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Sonntag, 6. Oktober 2013

Die erste Generation von Transgenderrabbinern

Naomi Zeveloff über die neue sexuelle Religiosität.
First Generation of Transgender Rabbis Claims Place at Bimah

15. Juli 2013/19. Juli 2013 -- Wenn es um die Akzeptanz von transgeschlechtlichen Juden geht, ist selbst die jüdisch-amerikanische Gemeinschaft in einem Moment der Transition.

Im Jahr 2008 wurde Joy Ladin zum öffentlichen Gesicht des Transgenderjudentums, als sie nach dem Erhalt der Anstellung am »Stern College for Women« an der »Yeshiva University« vom Mann zur Frau transitionierte. Fünf Jahre später gibt es in den Vereinigten Staaten sechs Transgenderrabbiner und Transgenderrabbiner in Ausbildung. Sowohl die Reform- als auch die Rekonstruktionistenbewegungen (Anm.: Rekonstruktionisten sind buchstäblich konservative 68er) haben in den Synagogen und Seminaren Programme zur transgenderellen Eingliederung.

Dennoch sagt die kleine Gemeinschaft von Transgenderjuden und ihrer Verfechter, daß die Welt der jüdischen Masse ihnen nur langsam die Hand reicht. Selbst wenn das nichtorthodoxe Judentum Lesben und schwule Männer (lesbians and gay men) erreicht hat, stellen transgeschlechtliche Personen in einem alten auf strengen Geschlechterrollen errichteten Glauben eine einzigartige Herausforderung dar. »Eltern, die perfekt liberal sind, wollen in den meisten anderen Beziehungen nicht unbedingt, daß eine Transperson (trans person) der Bar- oder Bat-Mizwa-Tutor ihrer Kinder ist oder die Teenager-Jugendgruppe unterrichtet oder als Rabbiner angestellt wird«, sagte Rabbi Jacob Staub, Professor am »Rabbinischen Rekonstruktionistenkolleg« (»Reconstructionist Rabbinical College«), der eine Studierenden- und Dozentengruppe zu Transgenderfragen mitgründete. »Inklusion braucht Zeit.«

Fragen zur transgeschlechtlichen Inklusion werden sogar noch komplexer, wenn das jüdische Gesetz ins Spiel kommt. Im Jahr 2003 erachtete die konservative Bewegung eine Geschlechtsumwandlung als einen wesentlichen Bestandteil der Geschlechtertransition. Doch viele Transmenschen (trans people) werden nie operiert und ihre Transitionen werden von der Bewegung somit nicht erkannt. Rabbi Leonard Sharzer, ein Bioethiker am »Jüdischen Theologieseminar« (»Jewish Theological Seminary«), hat ein jüdisch-juristisches Gutachten geschrieben, das dem konservativen Urteil entgegensteht und besagt, daß das jüdische Gesetz Transjuden (trans Jews) nach dem Geschlecht ansehen sollte, mit dem sie sich identifizieren, unabhängig vom chirurgischen Status. Er plant, seine Meinung dem »Komitee für jüdische Gesetze und Normen« (»Committee on Jewish Law and Standards«) vorzulegen, dem Gesetzgeber der Konservativen Bewegung.

Die überwiegende Mehrheit orthodoxer Rabbiner glaubt inzwischen, daß Geschlechtsumwandlungen nicht das Geschlecht ändern. Doch einige jüdisch-orthodoxe Transleute (trans folk) besuchen die Synagoge und führen ruhige und andächtige Leben.

Zeiten des Wandels liefern oft die spannendsten Geschichten. Die Serie des FORWARD über das Leben von Transgenderjuden zeigt, wie Transmenschen sowohl ihre eigenen Gemeinden schaffen und auf dem Erfolg der Bewegung für die Rechte von Schwulen und Lesben aufbauen, um in der jüdischen Masse Anerkennung zu finden.

In den nächsten zwei Tagen wird der FORWARD die Profile von sechs Transgenderrabbinern und Transgenderrabbinern in Ausbildung veröffentlichen. Obwohl abzuwarten bleibt, ob diese kleine Kohorte langfristig eine Anstellung als jüdische Führer finden werden, sind diese Individuen zu begehrten Referenten und Diskussionsteilnehmern in Synagogen und Gemeindezentren geworden. Viele von ihnen bekennen sich zu radikalen Vorstellungen über das Geschlecht und zwingen (pushing) ihre jeweiligen jüdischen Gemeinden, es statt einer von Geburt an festgelegten Charakteristik eher als einen veränderlichen Teil von Identität zu sehen. Alle sechs haben zu einem wachsenden Ritualsbestand (body of ritual) beigetragen, der zum Ziel hat, die Geschlechtertransition im Leben einer jüdischen Person als ein heiliges Ereignis zu markieren.

Zunächst folgen Elliott Kukla und Reuben Zellman, die ersten Transgenderrabbiner, die 2006 bzw. 2010 von der Reformbewegung geweiht wurden. Und Emily Aviva Kapor, eine Transgenderrabbinerin. Morgen finden Sie weitere Profile.
Hier finden Sie den Originalartikel, First Generation of Transgender Rabbis Claims Place at Bimah.

Und hier sind sie, die 6 spannenden Geschichten der Transmenschen.
Für Elliot Kukla ging die Geschlechtertransition Hand in Hand mit der Ordination

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15. Juli 2013/19. Juli 2013 -- »Ich glaube nicht, daß es ein Zufall war, daß ich mein Coming-out als Transe (trans) zur gleichen Zeit hatte, zu der ich geweiht wurde«, sagte Rabbi Elliot Kukla, der erste Transgenderrabbiner, der im Jahr 2006 in Los Angeles am Campus des »HUC-JIR« (»Hebrew Union College - Jewish Institute of Religion«) ordiniert wurde. »Für mich gibt es dabei eine gewisse Identitätstransition, ein Rabbiner zu werden, es tauchten Gefühle auf, wie: 'Wer bin ich im tiefsten Sinne, und wie sehen mich die Menschen?'« (Anm.: Sind in der jüdischen Religion vor Gott nicht alle Menschen gleich?)

Kukla, 38, ursprünglich aus Toronto, bekannte sich im Jahr 2005 als transgeschlechtlich, zwei Jahre nach Zellmans Zulassung am HUC-JIR. Zellman »ebnete den Weg« für ihn, sagte Kukla: »Als ich zu einem Rabbiner ausgebildet wurde, wurde auf einer bestimmten Ebene auch die Institution ausgebildet, in Hinblick darauf, was es bedeuten würde, Transstudenten (trans students) zu haben.«

Aufgrund der Berichterstattung in den Medien rund um Zellmans Eingeständnis, wurden Zellman und Kukla schnell zu Anlaufstellen zum Thema Geschlechtertransition und Judentum. Personen aus dem ganzen Land sprachen sie um Hilfe an (Anm.: Zahlen? Jeweils einer im Norden, Osten, Süden und Westen?); ein Rabbiner wollte zum Beispiel Erfahrungsberichte über die Konversion eines transgeschlechtlichen Gemeindemitglieds zum Judentum, und viele Transjuden (trans Jews) in ländlichen Gebieten reichten ihre Hände (reached out), um die Isolation zu bezwingen. Zellman und Kukla, die den Bedarf an Ressourcen erkannten, schufen TransTorah.org. Die Seite ist eine Clearingstelle für Informationen über Geschlechtervielfalt im Judentum; es finden sich mehrere Rituale, wie ein transgeschlechtlicher und geschlechternonkonformer Hochzeitsservice, ein Segen für die Geschlechtertransition und ein Gebet zum Verbinden der Brust (binding the chest).

Heute ist Kukla ein Kaplan (chaplain) am »Jüdischen Heilungszentrum Bay Area« (»Bay Area Jewish Healing Center«), eine pastorale (pastoral) Organisation für die Hinterbliebenen, Kranken und Sterbenden. Es wird von Eric Weiss geleitet, der erste offen schwule Mann, der 1983 am HUC-JIR zugelassen wurde. Kukla sagte, daß viele Menschen, die er trifft, überrascht sind, zu erfahren, daß er nicht in der professionellen LGBT-Welt arbeitet. (Anm.: Welche Berufsbilder gibt es in der professionellen LGBT-Welt laut LGBT-Berufsberatung?) Aber die Verbindung ist da: »Es war die Erfahrung, für die jüdische Gemeindschaft ein Außenseiter gewesen zu sein, was mich dazu führte, mit Menschen in einem pastoralen Kontext zusammen sein zu wollen.«

In den Pflegeheimen, wo er arbeitet, neigen ältere Menschen dazu, »Vielfalt in Kauf zu nehmen«, sagte er. »Ich sage als Witz, daß ich für viele Ältere nicht überraschender bin als ein iPhone. Er geht etwa so, daß ein Handy jetzt so aussieht und daß ein Rabbiner jetzt vermutlich so aussieht.«
Hier finden Sie den Originalartikel, For Elliot Kukla, Gender Transition and Ordination Went Hand in Hand.

Die vom lateinischen »ordinatio« abstammende Ordination lasse ich für die hebräische Religion gerade noch durchgehen, schließlich rufen Zionisten für die Medien ab und an auch mal »Allahu Akbar«. Aber haben Sie sich kurz gefragt, seit wann die glitzernde Zauberwelt des Judentums von Kaplanen und Pastoren bevölkert wird?

Vorwärts zu Nr. 2.
Reuben Zellmans rabbinische Klassenkameraden waren »unermüdlich unterstützend«

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15. Juli 2013/19. Juli 2013 -- Transgeschlechtliche Fragen wurden zu der Zeit in der Masse der jüdischen Gemeinschaft kaum registriert. Obwohl die »Kommission für soziale Aktionen« (»Commission on Social Action«) der Reformbewegung vor kurzem eine Resolution zugunsten transgeschlechtlicher und bisexueller Inklusion verabschiedet hatte, betrat das Seminar mit Zellmans Zulassung Neuland. Die Schule machte »keine Vorbereitung im Vorfeld, keine Ausbildung bei der Schaffung einer kulturell kompetenten Umwelt«, sagte Joel Kushner, Leiter des »Instituts für Judentum, Sexualorientierung und Geschlechteridentität« (»Institute for Judaism, Sexual Orientation and Gender Identity«) am HUC-JIR (»Hebrew Union College - Jewish Institute of Religion«).

Obwohl Zellman nicht ins Detail gehen wollte, sagte er, daß es eine Herausforderung war, am HUC-JIR ein Praktikum zu sichern, eine Voraussetzung für den Studienabschluß. Seine Kommilitonen waren »unermüdlich unterstützend«, sagte er, aber »es kam in den sieben Jahren, die ich am HUC war, viele Male vor, daß es wirklich nicht klar war, ob ich jemals ordiniert werden würde«.

Für seine letzten drei Jahre der rabbinischen Schule wechselte Zellman vom Campus in New York City nach Los Angeles, seine Heimatstadt. Er machte ein Praktikom in der Kongregation Sha'ar Zahav, eine lesbisch-schwul-bisexuell-transgenderelle Synagoge in San Francisco, die er Jahre zuvor besuchte und wo er zum ersten Mal ermutigt wurde, zur rabbinischen Schule zu gehen. Er wurde 2010 ordiniert. Heute ist Zellman, 34, ein Assistenzrabbiner (assistant rabbi) und Musiklehrer in der Kongregation Beth El, eine Reformsynagoge in Berkeley.

