamaliel Foundation, deren modus operandi für die Schaffung "einer gerechten und demokratischen Gesellschaft" fest in der Alinsky Methode verwurzelt ist.

Einer von Obamas frühen Mentoren in der Alinsky Methode, Mike Kruglik, würde später folgendes über Obama sagen:

"Er war ein natürlicher, der unbestrittene Meister der Agitation, der einen Raum voller Zielgruppen (recruiting targets) mit einem sokratischen Schnellfeuer-Dialog beschäftigen konnte und sie dazu anstieß, zuzugeben, daß sie ihren eigenen Maßstäben nicht gerecht wurden. Er konnte aggressiv und konfrontativ sein, wie es bei einem Bettler der Fall ist. Mit sondierenden, manchmal persönlichen Fragen, würde er in ihrem Leben die Quelle des Schmerzes lokalisieren, ihr Ego gerade weit genug niederreißen, bevor er verlockend eine Karotte in Aussicht stellt -- die Hoffnung, daß sie die Dinge besser machen könnten."

Obama unterrichtete selbst mehrere Jahre Workshops über die Alinsky-Methode. Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitete Obama außerdem mit ACORN, die Alinskyitische Polit-Organisation, die aus George Wileys Aktivistengruppe NWRO (National Welfare Rights Organization) entstand. (ACORN wurde wegen Wahlbetrug verurteilt und organisierte sich im April 2010 nach ihrer vorgetäuschten Auflösung neu.)

Dieses Profil wurde von John Perazzo im April 2008 geschrieben.

Anhang:

[1] Saul Alinsky, Rules for Radicals (New York: Vintage Books), March 1972 edition, S. xxii. (Originalveröffentlichung im Jahr 1971.)

[2] Ebd., S.3.

[3] J. Edgar Hoover, Masters of Deceit (New York: Henry Holt and Company, 1958), S. 213.

[4] Ebd.

[5] Saul Alinsky, Reveille for Radicals (New York: Vintage Books), 1989, S. 90. (Originalveröffentlichung im Jahr 1946.)

[6] Ebd., S.91.

[7] Ebd., S. 16-17.

[8] Ebd., S. 26.

[9] Ebd., S. 25.

[10] Ebd.

[11] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 7.

[12] Ebd., S. 3.

[13] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 21-22.

[14] Ebd., S. 4.

[15] Ebd., S. 92.

[16] Ebd., S. 40.

[17] Ebd., S. 92.

[18] Ebd., S. 45.

[19] Ebd., S. 43.

[20] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 120-121.

[21] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 6-7.

[22] Ebd., S. 15.

[23] Ebd.

[24] Ebd., S. 40.

[25] Ebd., S. 16.

[26] Ebd., S. 60.

[27] Ebd., S. 25.

[28] Ebd., S. 57.

[29] Ebd., S. 59.

[30] Ebd., S. 60.

[31] Ebd., S. 59-60.

[32] Ebd., S. 133.

[33] Ebd., S. 48, 64.

[34] J. Edgar Hoover, Masters of Deceit, S. 90.

[35] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 44.

[36] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 91. Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 104.

[37] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 92.

[38] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 43.

[39] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 61.

[40] Ebd., S. 116-117.

[41] Ebd., S. 117.

[42] Ebd., S. 100.

[43] Ebd.

[44] Ebd., S. 130.

[45] Ebd.

[46] Ebd., S. 133.

[47] Ebd., S. 130-131.

[48] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 125.

[49] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 151.

[50] Ebd., S. 134.

[51] Ebd., S. 78.

[52] Ebd.

[53] Ebd., S. 29.

[54] Ebd., S. 34.

[55] Ebd., S. 24.

[56] Ebd., S. 26.

[57] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 150.

[58] Ebd., S. 133-134.

[59] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 130.

[60] Ebd., S. 18.

[61] Ebd., S. 18-20.

[62] Ebd., S. 19.

[63] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 93.

[64] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 195.

[65] Ebd., S. 45.

[66] Ebd., S. 186.

[67] Ebd., S. 43.

[68] Ebd., S. 43-44.

[69] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 150-151.

[70] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 127.

[71] Ebd., S. 129.

[72] Ebd., S. 126.

[73] Ebd., S. 127.

[74] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 169-170.

[75] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 128.

[76] Ebd., S. 152.

[77] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 93-94.

[78] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 130.

[79] Ebd., S. 136.

[80] Ebd., S. 138.

[81] Ebd., S. 128.

[82] Ebd.

[83] Ebd.

[84] Saul Alinsky, Reveille for Radicals, S. 151-152.

[85] Saul Alinsky, Rules for Radicals, S. 76-78, 120.

[86] Ebd., S. 114.

[87] Ebd., S. 155.

[88] Ebd., S. 156.
Hier finden Sie den Originalartikel, Saul Alinsky.

Die Widmung aus meinem Flohmarktkauf von 'Die Stunde der Radikalen':



Hätte ich gewußt, daß auf BLU-NEWS sieben Monate später der Artikel Anweisungen für Radikale erscheint, hätte ich mir die Arbeit, John Perazzos Artikel zu übersetzen, definitiv erspart.