Zellman hat viel über das Thema Geschlecht und Judentum geschrieben. Seine Diplomarbeit am HUC-JIR konzentrierte sich auf jüdisch-mittelalterliche Gesetzespersonen, die weder männlich noch weiblich sind, wie der »tumtum«, eine Person in der rabbinischen Literatur, deren Geschlecht unbekannt ist. Im Jahr 2007 schrieben er und Elliot Kukla, ein weiterer Transgenderrabbiner, die kurze Anleitung »Deine jüdische Gemeinschaft wird transenfreundlich gemacht« (»Making Your Jewish Community Trans Friendly«) mit praktischen Ratschlägen wie »schaffe eine nichtgeschlechtsspezifische Toilette, die für jedermann zugänglich ist« und auch einen philosophischen Ratgeber: »Sei offen für Veränderungen ... auch wenn es nicht wie üblich ist.«

Zellman sagt, daß viele Synagogen enorme Fortschritte gemacht haben, transgeschlechtliche Gemeindemitglieder zu begrüßen. Aber er befürchtet, daß bestimmte Gesten -- eine jährliche »Pride Shabbat« oder der Slogan »Wir begrüßen alle« -- bei Rabbis und Laien den Anschein von Gastfreundschaft ohne echte Änderung der Einstellung schaffen. »Ich glaube, einer der Fehler, den wir in unseren Integrationsbemühungen manchmal machen, ist, daß wir nicht unbedingt erkennen, daß einladend zu sein ein Prozeß ist, der Stunde für Stunde geschieht«, sagte er.
Hier finden Sie den Originalartikel, Reuben Zellman's Rabbinical Classmates Were 'Unfailingly Supportive'.

Wissenschaftler wie Angela Merkel würden angesichts der nichtgeschlechtsspezifischen Toilette vor Neid sicher erblassen.

Vorwärts zu Nr. 3.
Emily Aviva Kapor schafft eine jüdische Gemeinschaft für Transfrauen

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15. Juli 2013/19. Juli 2013 -- Die Tatsache, daß sie die einzige bekennende Transgenderrabbinerin ist, überrascht die 28jährige Emily Aviva Kapor nicht. Es ist ein Spiegelbild des Sexismus in der breiteren Gesellschaft, sagte sie, gepaart mit der Tatsache, daß die jüdisch-feministische Bewegung Transfrauen (trans women) weitgehend übersehen hat. »Wenn ich ein bejahendes Judentum für alle Frauen haben will, einschließlich Transfrauen«, sagte sie, »muß ich es selbst machen«.

Kapor, die in Boston lebt, wurde vor acht Jahren privat von einem »konservadoxen« Rabbiner (a »Conservadox« rabbi) ordiniert, bevor er sich als transgeschlechtliche Person bekannte. Als sie im vergangenen Frühjahr begann, als Frau zu leben, war es für sie »angenehm, eine Führerin in der jüdischen Welt zu sein«.

Kapors Aktivismus findet zu einem großen Teil auf ihrer Blogseite PLANTING RAINBOWS statt, wo sie über ihre jüngste Geschlechtertransition und darüber, autistisch zu sein, schreibt. Im Februar berichtete sie, wie sie als 11jährige zu Purim zum ersten Mal ein Kleid in der Öffentlichkeit trug. Während einige Transmenschen (trans people) den Feiertag als Chance sehen, mit Geschlechterpräsentationen zu experimentieren, ist Purim für Kapor voller Fallstricke. »Vor der Transition konnte ich zu Purim Frauenkleider tragen und die Menschen sahen einen Mann in einem Kleid«, schrieb sie. »Es hätte ihre Idee verstärkt, daß ich tatsächlich ein Mann war, der eine Frau spielt, weil eine Frau zu sein, etwas ist, womit gespielt wird.«

Kapor sagte, ihre Transition ist ein Brunnen der Kreativität. Im vergangenen Jahr, bevor sie alle ihre Papiere auf ihren weiblichen Namen geändert hatte, sagte sie in einem Telefonat bei einer Amtrak-Reservierung ihren alten Namen. »Ich war überkommen mit diesem intensiven Gefühl von Schmutzigkeit«, sagte sie. »Ich fühlte mich, als müßte ich mich duschen, in diesem sehr physischen Sinne. Und das brachte mich dazu, über die Mikwe (Anm.: das jüdische Bad) nachzudenken.«

Kapor kontaktierte Mayyim Hayyim, eine Mikwe der Gemeinschaft in Newton, Massachusetts, und arrangierte, in den Wassern (in the waters) ein Geschlechtertransitionsritual abzuhalten. Im Mai, zum ersten Jahrestag ihrer Hormonersatztherapie, ging sie wieder hin. Seitdem hat sie ein 20seitiges Papier verfaßt, das die theoretischen und halachischen (Anm.: rechtlichen) Fragen untersucht, als transgeschlechtliche Person die Mikwe zu nutzen.

Kapor sagt, daß sich ihre Generation von Transgenderrabbis in »unerforschten Gewässern« befindet, wenn es darum geht, ein Ritual für die Transition zu schaffen: »Es ist ein aufregender Ort.«
Hier finden Sie den Originalartikel, Emily Aviva Kapor: Creating a Jewish Community for Trans Women.

Wäre diese Art Hormonersatztherapie nicht ein Thema für den Religions- UND Ethikunterricht?

Vorwärts zu Nr. 4:
Jacob Lieberman will die jüdische Welt verändern

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16. Juli 2013/19. Juli 2013 -- »Ich bin nicht gekommen, um Rabbi zu werden, weil ich in transgeschlechtlichen Fragen die jüdische Welt verändern wollte«, sagte Jacob Lieberman, 34, Student im viertes Jahr am »Rekonstruktionistischen Rabbinischen Kolleg« in Wyncote, Pennsylvania. »Ich bin gekommen, weil ich jüdische Ideen habe, denen ich helfen möchte, unsere Gesellschaft zu durchdringen.«

Liebermans Ziel, das Judentum »sinnvoll, zugänglich und bedeutend« zu machen, wurde durch einen High-School-Trip nach Wilna, Litauen, ausgelöst, wo er Teenager kontaktierte, die nach dem Judentum hungrig waren, aber wenig Erfahrung mit ihm hatten. Bei einem Besuch einer Synagoge in der Altstadt von Wilna mit mehreren Dutzend jungen litauischen Juden erkannte er, wie unzugänglich der Dienst für Menschen war, die mit Hebräisch oder sogar Anbetung nicht vertraut waren. »Ich fühlte, daß die Synagoge ein Ort sein sollte, wo die Menschen einen Weg zum Judentum finden, und nicht eine Tür, für die sie einen Schlüssel zum Aufsperren haben müssen, um die Reichtümer dahinten zu sehen«, erzählt er.

Als Lieberman nach neun Jahren in Arbeiter- und Schwulenrechtsbewegungen in die rabbinischen Schule eintrat, konzentrierte er sich wieder auf Fragen des Zugangs, diesmal für seine eigene Gemeinschaft aus Transgenderjuden. In seinem ersten Jahr am RRC (Rekonstruktionistischen Rabbinischen Kolleg) starteten Lieberman und sein Berater, Rabbi Jacob Staub, das »Transgeschlechtliche / Geschlechtertuntige Komitee«, eine inoffizielle Gruppe aus fünf Studenten und fünf Fakultätsmitgliedern. »Geschlechtertuntig« ist ein Überbegriff für Menschen, die sich nicht ausschließlich als männlich oder weiblich identifizieren. Für das Personal schuf die Gruppe das Training »Transgeschlechtliche Grundlagen« (»Transgender 101«). Mit dem »Rekonstruktionistischen Rabbinischen Verband« (»Reconstructionist Rabbinical Association«, RRA) erarbeitete es außerdem eine im März veröffentlichte Resolution zur Unterstützung von Transgenderrabbinern und Transgenderpartnern von Rabbinern. »Es wird ziemlich schnell gehen, daß Leute wie ich Beschäftigung erreichen werden«, sagte Lieberman. »Der RRA sagt, transgeschlechtliche und geschlechtertuntige Leute sollen eine ebensogroße Chance auf Beschäftigung haben, wie wir.«

Im Herbst werden sich Lieberman und eine weitere transgeschlechtliche Studentin im Komitee, Leiah Moser, mit örtlichen Rekonstruktionistischen Synagogen treffen, um über ihren Weg zum Rabbinat zu sprechen.

Lieberman freut sich auf den Tag, wenn die jüdische Gemeinschaft das erreicht, was er die »Version 2.0 von transgeschlechtlicher Inklusion« (»2.0 version of transgender inclusion«) nennt, wenn Transmenschen (trans people) wie alle anderen behandelt werden. »Es ist ein Zeichen, daß wir Fortschritte gemacht haben, wenn wir nicht länger sagen: «Transmenschen sind in meiner Gemeinschaft willkommen«, sondern sagen: »Natürlich sind Sie in meiner Gemeinschaft herzlich willkommen; Sie sind herzlich eingeladen, Rabbiner zu werden, und Sie werden das Beste geben, genau wie alle anderen auch.«
Hier finden Sie den Originalartikel, Jacob Lieberman Wants To Change the Jewish World.

Haben Sie verstanden, warum Religion für religionshungrige Juden »unzugänglich« sein soll?

Vorwärts zu Nr. 5:
Für Ari Lev Fornari sind das Geschlecht und die Befreiung der Palästinenser verbunden

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16. Juli 2013/19. Juli 2013 -- »Ich bin einer jener Menschen, die ein Rabbi sein wollten, seit ich ein kleines Kind war«, sagte Ari Lev Fornari, ein Rabbinerstudent im fünften Jahr am »Hebrew College«, eine pluralistische Hochschule für jüdische Forschung (Jewish studies) in Newton Centre, Massachusetts. Seine beruflichen Ambitionen waren »von meiner eigenen tuntigen (queer) Neigung nicht getrennt«. Die einzige bekennende schwule Person (gay person), die er als Kind kannte, war sein Rabbi, Karen Bender, am »Tempel Beth El« (»Temple Beth El«) in Great Neck. Sie ist jetzt eine Rabbinerin am »Tempel Judäa« (»Temple Judea«), in Tarzana, Kalifornien.

Doch 2006 hatte Fornari eine »Glaubenskrise«, die ihn beinahe vom Judentum insgesamt abbrachte. Damals reiste er mit zwei transgeschlechtlichen Freunden nach Israel und in die palästinensischen Gebiete. Nach der Teilnahme an gewaltfreien Protesten im Westjordanland war er dabei, den »Zionismus zu verlernen«. Auf dem gleichen Trip, mehr als 7.000 Meilen von zu Hause, in sicherer Entfernung, um zu experimentieren, bekannte er sich als transgeschlechtlich und fing an, männliche Pronomen zu verwenden.

Das Erlebnis zeigte ihm den »Zusammenhang zwischen der Befreiung des Geschlechts und der Befreiung Palästinas«: Beide bringen »Heilung und Selbstbestimmung«. Aber da die Behandlung der Palästinenser durch die Israelischen Verteidigungskräfte zu sehen, erschütterte seinen Glauben. »Ich entschied, ich könnte mich vom Judentum abwenden oder dem Judentum zuwenden und sehen, ob es eine Quelle der Heilung und Ganzheit und des gelebten Weges sein könnte«, sagte er.

Fornari entschied sich für Letzteres, und schrieb sich im Jahr 2008 am »Hebrew College« ein. Als Rabbinerstudent hat er versucht, die Geschlechtertransition als einen Grund zum Feiern in der jüdischen Tradition auszuarbeiten, nicht als etwas, das verschwiegen oder versteckt werden muß. »Bekenne, weil es eine heilige Sache ist«, sagte er. Transgeschlechtliche Juden sollen spüren, daß »ich das nicht nur mache, weil ich überleben muß, sondern weil es das ist, was Gott für uns will. Es ist ein Teil dessen, der Welt Gottes Willen zu bringen.«

Fornari hat seinen Aktivismus für die Rechte der Palästinenser fortgesetzt und dient im rabbinischen Rat »Jüdische Stimme für den Frieden« (»Jewish Voice for Peace«). (Anm.: Wie wäre es mit »Zionistische Stimme für den Frieden«?) Er veröffentlichte auch Essays über Geschlechtertransition und Judentum. In einem Artikel des Jahres 2007 im jüdischen Ideenjournal (Jewish journal of ideas) SH'MA, beschreibt er den Gebrauch einer Binde mit Zizijot (Anm.: die vier Fransen am an der Seite offenen jüdischen Unterhemd) zum Komprimieren der Brust, um einen modifizierten Tallit Katan (Anm.: das jüdische Unterhemd) zu schaffen, eine jüdisch-traditionelle Unterwäsche mit Fransen für Männer. Er und Kukla verfaßten ein Gebet, das während des Bindens der Brust rezitiert wird: »Für die Mizwa (Anm.: ein Gebot im Judentum) der rituellen Fransen und die Mizwa der Selbstformung.«
Hier finden Sie den Originalartikel, For Ari Lev Fornari, Gender and Palestinian Liberation Are Linked.

Eine »Jüdische Stimme für den Frieden«? Wie wäre eine »Zionistische Stimme für den Frieden«?

Vorwärts zu Nr. 6:
Leiah Moser fordert den jüdisch-progressiven Feminismus heraus

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16. Juli 2013/19. Juli 2013 -- Als Leiah Moser im letzten Jahr ihre Geschlechtertransition begann, erfuhr sie in der rabbinischen Schule, wo viele ihrer Kommilitonen neue Identitäten und sogar neue Namen ausprobierten, einen unerwarteten Dämpfer. »Alle meine Klassenkameraden durchlaufen diesen extrem intensiven Transformationsprozeß, und die meisten von ihnen fühlen sich dabei ebenso herausgefordert und verwirrt wie ich bei meiner Geschlechtertransition«, sagte sie.

Moser, eine Studentin am RRC im dritten Jahr, beschloß, Rabbinerin zu werden, nachdem sie begann, in ihrer Synagoge in Tulsa, Oklahoma, Führungspositionen zu übernehmen. Sie und ihre Frau, die seit 2006 verheiratet sind, konvertierten im Jahr 2009 zum Judentum, nachdem sie die Lehren von Irwin Kula entdeckten, ein Rabbiner und Autor.

Vor Mosers Transition hatte das Paar die typischen jüdischen Geschlechterrollen angenommen: Am Sabbat rezitierte Moser den Segensspruch (Kiddusch), während ihre Frau die Kerzen anzündete. »Ich denke, in gewisser Weise versuchen wir, eine idealisierte Form einer jüdisch-heteronormativen Familie nachzuahmen«, sagte sie. Aber sich wie eine »bärtige, fransentragende männliche Person« zu kleiden, fühlte sich wie eine Vorstellung an; nachdem sie am RRC anderen transgeschlechtlichen und geschlechternonkonformen Menschen begegnete -- darunter Jacob Lieberman -- begab sich Moser auf den »erschreckenden Weg, herauszuarbeiten, was mein Geschlecht tatsächlich war«.

Heute taucht Moser, 31, in der jüdisch-feministischen Lehre und schreibt auf ihrer Blogseite DAG GADOL -- wörtlich »großer Fisch« -- über ihre Erfahrungen. Ihre Entscheidung, eine Perücke und ein Kopftuch zu tragen, teils aus der Not heraus, um ihr ausgedünntes Haar zu verdecken, ist eine überraschende Quelle für Gespräche mit Feministinnen, die den orthodoxen Kleidungsstil selbst ablehnten. Viele Frauen am RRC beten (dawnen) mit Gebetsriemen (Tefillin), aber Moser nicht. (Anm.: Siehe »The Origin of Satur'Day Worship« für die Verbindung zum Satanismus.)

Moser hofft, eine Kanzelrabbinerin zu werden, aber sie räumt ein, daß es für einige Gemeinden, in die sie perfekt als Mann passen würde, vielleicht schwer wäre, sie heute zu akzeptieren. Dennoch sagte sie, »es ist unsere Pflicht, draußen zu sein, an vorderster Front in der jüdischen Gemeinschaft, als Vorbilder für andere Transmenschen (trans people) und besonders Transfrauen (trans women)«.
Hier finden Sie den Originalartikel, Leiah Moser Challenges Progressive Jewish Feminism.

Mit immer mehr Menschen, die ihre Sexualität aus dem Privaten ins Öffentliche katapultieren, wie könnte da die Zukunft aussehen?

Wir schalten um zu FAILED MESSIAH:
Ex-jüdisch-orthodoxe Transsexuelle kandidiert für Australiens Parlament

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1. September 2013 -- Melissa Starr kandidiert unter der »Sexpartei« (»Sex Party«) für Australiens Parlament. Sie ist jüdisch, eine ehemalige Baal Teschuwa (Anm.: streng religiöse Rückkehrerin) -- und eine Transsexuelle.

Hier sind ihre Wahlversprechen. (Anm.: Mehr reden über Sexfragen. Mehr reden über Sexerziehung. Mehr reden über Drogen. Mehr reden über die Sicherheit Israels. In einem ökonomisch verantwortlichen und sozial progressiven Rahmen. Und zur Krönung gibt es sogar das Thema sexueller Kindesmißbrauch -- wollten sich mit dem Thema nicht auch die bundesdeutschen Grünen vor kurzem Gehör verschaffen?)

Hier finden Sie den Originalartikel, Ex-Orthodox Transsexual Woman Standing For Australian Federal Parliament.

Was mir dabei einfällt?

transgender rabbis

Samstag, 17. August 2013

Reisewarnung für Israel

Eine bis ins Jahr 2003 zurückreichende Artikelsammlung über das Profitsegment Organabzocke.

Zum Aufwärmen die Überschriften (und Quellen) der Texte, die, sollten sich offiziell etablierte Schulungs- und Informationsquellen einschalten, womöglich jedoch als Gerücht bezeichnet werden könnten:

-- Israelischer Holocaustüberlebender, der zum illegalen Organhändler wurde, in Rom verhaftet (YNET)
-- USA: Israeli wegen Handel mit Nieren zu 2,5 Jahren Gefängnis verurteilt (HAARETZ/REUTERS)
-- Gerichtsmedizinisches Institut begrub Körperteile in Massengrab (YNET)
-- Israelischer Verdächtiger wegen illegalen Organhandels im Kosovo festgenommen (MAAN NEWS/REUTERS)
-- Netcare der illegalen Transplantation von Nieren schuldig (INDEPENDENT ONLINE)
-- Israeli unter Verdacht, illegalen ukrainischen Organhandelring zu betreiben (HAARETZ)
-- Israels Polizei verhaftet Verdächtigen in illegalem Organhandelbetrug (HAARETZ)
-- Festnahmen in illegalem israelischen Organhandelring (JEWISH TELEGRAPHIC AGENCY)
-- Israels Polizei deckt im Norden illegalen Organhandelring auf (HAARETZ)
-- Israelische Polizei deckt im Norden illegalen Organhandelring auf (BBC)
-- Regierungsvertreter sagen, daß Israel ohne Erlaubnis Organe erntete (CNN)
-- Offizielle sagen, daß Israel in den 1990er Jahren ohne Genehmigung Organe erntete (U-T SAN DIEGO/ASSOCIATED PRESS)
-- Jerusalemer wegen illegalen Organhandels festgenommen (JEWISH TELEGRAPHIC AGENCY)
-- US-Professorin: Ich berichtete dem FBI vor 7 Jahren vom illegalen Nierenhandel (HAARETZ)
-- Rabbis unter 44 Verhafteten in Korruptionsuntersuchung in New York und New Jersey (HAARETZ)
-- US-Rabbis verdächtigt, Verkauf von menschlichen Nieren vermittelt zu haben (HAARETZ/REUTERS)
-- Gericht verlängert Untersuchungshaft für verdächtigte „Organmakler„ (HAARETZ)
-- Medizinisches Establishment beschämt, nachdem in der Türkei ein israelischer Top-Chirurg verhaftet wurde (HAARETZ)
-- Israeli des illegalen Organhandels verdächtigt (JERUSALEM POST)
-- Berüchtigter Chefpathologe soll erneut der Bestrafung entgehen (ISRAEL NATIONAL NEWS)
-- In Brasilien verhafteter Ex-Offizier der israelischen Armee wegen illegalen Organhandels angeklagt (AFP)
-- Israeli in Südafrika verurteilt, illegal eine Niere erhalten zu haben (HAARETZ/ASSOCIATED PRESS)
-- Vier Israelis wegen illegalen Organhandels in Brasilien und Südafrika festgenommen (HAARETZ)
-- Polizei glaubt, des illegalen Organhandels Verdächtigter floh aus Israel (HAARETZ)


(Auslöser für diese Sammlung war der jüngste Fall „Neue Details über illegalen Organhandelring zwischen Israel und Costa Rica“, den Sie hier finden.)

Israelischer Holocaustüberlebender, der zum illegalen Organhändler wurde, in Rom verhaftet

Gedalia Tauber, ein ehemaliger IDF-Soldat und Polizist, der in Brasilien wegen Handels mit menschlichen Organen eine 11jährige Haftstrafe absaß, wurde in Rom verhaftet, nachdem er vor drei Jahren entkam

1702

9. Juni 2013 -- Bei einer routinemäßigen Paßkontrolle am Flughafen Rom-Fiumicino (Aeroporto di Roma-Fiumicino „Leonardo da Vinci“) erregte die Identität eines scheinbar harmlosen alten Mannes den Verdacht des italienischen Sicherheitspersonals.

Nachdem der Name des Mannes ins System eingegeben wurde, stellten die Beamten erschüttert fest, daß er einer der meistgesuchten illegalen Organhändler auf der Welt war.

Der 77jährige Gedalia Tauber -- Holocaustüberlebender, Ex-Soldat der „Flottille 13“ („Shayetet 13“) und ehemaliger Leiter von Tel Avivs Betrugsermittlungseinheit der Bezirkspolizei -- wird der Zusammenarbeit mit einer Reihe brasilianischer Staatsangehöriger zur Leitung eines internationalen Organschmuggelringes verdächtigt, der sich von Brasilien über Südafrika nach Israel ausbreitete.

Zusammen mit seinen südamerikanischen Mitverschwörern wird Tauber der Ernte und des Handels der Organe von rund 19 Brasilianern verdächtigt.

Im Januar 2002 wurde von einem brasilianischen Gericht ein internationaler Haftbefehl gegen ihn ausgestellt und 2003 wurde er in dem Land verhaftet und für seine Rolle in dem Ring zu 11 Jahren verurteilt.

Laut Angaben, zu denen die Polizei während der Ermittlung gegen Tauber gelangte, fanden alle der medizinischen Prozeduren in Südafrika statt, wobei der Ring pro Nierenspende 6.000 bis 12.000 Dollar bot.

Auf der Flucht

Taubers Freilassung war für September 2012 vorgesehen, er floh jedoch während eines 30tägigen Urlaubs im Jahr 2009 und ist seitdem auf der Flucht gewesen, ohne irgendeine Spur auf seinen Aufenthaltsort -- bis jetzt, als er an diesem Wochenende plötzlich in Rom auftauchte.

Nach Angaben der italienischen Polizei, die erklärte, daß an dem Ring keine italienischen Staatsbürger beteiligt waren, war der Ring selbst nicht in Morde involviert, um die Organe zu erhalten.

Der Ring warb laut brasilianischen Medien arme Brasilianer an, verleitete sie für eine relativ geringe Menge Geld, ihre Organe zu „spenden“, und verkaufte die Organe dann angeblich, zusammen mit einem zusätzlichen israelischen Verschwörer, für fast das 20fache des Betrags, das dem Spender gezahlt wurde, nach Israel, das von der zweifelhaften Herkunft keine Kenntnis hatte.

Taubers Sohn, der in Israel lebt, weigerte sich, die Verhaftung seines Vaters zu kommentieren und sagte: „Ich habe an dieser Stelle nichts zu sagen.“
Hier finden Sie den Originalartikel, Israeli Holocaust survivor turned organ trafficker arrested in Rome.
USA: Israeli wegen Handel mit Nieren zu 2,5 Jahren Gefängnis verurteilt

Ein 61jähriger Israeli, der in Brooklyn lebt, bekennt sich im Sinne der Anklage schuldig, bei drei Gelegenheiten Nierentransplantationen zwischen bezahlten Spendern und Empfängern vermittelt zu haben.

1703

12. Juli 2012 -- Ein israelischer Mann, der sich schuldig bekannte, in den Vereinigten Staaten für Profitzwecke illegal Nierentransplantationen vermittelt zu haben, wurde laut Staatsanwaltschaft am Mittwoch in der ersten derartigen Verurteilung nach Bundesrecht zu 2,5 Jahren Haft verurteilt.

Levy Izhak Rosenbaum, ein 61jähriger israelischer Staatsbürger aus Brooklyn, bekannte sich im Oktober letzten Jahres im Sinne der Anklage schuldig, bei drei Gelegenheiten Nierentransplantationen zwischen bezahlten Spendern und Empfängern vermittelt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft sagte, Rosenbaum berechnete zwischen 120.000 und 150.000 Dollar, um zwischen 2006 und 2009 drei Einwohnern von New Jersey zu helfen, Nieren für Transplantationen zu finden.

In einem Fall bekannte er sich außerdem der Verschwörung zur Vermittlung einer vierten Nierentransaktion schuldig, nachdem eine verdeckte Ermittlung mit einem FBI-Agenten, der vorgab, einen kranken Onkel zu haben, zu seiner Verhaftung führte.

Die Staatsanwaltschaft sagte, daß Rosenbaum Spender, die bereit waren, im Tausch gegen Bezahlung eine Niere aufzugeben, üblicherweise durch Zeitungsanzeigen in Israel fand (Anm.: die kein Mensch den Behörden meldete?), und daß er bei der Planung der notwendigen Blutuntersuchungen zur Gewährleistung einer Übereinstimmung und bei der Reise des Spenders in die Vereinigten Staaten half.

Als Teil seines Dienstes half er den Spendern und Empfängern laut Staatsanwaltschaft auch, eine Geschichte zur Tarnung zu erfinden, um das Krankenhauspersonal durch einen Trick dazu zu bringen zu denken, die Spende wäre kein illegaler Geschäftsabschluß, sondern ein rein altruistischer Austausch zwischen Freunden oder Verwandten, was legal ist.

Die örtlichen Medien berichteten, daß in der mündlichen Verhandlung am US-Bezirksgericht in Trenton, New Jersey, am Mittwoch immerhin eine Verwandte eines Nierenempfängers zu Rosenbaums Verteidigung sprach und sagte, er wäre ein Held, der half, das Leben ihres Vaters zu retten. (Anm.: Und unter den modern-orthodoxen Verwandten und Bekannten fand sich kein edler Spender, der 120.000 Dollar haben wollte?)

Doch immerhin einer der Spender, der zustimmte, mit der Regierung im Austausch gegen Immunität vor Strafverfolgung in dem Fall zu kooperieren, schilderte dem Gericht, daß er sich durch Rosenbaum ausgebeutet fühlte.

Paul J. Fishman, der US-Staatsanwalt von New Jersey, dessen Büro den Fall strafrechtlich verfolgt, sagte, Rosenbaum war nicht durch die Rettung von Menschenleben motiviert, sondern durch Profit.

„Ein schwarzer Markt, wo die mit Geld versorgten Kranken von den weniger Glücklichen Ersatzteile kaufen können, ist nicht nur düster -- er teilt lebensrettende Behandlungen unfair auf, beleidigt die Spenderwürde und verstößt gegen das Gesetz“, sagte Fishman nach der Verurteilung durch Richterin Anne E. Thompson in einer Erklärung.

„Gefängnis ist eine angemessene Strafe für Levy Rosenbaums illegale Kapitalisierung der Verzweiflung anderer. Obwohl Rosenbaum sich selbst als ein wohlwollender Vermittler von Nieren darstellte, ging der kriminelle Profit direkt in seine Tasche.“

Rosenbaums Anwälte konnten nicht sofort für einen Kommentar erreicht werden. Die Staatsanwaltschaft sagte, daß Rosenbaum für jeden der vier Punkte, derer er sich schuldig bekannte, bis zu fünf Jahre Gefängnis drohten.

Rosenbaum hatte zuvor ausgemacht, die 420.000 Dollar einzubüßen, die er in den Nierenvermittlungsfällen verdiente, für die er verurteilt wurde. Er soll seine Strafe am 12. Oktober antreten. Da er kein US-Bürger ist, werden die Einwanderungsbehörden entscheiden, ob sie versuchen, ihn abzuschieben, sobald er seine Strafe abgesessen hat. (Anm.: Wie wäre es mit einer zweiten Chance in Deutschland?)
Hier finden Sie den Originalartikel, Israeli sentenced to 2.5 years in prison in U.S. for dealing kidneys.
Gerichtsmedizinisches Institut begrub Körperteile in Massengrab

Inmitten der Bemühungen des Gesundheitsministeriums, Organe und Gewebe zu begraben, die durch das Gerichtsmedizinische Institut gesammelt wurden, deuten neue Beweise darauf hin, daß nicht gekennzeichnete Proben ohne Erlaubnis von Familien in einem Massengrab begraben wurden.

3. Juni 2012 -- Der Skandal weitet sich aus: YNET erfuhr am Donnerstag, daß Dutzende von Organen und Gewebeproben von Körpern, die das „Abu Kabir Institut für Gerichtsmedizin“ („Abu Kabir Institute for Forensic Medicine“) obduzierte, ohne Ankündigung oder Erlaubnis der Familien der Verstorbenen in einem Massengrab begraben wurden.

Die fraglichen Proben wurden in Gläsern (jars) aufbewahrt, von denen die Details zur Identifizierung entfernt wurden. Das Gesundheitsministerium bestätigte die Details, weigerte sich aber, die Lage der vermuteten Grabstätte offenzulegen.

Nachdem YEDIOTH AHRONOTH aufdeckte, daß Direktor Prof. Yehuda Hiss im Laufe der Jahre Körperteile und Gewebeproben von Polizeiautopsien versteckt hatte, kündigte das Gesundheitsministerium eine Kampagne für eine „letzte Ruhestätte“ („Final Resting Place“ campaign) an, geschaffen, um für die etwa 8.000 im Institut für Gerichtsmedizin verbliebenen Proben eine passende Bestattung zu bieten.

Anfangs versuchte das Ministerium, die Tausende von Gläsern zu identifizieren, um zu bestimmen, wem die sterblichen Überreste gehörten, war in der Hauptsache aber von den Etiketten der Gläser abhängig. Es scheint nun, daß die Schrift auf einiger der Etiketten bis über die Lesbarkeit hinaus verblich, und daß die Inhalte dieser Gläser en masse begraben wurden.

1704

Deshalb beschloß das Gesundheitsministerium, das Programm nur auf sterbliche Überreste anzuwenden, für die es eine „Nachfrage“ gab -- die Teile, für die die Familienmitglieder der Verstorbenen ein Dokument unterzeichnet oder den Dienst per Telefon kontaktiert hatten, um die Teile mit den Körpern zu begraben.

Bisher sind auf der Hotline des Ministeriums für eine „letzte Ruhestätte“ rund 1.000 Anfragen eingegangen, die die sterblichen Überreste von etwa 400 Personen betreffen.

Rechtsanwalt Ido Orlansky von der Anwaltsfirma, die die Familien vertritt, drückte über die neue Entwicklung in dem Skandal sein Erstaunen aus und erklärte, die Nichtzuordnung der Proben und Organe mit den Körpern und die daraus resultierenden Probleme bei der Bestimmung, welche der sterblichen Überreste zu welchem Körper gehören, wären ein „schwerer Fehler, der die Toten geringschätzt“.

Orlansky sagte, daß Familien von Verstorbenen, deren Gewebeproben bzw. Organe ohne deren Wissen begraben wurden, ein Recht hätten, das Institut zu verklagen.

1705

Das Gesundheitsministerium erwiderte, daß „Dutzende von nicht identifizierten Gläsern“ begraben wurden. Es war nicht möglich, einen DNA-Test durchführen und es war nicht nötig, weder beruflich noch medizinisch“. (Anm.: Anführungszeichen laut Original.)

Das Ministerium sagte auch, daß es derzeit alle seine Ressourcen für eine ehrenvolle Beisetzung der Gewebeproben einsetzt, die eigentlich in einem Massengrab beigesetzt werden sollten. Die Aspekte des Verhaltens des Instituts werden überprüft und diese Untersuchung wird fortgesetzt, sobald die erste Stufe der Kampagne der „letzten Ruhestätte“ abgeschlossen ist.

„Uns traf plötzlich eine Bombe“, sagte Ahronson gegenüber YNET. „Wir hatten das Glück, im Radio von der Kampagne zu hören und wir riefen die Hotline an. Sie sagten uns, daß Meitals sterbliche Überreste im Institut wären. Was haben wir also begraben? Wir dachten, wir legten unsere Tochter zur letzten Ruhe.“

Ahronson sagte: „Niemand fragte um meine Erlaubnis, Teile von ihr in einem separaten Massengrab zu begraben. Ich würde nie erlauben, sie mit anderen zu begraben.“
Hier finden Sie den Originalartikel, Forensic Institute buried body parts in mass grave.
Israelischer Verdächtiger wegen illegalen Organhandels im Kosovo festgenommen

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25. Mai 2012 -- Ein Verdächtiger in einem illegalen Organhandelskandal, der im Jahr 2008 im Kosovo ans Licht kam, ist in Israel verhaftet worden, sagte in dem Balkan-Land am Freitag die Polizei- und Justizmission der Europäischen Union.

Moshe Harel wurde in Verbindung mit einer parallelen Untersuchung in Israel zusammen mit mehreren anderen Personen festgenommen, sagte die als EULEX bekannte Mission.

Die Polizei im Kosovo beschuldigt den Israeli Harel, Menschen in Not für Nierentransplantationen ausgesucht zu haben und die Spender aus der Türkei und den ärmeren Ländern der ehemaligen Sowjetunion mit dem Versprechen einer Zahlung in Höhe von 15.000 Euro (20.000 Dollar) in den Kosovo gelockt zu haben. Es ist nicht bekannt, ob sie das Geld erhielten.

Die Organe wurden dann für 80.000 bis 100.000 Euro (100.000 bis 125.000 Dollar) verkauft.

Der Skandal kam im Jahr 2008 ans Licht, als am Flughafen von Pristina ein türkischer Mann mit sichtlich Schmerzen aufgehalten wurde, dessen Niere entfernt worden war.

Der illegale Handelsring ging von der auf einer Wohnstraße am Rande von Kosovos Hauptstadt Pristina gelegenen Medicus Klinik aus. Der Eigentümer der Klinik, Lutfi Dervishi, sein Sohn und fünf weitere Personen stehen in der Stadt wegen dem Vorwurf des illegalen Handels mit menschlichen Organen vor Gericht.

Für Yusuf Ercin Sonmez, einen türkischen Chirurgen, stellte Interpol ebenfalls einen Haftbefehl aus.

„Harel ist ein Hauptverdächtiger in einer im Juni 2011 eingereichten gesonderten aber parallelen Untersuchung über die Anklage gegen Medicus, in der ihm die Straftaten Menschenhandel und organisierte Kriminalität zur Last gelegt werden“, sagte TELEX [sic!] am Freitag in einer Erklärung.

Zum Datum seiner Verhaftung gab die Erklärung keine weiteren Einzelheiten oder näheren Angaben.

Berichte örtlicher Medien im Kosovo zitierten den EULEX-Staatsanwalt Jonathan Ratel mit den Worten, die Mission würde sich um Harels Auslieferung bemühen.

Die Aufmerksamkeit zu Vorwürfen über illegalen Handel ist gestiegen, seit der Europaratsgesandte Dick Marty im Jahr 2010 kosovoalbanische Guerillakämpfer beschuldigte, während des Kosovo-Krieges von 1998 bis 1999 Organe von Gefangenen zu ernten, vornehmlich von Serben.
Hier finden Sie den Originalartikel, Israeli suspect in Kosovo organ trafficking arrested.
Netcare der illegalen Transplantation von Nieren schuldig

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9. November 2010 -- Die Polizei teilte am Dienstag mit, daß Netcare KwaZulu (NKZ), auch bekannt als St. Augustinus, das erste Krankenhaus der Welt sein könnte, das, nachdem es sich schuldig bekannte und eine Geldstrafe für illegale Nierentransplantationen erhielt, wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit menschlichem Gewebe verurteilt wird,

Polizeisprecher Oberst Vishnu Naidoo sagte in einer Erklärung: „Es hat sich herausgestellt, daß die Verurteilung eines Krankenhauses wegen Fällen, die wie in diesem menschliches Gewebe betreffen, womöglich die erste Verurteilung auf der Welt ist.“

Netcare KwaZulu wurde durch das Gericht für Wirtschaftskriminalität (Commercial Crimes Court) zu einer Geldstrafe von 4 Millionen Rand (306.695 Euro) verurteilt, nachdem es sich des illegalen Transplantierens von Nieren im Krankenhaus St. Augustinus in Durban schuldig bekannte.

„Dieses Projekt war zwar lang, kompliziert und komplex, aber fruchtbar. Es wurde seit 2003 von Stabsfeldwebel (Warrant Officer) K. G. Chetty untersucht und von Hauptmann (Captain) Louis Helberg geleitet.“

Naidoo sagte, die Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt fingen an, das Verbrechen ernst zu nehmen.

„Der ‚Südafrikanische Polizeidienst‘ (‚South African Police Service‘, SAPS) war bei den Vereinten Nationen und auf anderen Konferenzen auf der ganzen Welt, um Wissen und Praktiken auszutauschen, damit unsere Kollegen diese Art von Verbrechen wirksam in den Griff bekommen.“

Netcare KwaZulu wurden 100 Fälle in drei Hauptanklagen vorgeworfen, darunter, daß Mitarbeiter des Krankenhauses zwischen 2001 und November 2003 illegal Nieren erworben hatten.

Es wurde auch der Durchführung von Transplantationen angeklagt, in denen fünf der Anbieter (suppliers) Minderjährige waren und für die Operationen Zahlungen erhielten.

Im Hinblick auf den aus den Transplantationen gemachten Profit verfügte das Gericht gegen das Unternehmen eine Einziehungsentscheidung (confiscation order) in Höhe von 3,8 Millionen Rand (291.359 Euro).

Die Vorwürfe beziehen sich auf mehr als hundert Operationen, die im Krankenhaus zwischen 2001 und 2003 durchgeführt wurden, für die Menschen -- vor allem Brasilianer -- gerade einmal 42.000 Rand (3.220 Euro) erhielten, damit sie ihre Nieren für israelische Patienten spenden.

Naidoo sagte, die Strafe beinhaltete eine kumulative Geldstrafe von 4 Millionen Rand und eine Einziehungsentscheidung von 3,8 Millionen Rand.

Er sagte, vier Chirurgen, ein Arzt, zwei Mitarbeiter von Netcare und ein Übersetzer, der mit dem Fall im Oktober in Verbindung steht, erhielten Vorladungen.

Die Personen sollen am 23. November vor dem Landgericht Durban erscheinen.

Netcares Geschäftsführer Dr. Richard Friedland wurde vorgeworfen, von den illegalen Transplantationen Kenntnis gehabt und sie weiterhin erlaubt zu haben.

Am Dienstag kündigte Netcare an, daß die Vorwürfe gegen Netcare Limited und Friedland bedingungslos zurückgezogen wurden.

In der Erklärung hieß es, daß Netcare, Netcare Kwa-Zulu Proprietary Limited und Friedland zusammen mit anderen Personen einer Reihe von Straftaten angeklagt wurden, die sich aus den Organtransplantationen ergeben, die von mehreren Fachärzten an Netcares Krankenhaus St. Augustine durchgeführt wurden.

„Netcare Kwa-Zulu Proprietary Limited hat mit dem Staat eine Vereinbarung getroffen, in deren Rahmen es sich bestimmter Straftaten schuldig bekennt.“

Der Präsident des Verwaltungsrats von Netcare, Jerry Vilakazi, sagte, es wurde für Netcare deutlich, daß bestimmten Mitarbeitern von Netcare Kwa-Zulu Proprietary Limited bewußt gewesen sein muß, daß an die Spender für ihre Nieren Zahlungen geleistet worden sein müssen -- und daß bestimmte Nierenspender Minderjährige waren, als die Nieren entfernt wurden.

Friedland sagte in der Erklärung, daß keiner der Mitarbeiter, die an den kriminellen Aktivitäten beteiligt waren, von Netcare oder Netcare Kwa-Zulu Proprietary Limited weiter beschäftigt wurde.

Friedland sagte, daß die Mitarbeiter nicht nur gegen das Gesetz verstießen, sondern auch Netcares eigene interne Richtlinien mißachtet hatten.

Er sagte, daß die Vorschriften in Fällen von Transplantationen zwischen nichtverwandten Personen eine ministerielle Genehmigung erforderlich wäre und daß Spenden nur für humane Zwecke durchgeführt werden könnten.

Friedland sagte auch, daß er dem Wunsch des Verwaltungsrats beipflichtete, nicht zu versuchen, gegen die Verantwortlichen Rechtshilfe einzulegen, die gegen ihn zu Unrecht ein Strafverfahren einleiteten.
Hier finden Sie den Originalartikel, Netcare guilty of illegal kidney transplants.
Israeli unter Verdacht, illegalen ukrainischen Organhandelring zu betreiben

Laut ARMY RADIO rekrutiert der Ring potentielle Nierenspender im Internet und zahlt 10.000 Dollar pro Niere, bevor er die Organe nach Israel sendet.

6. August 2010 -- ARMY RADIO berichtet, daß am Freitag ein israelischer Mann verhaftet wurde, weil er in der Ukraine angeblich ein illegales Organhandelnetzwerk betreibt.

Die ukrainische Polizei verhaftete den Israeli, dessen Name nicht preisgegeben wurde, zusammen mit 12 anderen Personen.

Laut dem Bericht operierte das Netzwerk seit mehr als drei Jahren und warb im Internet Spender an. Die meisten der Spender waren junge Frauen, die vereinbarten, für 10.000 Dollar eine Niere zu verkaufen.

Der Leiter der ukrainischen Organisation zur Bekämpfung des illegalen Menschenhandels sagte nach den Festnahmen im Rahmen einer Pressekonferenz, daß die Organe dann angeblich zu Israelis transferiert wurden, die auf eine Nierentransplantation warten, die über 200.000 Dollar kostet.

Die ukrainische Polizei schätzt, daß das Netzwerk einen Bruttobetrag von 40 Millionen Dollar verdiente. (Anm.: Gibt es keine investigativen israelischen Journalisten, die schätzen, wie hoch die die jährlichen Einnahmen dieses Geschäftsmodells sind?)

Die Einrichtung, in der die angeblichen Operationen zum Entnehmen der Nieren stattfanden, bestritt die Vorwürfe.
Hier finden Sie den Originalartikel, Report: Israeli suspected of running Ukraine organ trafficking ring.
Israels Polizei verhaftet Verdächtigen in illegalem Organhandelbetrug

Mann aus Jerusalem verdächtigt, als Vermittler zum Kaufen von Nieren von Spendern im Ausland zu arbeiten und sie an israelische Transplantationspatienten zu verkaufen.

1. August 2010 -- Die Jerusalemer Polizei verhaftete am Sonntag einen Mann, der verdächtigt wird, im Rahmen einer internationalen Operation zu arbeiten, die mit menschlichen Organen handeln soll.

Der 67jährige Mann wird verdächtigt, als Vermittler zu arbeiten, um von Spendern im Ausland Nieren zu kaufen und sie an israelische Patienten zu verkaufen, die auf eine Transplantation warten.

In einem Fall betrog der Mann, dessen Name nicht veröffentlicht wurde (Anm.: weil er eine zweite Chance verdient?), einen israelischen Patienten angeblich um Zehntausende von Dollar.

Nach der Bezahlung des Vermittlers wurde der Patient aufgefordert, an Bord eines Fluges nach Südamerika zu gehen und an einem festgelegten Treffpunkt mit einem Spender in Kontakt zu treten. Doch bei der Ankunft wurde dem Patienten erklärt, daß die Transplantation aufgrund technischer Probleme nicht stattfinden konnte. Später stellte sich heraus, daß kein Spender existierte. (Anm.: Wurde in der Zwischenzeit vielleicht versucht, einen Spender zu „organisieren“?)

Bis zu einer Entscheidung durch die Staatsanwaltschaft über eine Anklage des Verdächtigen, der in der Vergangenheit wegen ähnlicher Vergehen verhaftet wurde, wird erwartet, daß die Polizei ein Gericht auffordert, seine Untersuchungshaft zu verlängern.
Hier finden Sie den Originalartikel, Israel police arrest suspect in human organ trafficking scam.
Festnahmen in illegalem israelischen Organhandelring

8. April 2010 -- Die israelische Polizei verhaftete sechs Männer aus Nordisrael wegen des Vorwurfs, in einen illegalen Organhandelring involviert zu sein.

Die Verdächtigen, darunter ein militärischer Brigadegeneral und zwei Anwälte, wurden Berichten zufolge am Mittwoch verhaftet. Der Ring ermittelte potenzielle Organspender angeblich durch Anzeigen, die im Austausch für ihre Nieren bis zu 100.000 Dollar versprachen. Einigen wurden angeblich 10.000 Dollar und anderen überhaupt nichts bezahlt. Die Transplantationen fanden in Ecuador, Aserbaidschan und auf den Philippinen statt, und erfolgten unter ärztlicher Aufsicht, die unter dem Durchschnitt lag. Einige der Spender leiden noch immer unter medizinischen Komplikationen.

Israel ächtete im Jahr 2008, Organspendern finanzielle Belohnungen zu bieten; alle Organtransplantationen sollen durch das „Nationale Transplantations- und Organspendezentrum“ („National Transplant and Organ Donation Center“) durchgeführt werden. Israel wurde beim Thema illegaler Organhandel als einer der weltweiten Krisenherde angeführt.
Hier finden Sie den Originalartikel, Israeli organ trafficking ring arrested.
Israels Polizei deckt im Norden illegalen Organhandelring auf

Sechs Männer verhaftet, darunter ein IDF-Brigadegeneral und zwei Rechtsanwälte; Frau wurden laut Bericht 100.000 Dollar für Niere geboten.

7. April 2010 -- Die Polizei verhaftete am Dienstag sechs Männer, die verdächtigt werden, in einen Organhandelring im Norden Israels involviert zu sein. Unter den Verdächtigen sind ein IDF Reserven Brigadegeneral und zwei Anwälte.

Die Abteilung für Betrug und Veruntreuung in Nordisrael hat eine verdeckte Ermittlung durchgeführt, die einer Beschwerde einer 50jährigen Frau aus Nazareth folgte, die auf eine Anzeige auf arabisch antwortete, die 100.000 Dollar für eine Niere bietet.

Die Frau unterzog sich medizinischen Untersuchungen, um eine Verträglichkeit zu gewährleisten, und sie wurde dann in ein Land in Osteuropa geflogen, wo sie ihre Niere entnahmen. Die Frau sagte, daß sie, als sie nach Israel zurückkehrte, nicht das versprochene Geld erhielt. Die Polizei sagt, daß seitdem ähnliche Beschwerden eingingen.

Die Polizei sagte auch, daß sie während der Untersuchung eine große, sehr gut organisierte Industrie des illegalen Organhandels aufdeckte. Der Ring enthält Organhändler, Vermittler und Anwälte.

„Der Ring operiert in ganz Israel und nicht nur im Norden, und appelliert über die örtlichen Medien und das Internet an die Öffentlichkeit“, sagte ein Polizeibeamter. „Die illegalen Organhändler erhalten irgendwie (Anm.: über Mitglieder der ehrenwerten Familie?) Informationen über mögliche Transplantationskandidaten und sie bieten ihnen ihre Dienste an“, sagte er.

Die Ermittler sagen, daß die illegalen Händler für eine Nierentransplantation in der Regel rund 120.000 Dollar verlangen, während die Spender, von denen die meisten in ernsten finanziellen Schwierigkeiten sind, ausgenutzt werden und rund 10.000 Dollar erhalten. Einige von ihnen bekommen sogar kleinere Summen, und einige erhalten überhaupt kein Geld.

Die Spender unterzeichnen einen Vertrag und füllen betrügerische Erklärungen aus, die eine familiäre Verbindung zwischen dem Spender und dem Empfänger angeben, was in den Ländern, in denen die Operationen stattfinden, eine Voraussetzung ist.

Anschließend unterziehen sich die Spender medizinischen Untersuchungen, wo sie nach Blutgruppen und anderen Gesundheitskriterien (medical conditions) kategorisiert werden, und werden dann nach Osteuropa, Ecuador und auf die Philippinen geflogen.

Dort unterziehen sich die Spender einer Operation zur Entnahme ihrer Niere und kehren kurz darauf ohne irgendwelche medizinischen Unterlagen nach Israel zurück, häufig unter medizinischen Komplikationen leidend.

Bei der Untersuchung fand die Polizei heraus, daß eine Reihe von Transplantationskandidaten auf ihrem Weg ins Ausland waren, um operiert zu werden. Die Polizei machte die Spender ausfindig und informierte sie, daß sie betrogen wurden. Einige der Spender wurden am israelischen Flughafen „Ben Gurion“ ausfindig gemacht, direkt vor ihrer Abreise.

Die Ermittler sagten, daß es noch weitere, im Ausland ausfindig gemachte Betrugsopfer gibt, die, nachdem sie darüber informiert wurden, daß einige der illegalen Händler verhaftet wurden, nach Israel zurückkehren sollen.
Hier finden Sie den Originalartikel, Israel police uncovers organ trafficking ring in north.
Israelische Polizei deckt im Norden illegalen Organhandelring auf

7. April 2010 -- Ein Brigadegeneral der Armee im Ruhestand ist unter den sechs Verdächtigen, die von der israelischen Polizei im Rahmen einer Ermittlung gegen einen illegalen Organhandelring verhaftet wurden, sagt die Polizei.

Eine verdeckte Operation deckte auf, daß die Organisation bis zu 100.000 Dollar (65.000 Pfund) für Nieren bot, die von Ärzten in armen Ländern transplantiert wurden.

Die Polizei sagte, sie wäre über das Ausmaß des Schmuggelrings „schockiert“ gewesen.

Brigadegeneral der Armee im Ruhestand Meir Zamir, der im Zusammenhang mit dem illegalen Handel verhaftet wurde, gewann im Yom-Kippur-Krieg eine Tapferkeitsmedaille.

„Ein Traum wird wahr“

Der illegale Handelsring kam ans Licht, nachdem eine 50jährige Frau aus Nazareth zur Polizei ging.

Sie sagte, sie wurde nach Aserbaidschan geflogen, wo Ärzte ihre Niere entfernten.

Nach ihrer Rückkehr nach Israel erwartete sie, daß ihr 100.000 Dollar gegeben werden, aber sie hat das Geld nie erhalten.

Ein 18jähriger Mann beschwerte sich bei der Polizei, nachdem ihm 80.000 Dollar angeboten wurden und er für die Operation auf die Philippinen geflogen wurde.

„Wir führten eine verdeckte Ermittlung und wir waren erschüttert, welche Proportionen dies hat“, erklärte Polizeikommissar Ahron Galor YNET NEWS.

„Wir haben erfahren, daß es gibt viele Menschen gibt, die bereit sind, für nur 10.000 Pfund eine Niere zu verkaufen. Das sind Menschen, die große finanzielle Schwierigkeiten haben, für die eine solche Summe bedeutet, daß ein Traum wahr wird.“

Urkundenfälschung

Die illegalen Händler warben im Internet und deuteten an, daß es für Menschen, die seit Jahren auf eine Nierentransplantationen gewartet hatten, eine weitere Lösung gäbe.

Sie boten die Nieren für 140.000 Dollar zum Verkauf an.

Neben General Zamir wurden in der verdeckten Operation noch zwei Rechtsanwälte verhaftet.

Die Anwälte werden verdächtigt, Dokumente gefälscht zu haben, die besagen, daß der Empfänger und der Spender verwandt wären.

Die Polizei sagte, die Mitglieder des Rings versuchten, ihre Spuren zu verwischen, indem sie die die israelischen medizinischen Aufzeichnungen von den Spendern versteckten.

Das machte es für Spender schwer, behandelt zu werden, wenn sie nach der Operation krank wurden.
Hier finden Sie den Originalartikel, Police smash Israeli organ-trafficking ring.
Regierungsvertreter sagen, daß Israel ohne Erlaubnis Organe erntete

1708

21. Dezember 2009 -- In den 1990er Jahren erntete (harvested) Israel Organe aus Körpern, ohne von Angehörigen eine Erlaubnis zu haben, sagte der ehemalige Leiter eines staatlichen Labors für Gerichtsmedizin in einem neu veröffentlichten Interview.

Regierungsvertreter bestätigen, daß die Praxis passierte, betonen aber, daß sie vor Jahren endete. (Anm.: Investigative Journalisten fragen an dieser Stelle, ob es in den 1990er einen erhöhten Bedarf gab und wenn ja, warum ausgerechnet in den 1990er Jahren und warum nicht auch nach den 1990er Jahren, und falls auch nach den 1990er Jahren, wie er nach den 1990er Jahren gedeckt wurde.)

In einem Interview des Jahres 2000, das öffentlich gemacht und über das Wochenende über einen israelischen Fernsehsender ausgestrahlt wurde, diskutierte der einstige Leiter des gerichtsmedizinischen Instituts „Abu Kabir“, Dr. Yehuda Hiss, die Praxis.

„Wir fingen an, für verschiedene Krankenhäuser in Israel Hornhäute zu ernten“, sagte Hiss in dem Interview auf Israels Sendernetz ARUZ 2.

„Was immer getan wurde war höchst unformell. Die Familien wurden nicht um Erlaubnis gefragt“, sagte er.

Hiss sagte, das Ernten beinhaltete auch Herzklappen, Haut und Knochen.

Er sprach mit einer amerikanischen Forscherin, die das Band vor kurzem dem israelischen Sendernetz gab.

Einav Shimron-Grinboim, eine Sprecherin des israelischen Gesundheitsministeriums, gab eine Stellungnahme heraus, in der es hieß, die in dem Bericht diskutierte Praxis war „eine alte Geschichte, die vor Jahren endete“ und daß die Handlungen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle an Israelis ausgeführt wurden, darunter Soldaten.

Zu der Zeit waren die Verfahren nicht klar und wurden seitdem geklärt, sagte sie. Keine der Praktiken führten zu Vorwürfen, sagte sie.

In dem Bericht hieß es, daß Organe zeitweise auch von Palästinensern und ausländischen Arbeitern geerntet wurden.

In dem Interview wurde Hiss nach der Rechtmäßigkeit solcher Praktiken gefragt. „Es war nicht klar“, sagte er und fügte hinzu, daß er dachte, die Familien sollten um Erlaubnis gefragt werden.

Nach dem Erhalt der Erlaubnis (Anm.: welche Erlaubnis?) von Familienangehörigen, eine Autopsie durchzuführen, „taten wir uns keinen Zwang an“, Organe zu ernten, sagte er.

Organe wurden nicht geerntet, wenn geglaubt wurde, daß es Verwandte entdecken könnten, sagte er und fügte hinzu, daß in einigen Fällen zum Schließen von Augenlidern Klebstoff verwendet wurde, um fehlende Hornhäute zu verbergen.

Der Bericht enthielt eine Erklärung des Militärs, der „Israel Defense Forces“, der sagte, daß die Tätigkeit vor einem Jahrzehnt eingestellt wurde.

Im Bericht wird auch beschrieben, daß das Institut „Abu Kabir“ seit Jahren „nicht nur tragische Traueranzeigen (passing announcements) lieferte, sondern auch Nachrichten über gespendete Transplantationsorgane, die das Leben von Hunderten von Patienten retteten“.

Der Bericht kommt vier Monate nach einer anderen Behauptung über das Ernten von Organen in Israel.

Ein im August in einer schwedischen Zeitung veröffentlichter Gastkommentar unterstellte, die israelische Armee entführte und tötete in den 1990er Jahren junge Palästinenser, um ihre Organe zu ernten.

Der Schriftsteller, Donald Bostrom, sagte CNN, er hatte keinen Beweis dafür, daß israelische Soldaten Organe stehlen und daß der Zweck seines Artikels war, eine Untersuchung zu fordern.

Der Artikel löste einen Streit zwischen Schweden und Israel aus. Während sich die schwedische Botschaft von dem Bericht distanzierte, weigerte sich das Außenministerium des Landes, ihn zu verurteilen und sagte, Schweden hat eine freie Presse.

Der israelische Finanzminister Yuval Steinitz nannte es „eine antisemitische Ritualmordlegende gegen das jüdische Volk und den jüdischen Staat“. (Anm.: Wie wäre es, vor den Vereinten Nationen zu protestieren und eine Untersuchung zu fordern?)

Israels ARUZ 2 berichtete, daß es nach diesem Aufruhr war, daß die amerikanische Anthropologin Nancy Scheper-Hughes, Professorin an der Universität von Kalifornien in Berkeley, beschloß, das Band des Interviews zu veröffentlichen, das sie im Jahr 2000 mit Hiss durchführte.

Scheper-Hughes sagte dem Sendernetz, daß sie nicht glaubt, daß Israel für Organe Palästinenser ermordete.

Doch das Zugeständnis, Organe zu ernten, einschließlich Haut, zuweilen von Palästinensern, traf sie, sagte sie. „Die Symbolik, von einer Bevölkerung Haut zu nehmen, die als der Feind angesehen wird und sie als Haut für das Militär zu verwenden, das ist etwas, das überdacht werden muß, schlichtweg wegen seiner symbolischen Bedeutung“, sagte sie ARUZ 2. ("The symbolism of taking skin out of a population that is considered to be the enemy and using it for skin for the military, that's something that -- just in terms of symbolic weight -- has to be reconsidered.")

Das gerichtsmedizinische Institut „Abu Kabir“, wo Hiss weiterhin arbeitet, erhielt bezüglich des Erntens von Organen Beschwerden über unvorschriftsmäßige Praktiken, die in einer Untersuchung und einem Wechsel des Managements gipfelte.

Der aktuelle Manager, das „Assaf-Harofe-Hospital“ („Assaf HaRofeh Medical Center“), veröffentlichte eine Erklärung: „Das Komitee, das die genannten Fragen untersuchte, hat (have) festgestellt, daß es reine Managementfehlfunktionen gab, doch als Ergebnis ihrer Feststellungen verlor Professor Hiss seine Position als Manager des Instituts.“ Die Managementverantwortung wurde geändert und es wurden neue Verfahren eingeführt, so die Erklärung.

Hiss konnte für einen Kommentar nicht erreicht werden. (Anm.: Würden Sie sich in so einem Fall erreichen lassen wollen?)

Anfang dieses Jahres gab es eine weitere nicht im Zusammenhang stehende Kontroverse um Israel und Organe.

Im Juli klagten die US-Behörden einen Mann aus New York an, versucht zu haben, den privaten Verkauf einer Niere von einem Spender in Israel zu arrangieren.
Hier finden Sie den Originalartikel, Israel harvested organs without permission, officials say.
Offizielle sagen, daß Israel in den 1990er Jahren ohne Genehmigung Organe erntete

20. Dezember 2009 -- Israel hat zugegeben, daß seine Gerichtsmediziner in den 1990er Jahren Organe von Leichen ernteten, darunter Palästinenser, ohne die Erlaubnis der Familien zu haben.

Das Problem entstand mit der Veröffentlichung eines Interviews mit Dr. Jehuda Hiss, dem damaligen Leiter des gerichtsmedizinischen Instituts „Abu Kabir“. Das Interview wurde im Jahr 2000 von einer amerikanischen Akademikerin durchgeführt, die es wegen einer großen Kontroverse im letzten Sommer über eine Behauptung einer schwedischen Zeitung veröffentlichte, daß Israel Palästinenser töten würde, um ihre Organe zu ernten. Israel bestritt den Vorwurf heftig.

Teile des Interviews wurden im israelischen Fernsehen am Wochenende auf ARUZ 2 ausgestrahlt. Darin sagte Hiss: „Wir fingen an, Hornhäute zu ernten ... Was auch immer getan wurde war sehr informell. Es wurde keine Zustimmung der Familie eingeholt.“

Der Bericht auf ARUZ 2 sagte, daß gerichtsmedizinische Spezialisten am „Abu-Kabir-Institut“ in den 1990er Jahren aus den Körpern von israelischen Soldaten, israelischen Bürgern, Palästinensern und Arbeitern aus dem Ausland Haut, Hornhaut, Herzklappen und Knochen ernteten, oft ohne die Zustimmung von Verwandten.

In einer Reaktion auf den Fernsehbericht bestätigte das israelische Militär, daß die Praxis stattfand. „Diese Tätigkeit endete vor einem Jahrzehnt und kommt nicht mehr vor“, sagte das Militär in einer auf ARUZ 2 zitierten Erklärung.

In dem Interview beschrieb Hiss, wie seine Ärzte das Entfernen von Hornhäuten aus den Körpern verborgen hätten. „Wir hätten das Augenlid zugeklebt,“ sagte er. „Wir hätten keine Hornhäute von Familien genommen, wüßten wir, daß sie die Augenlider öffnen würden.“

Viele der Details in dem Interview kamen erstmals 2004 ans Licht, als Hiss aufgrund von Unregelmäßigkeiten über die dortige Verwendung von Organen als Leiter des gerichtsmedizinischen Instituts entlassen wurde. Israels Generalstaatsanwalt ließ die Anklage gegen ihn fallen und Hiss arbeitet am Institut noch immer als Chefpathologe. Zu dem Fernsehbericht hatte er keinen Kommentar.

Hiss wurde 1988 Direktor des Instituts. Er sagte in dem Interview, daß die Praxis des Erntens von Organen ohne Genehmigung „Anfang der 1990er Jahre“ begann. Er sagte auch, daß Militärärzte von Körpern bereits 1987 eine dünne Hautschicht entfernten, um Verbrennungen zu behandeln. (Anm.: Haut kann schichtweise transplantiert werden?) Hiss sagte, er glaube, daß dies mit Familiezustimmung geschah. Er sagte, das Ernten endete im Jahr 2000.

Beschwerden gegen das Institut, wo Autopsien von Leichen durchgeführt werden, kamen zum Zeitpunkt von Hiss' Entlassung von Verwandten israelischer Soldaten und Zivilisten sowie von Palästinensern. Bei den Leichen handelte es sich um Personen, deren Tod durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen wurde, darunter Krankheiten, Unfälle und israelisch-palästinensische Gewalt, es hat aber keine Beweise gegeben, um die Behauptung in der schwedischen Zeitung AFTONBLADET zu stützen, daß israelische Soldaten Palästinenser ihrer Organe wegen töteten. Verärgerte israelische Offizielle bezeichneten den Bericht als „antisemitisch“.

Die Akademikerin Nancy Scheper-Hughes, Professorin für Anthropologie an der Universität Kalifornien in Berkeley, sagte, sie entschied sich, das Interview zu veröffentlichen, nachdem die Kontroverse um AFTONBLADET die diplomatischen Spannungen zwischen Israel und Schweden verschärfte und Schwedens Außenminister veranlaßte, einen Besuch des jüdischen Staates abzusagen,

Scheper-Hughes sagte, daß sie -- obwohl die Palästinenser „bei weitem“ nicht die einzigen waren, die in den 1990er Jahren von der Praxis betroffen waren -- empfand, daß das Interview jetzt veröffentlicht werden muß, denn, „die Symbolik ... von der Bevölkerung Haut zu nehmen, die als der Feind angesehen wird, (ist) etwas, das überdacht werden muß, schlichtweg wegen seiner symbolischen Bedeutung“. (because "the symbolism, you know, of taking skin of the population considered to be the enemy, (is) something, just in terms of its symbolic weight, that has to be reconsidered.")

Israels Gesundheitsministerium wies darauf hin, daß alle Organernten mit Erlaubnis gemacht wurden und sagte auf ARUZ 2: „Die Richtlinien waren zu der Zeit nicht klar.“ Es fügte hinzu: „Die letzten 10 Jahre arbeitet ‚Abu-Kabir‘ nach Ethik und nach jüdischem Gesetz.“ (Anm.: Und davor nach jüdischem Gesetz, aber nicht nach Ethik?)
Hier finden Sie den Originalartikel, Israel harvested organs in '90s without permission.
Jerusalemer wegen illegalen Organhandels festgenommen

5. November 2009, JEWISH TELEGRAPHIC AGENCY -- Zwei Bewohner Jerusalems wurden wegen vermeintlicher Ermöglichung von Organspendegeschäften verhaftet, einer ein ehemaliger Mitarbeiter des Krankenhauses Hadassah.

Sammy Shem Tov, 67, ein ehemaliger Mitarbeiter des „Hadassah-Ein-Kerem-Hospitals“, und Dmitry Orenstein wurden laut Berichten am Sonntag im Krankenhaus festgenommen. Ein Maulkorberlaß über den Fall wurde am Donnerstag aufgehoben.

Die Männer vermittelten Berichten zufolge angeblich zwischen Käufern und Verkäufern von Nieren.

YNET berichtete, daß mindestens 10 Israelis vereinbarten, eine Niere zu spenden, die meisten in finanziellen Schwierigkeiten. Spender wurden durch Zeitschriftenanzeigen gefunden.

Laut Berichten verdienten Shem Tov und Orenstein an jeder Transaktion Zehntausende Dollar.

Unter dem israelischen Organtransplantationsgesetz, das im letzten Jahr in Kraft trat, ist es verboten, Organe zu verkaufen.
Hier finden Sie den Originalartikel, Jerusalemites arrested for organ trafficking.
US-Professorin: Ich berichtete dem FBI vor 7 Jahren vom illegalen Nierenhandel

Scheper-Hughes sagt, sie hörte Berichte, daß der Verdächtige im US-Transplantationsfall Spender mit vorgehaltener Waffe festhielt.

26. Juli 2009 -- Die angeblichen Verbrechen des am Donnerstag wegen Schwarzmarkthandels von Nieren verhafteten Mannes aus Brooklyn wurden erstmals von einer Anthropologin an der Universität von Kalifornien in Berkeley gemeldet, die von der mutmaßlichen Beteiligung des Mannes durch ihre Recherchen erfuhr.

Nancy Scheper-Hughes, deren Kontakte in Israel sie als die weltweit führende Autorität zum Thema Organhandel definieren, sagt, sie hörte Berichte, daß der Verdächtige -- der 58jährige Levy-Izhak Rosenbaum -- Spender mit vorgehaltener Waffe festhielt, nachdem sie ihre Meinung über die Operation änderten.

Solche Berichte, die sie von ihren Quellen erhielt, zwangen sie, zu den Behörden zu gehen. Sie traf sich mit einem Ermittler des FBI in einem Manhattaner Hotel und gab ihm Informationen über Rosenbaum, doch sie sagt, daß das FBI erst viel später handelte. Die Berkeley-Universitätsgelehrte soll Rosenbaum dem FBI vor sieben Jahren als eine wichtige Figur in einem globalen Organring kenntlich gemacht haben.

Die Anthropologin sagt, daß der Mann, der sie zu Rosenbaum führte, sagt, daß er zunächst glaubte, Rosenbaum wäre ein Mann, der Menschen in Not das Leben rettete. Laut Scheper-Hughes sagte ihr der Mann, daß er nach einem Treffen mit einigen von Rosenbaums Spendern -- verwirrte und verarmte Menschen aus Osteuropa -- seine Meinung geändert hatte.

Laut Scheper-Hughes wurde in einigen der ärmsten Dörfer Moldawiens einem von fünf erwachsenen Männern seine Niere entfernt. Doch ein Bericht des Außenministeriums von 2004 erklärte, daß „es unmöglich wäre, einen heimlichen Organhandelring zu verbergen“.

In Brooklyn wurde Rosenbaum von einem Informanten des FBI -- Solomon Dwek, der Sohn eines angesehenen Rabbiners -- kontaktiert, den Rosenbaum einer verdeckten Ermittlerin vorstellte, die sagte, sie wollte für ihren Onkel eine Niere kaufen. Bei einer Begegnung soll Rosenbaum geprahlt haben, er ermöglichte „viele Geschäfte und hatte noch nie versagt“. Rosenbaum sagte laut Aufzeichnungen: „Ich mache das seit langem.“
Hier finden Sie den Originalartikel, U.S. Professor: I told FBI about kidney trafficking 7 years ago.
Rabbis unter 44 Verhafteten in Korruptionsuntersuchung in New York und New Jersey

24. Juli 2009 -- Mehrere Rabbis waren unter den 44 Personen, die gestern in New York und New Jersey im Rahmen einer Korruptions-Untersuchung verhaftet wurden, die als Ermittlung gegen einen internationalen Geldwäschering begann, der illegal mit so unterschiedlichen Gütern wie menschlichen Organen und gefälschten Designer-Handtaschen handelte.

Die Korruptions- und Geldwäschefälle sind durch einen einzigen Zeugen miteinander verbunden, der mit der Polizei etwa drei Jahre lang kooperierte.

Wegen des Verdachts, Bestechlichungsgelder anzunehmen, um Immobilienentwicklungsprojekte voranzutreiben, wurden in den Korruptionsfällen 29 Beamte festgenommen, darunter drei Bürgermeister, ein stellvertretender Bürgermeister und zwei Landesgesetzgeber. In den Geldwäschefällen wurden 15 Personen verhaftet, darunter fünf Rabbis aus New Jersey und dem New Yorker Stadtteil Brooklyn, und angeklagt, einen internationalen Geldwäschering betrieben zu haben, der zwischen Brooklyn in New York City, Deal in New Jersey, Israel und der Schweiz operierte. (Anm.: Wie viele Verhaftungen gab es in Israel und der Schweiz?)

Dem Netzwerk wird vorgeworfen, über Wohltätigkeitsorganisationen, die von Rabbis in New York und New Jersey gesteuert wurden, Dollarbeträge in zweistelliger Millionenhöhe gewaschen zu haben, darunter etwa 3 Millionen Ddollar, die ihnen der Zeuge allein in den vergangenen zwei Jahren übergab. Die mutmaßlichen Straftaten reichen vom illegalen Nierenhandel von israelischen Spendern bis zum Waschen von Erlösen aus dem Verkauf von gefälschten Gucci- und Prada-Taschen.

Der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte, daß er die Geschichte gehört hat, aber nichts von Nieren weiß, die von Israelis verkauft werden.

Die Vorwürfe zeichnen „ein Bild der Schande von religiösen Führern, die Geldwäsche leiten“, sagte Ralph Marra, amtierender US-Staatsanwalt in Newark, New Jersey. „Die religiösen Führer handelten wie Verbrechenrbosse.“

Die Untersuchung läuft seit 10 Jahren. Die Polizei teilte mit, daß die Fälle weitgehend auf einer ungenannten Person basieren, die sowohl daran beteiligt war, Gelder zu waschen als auch Regierungsbeamte zu bestechen, doch die Beweise stützen sich auf Aufnahmen und Dokumente die der Zeuge erhielt.

Zu den verhafteten Rabbis gehören Eliahu Ben Haim und Edmond Nahum, die Synagogen in Deal leiten, und Saul Kassin und Mordchai Fish, die Synagogen in Brooklyn leiten.

Verhaftet wurde außerdem Levy-Izhak Rosenbaum, der verdächtigt wird, in einem Handel zum Verkauf von Nieren für Transplantationen für jeweils 160.000 Dollar der Mittelsmann zu sein. Berichten zufolge hat Rosenbaum diesen Vorwurf gestanden.

Mike Winnick betete in der Synagoge von Nahums Gemeinde in Deal, als sie von Ermittlern des FBI, der Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) und der Staatsanwaltschaft der Grafschaft Monmouth durchsucht wurde.

Er sagte: „Alle sahen sich einander an, etwa wie: ‚Was ist denn hier los?‘“

In der Nähe trugen Ermittler von FBI und IRS mehrere Kisten aus der Jeschiwa in Deal, die die Kinder von sephardischen Juden erzieht. Deal hat eine große und wohlhabende jüdisch-syrische Gemeinschaft.

Als die Festgenommenen zum FBI in Newark gebracht wurden, führte ein Ermittler langsam einen älteren Rabbi in das Gebäude, während ein anderer sein Gesicht mit einem Filzhut verdeckte.
Hier finden Sie den Originalartikel, Rabbis among 44 arrested in NY, NJ corruption probe.
US-Rabbis verdächtigt, Verkauf von menschlichen Nieren vermittelt zu haben

Die Ermittler glauben auch, daß Rabbis Geld aus Brooklyn durch Unternehmen in Israel wuschen.

23. Juli 2009 -- Laut Behörden wurden am Donnerstag in einer umfangreichen bundesstaatlichen Untersuchung über politische Korruption, die auch den Verkauf menschlicher Nieren und Geldwäsche von Brooklyn nach Israel aufdeckte, drei Bürgermeister und mehrere Rabbis aus New Jersey verhaftet.

Unter den 44 festgenommenen Personen war Hobokens Bürgermeister Peter Cammarano, der sein Amt 23 Tage zuvor antrat.

Cammarano, mit 31 der jüngste Bürgermeister der Stadt aller Zeiten, wurde beschuldigt, 25.000 Dollar Bestechungsgelder angenommen zu haben, darunter 10.000 Dollar am vergangenen Donnerstag, sagte die US-Staatsanwaltschaft in Newark, New Jersey.

Aufgedeckt wurde „ein korruptes Netzwerk von öffentlichen Beamten, die nur allzu bereit sind, im Austausch für versprochene Amtshandlungen Geld anzunehmen“, sagte der zuständige US-Staatsanwalt Ralph Marra in einer Erklärung. „Es schien, daß jeder ein Stück vom Kuchen wollte. Die Korruption war weit verbreitet und allgegenwärtig.“

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand laut Unterlagen in dem Fall ein Informant, dem im Jahr 2006 Bankbetrug vorgeworfen wurde und der sich als ein Immobilien-Entwickler und Eigentümer eines Fliesenbetriebes ausgab, in der Hoffnung, im Norden von New Jersey Projekte zu bauen und öffentliche Aufträge zu erhalten.

Die Behörden sagten, daß der verdeckte Zeuge half, ein Geldwäschenetzwerk von Rabbis zu infiltrieren, die zwischen Israel und Brooklyn und (Anm.: dem 750-Einwohner-Bezirk) Deal in New Jersey operierten und durch gemeinnützige nicht gewinnorientierte Einrichtungen, die von Rabbis in New York und New Jersey kontrolliert wurden, Millionen von Dollar wuschen.

Zwischen Juni 2007 und Juli 2009 wuschen sie für den verdeckten Zeugen laut Behörden einige 3 Millionen Dollar.

Julio La Rosa, der zuständige Sonderermittler der US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service), sagte, während sich traditionelle Geldwäsche einst auf die organisierte Kriminalität und Drogenhändler beschränkte, „hat die auf den Vorwürfen in den heutigen Klagen basierende Geldwäsche keine Grenzen und wirkt sich auf jedes Segment unserer Gesellschaft aus“.

Die der Geldwäsche angeklagten Rabbis, die menschliche Nieren verkauften, waren Eliahu Ben Haim, vorstehender Rabbiner einer Synagoge in Deal; Saul Kassin, Oberrabbiner einer Synagoge in Brooklyn; Edmund Nahum, vorstehender Rabbiner einer anderen Synagoge in Deal und Mordchai Fisch, ein Rabbiner bei einer Synagoge in Brooklyn.

Die meisten der Angeklagten wurden früh am Donnerstag von Ermittlern des FBI verhaftet.

Eine der vielen im Fall erhobenen Strafanzeigen beschuldigte außerdem einen Mann aus Brooklyn, Levy Izhak Rosenbaum, sich zur Vermittlung des Verkaufs einer menschlichen Niere für eine Transplantation zu einem Preis von 160.000 Dollar für den Transplantatempfänger verschworen zu haben.

Laut der Klage sagte Rosenbaum, den Verkauf von Nieren seit 10 Jahren vermittelt zu haben.

Der verdeckte Zeuge half laut Behörden auch, ein riesiges öffentliches Korruptionssystem zu infiltrieren.

Die Behörden sagten, daß eine ganze Reihe von Beamten, Mitarbeitern, Stadtrats- und Bürgermeisterkandidaten Bestechungsgelder nahm, um sich ihrer Hilfe zu verpflichten, Projekte zu priorisieren und zu genehmigen oder dem Zeugen Verträge zuzuführen.

Laut US-Staatsanwaltschaft wurden der Bürgermeister von Secaucus, Dennis Elwell, der Abgeordnete Daniel Van Pelt und Jersey Citys Vizebürgermeisterin Leona Beldini angeklagt.

Die Abgeordneten L. Harvey Smith und Daniel Van Pelt wurden der Annahme von Bestechungsgeldern angeklagt.

Dennis Elwell wurde der Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von 10.000 Dollar in bar angeklagt und Anthony Suarez, Bürgermeister von Ridgefield, wurde der Zustimmung zu einer Bestechungszahlung in Höhe von 10.000 Dollar angeklagt.

Leona Beldini, Jersey Citys stellvertretende Bürgermeisterin, wurde wurde der Annahme illegaler Beiträge in Höhe von 20.000 Dollar angeklagt.
Hier finden Sie den Originalartikel, U.S. rabbis suspected of brokering sale of human kidneys.
Gericht verlängert Untersuchungshaft für verdächtigte „Organmakler“

24. Juli 2007 -- Das Amtsgericht Nazareth verlängerte gestern die Untersuchungshaft für neun Personen, die die Polizei der Beteiligung am illegalen Organhandel verdächtigt. Eine Verdächtige, Ella Zeis, ist eine 54jährige Ärztin. Die Polizei glaubt, daß ihr Mann, Michael, der ebenfalls ein Arzt ist, Dutzenden von Organverkäufern in der Ukraine die Nieren entfernte.

Laut Angaben der Polizei arrangierten die Verdächtigen für Personen, die ihre Organe verkaufen wollten, den Flug in die Ukraine, wo einem Verkäufer die Niere entnommen und dann in den Körper des Käufers transplantiert wurde. Die Polizei sagt, die Verkäufer erhielten pro Niere 35.000 Dollar. Zeis und acht weitere Verdächtige wurden am Montag verhaftet.

Zeis' Verteidiger, Eran Avital, bestritt, daß sein Mandant darin verwickelt wäre, mit Organen zu handeln. „Es gab keine Straftat. Es ist nichts passiert. Die Polizei versucht, meinen Mandanten in diesen Fall zu verwickeln, aber sie haben nichts, um weiterzumachen“, sagte er.

Rechtsanwältin Lizi Freund, die einen anderen Verdächtigen vertritt, sagte, ihr Mandant und der Rest der Verdächtigen begingen kein Verbrechen. „Es gab keinen illegalen Handel mit Menschen (human trafficking). Es gibt kein Gesetz gegen Organspenden (organ donation), auch nicht für Geld. Das gleiche gilt für die Ukraine.“ (Anm.: Warum spricht die Anwältin von Menschenhandel, wenn es um Organraub geht?)

Die Polizei begann vor ein paar Wochen, den Fall zu untersuchen, nachdem sich eine Frau in ihren Dreißigern aus dem Norden des Landes bei der Polizei beschwerte, daß sie für den Verkauf ihrer Niere keine Bezahlung erhielt. Die Beschwerdeführerin erklärte der Polizei, daß sie auf eine Anzeige für Nierenspender geantwortet hätte und für die Operation dann in die Ukraine gereist wäre. Die Polizei schickte einen verdeckten Ermittler, der sich als Verkäufer ausgab. Seine Untersuchung ergab, daß die Verdächtigen für ihr Netzwerk angeblich in der örtlichen russischen und arabischen Presse warben.
Hier finden Sie den Originalartikel, Court extends remand of suspected 'organ brokers'
Medizinisches Establishment beschämt, nachdem in der Türkei ein israelischer Top-Chirurg verhaftet wurde

3. Mai 2007 -- Israels medizinisches Establishment war beschämt, nachdem ein hochrangiger israelischer Transplantationschirurg am Wochenende in einer türkischen Privatklinik verhaftet wurde. Die „Transplantationsgesellschaft Israel“ („Israel Transplantation Society“) veröffentlichte gestern eine Sondererklärung, in der sie ihr Bedauern über die Verhaftung von Dr. Zaki Shapira zum Ausdruck bringt. In der Erklärung heißt es, das Ereignis „besudelt den Ruf aller auf dem Gebiet der Transplantation in Israel“. Professor Eitan Mor, Leiter des Transplantationszentrums am „Beilinson Hospital“ in Petah Tikva, war unter den Unterzeichnern der Erklärung.

Shapira wurde am Freitagabend in einem Krankenhaus in Istanbul verhaftet und eine Quelle, die ihm nahesteht, sagt, daß ihn die türkische Polizei verdächtigt, ohne Zulassung eine Operation (an operation) durchgeführt zu haben. Die Operation (Anm.: weiterhin Singular), in zwei Patienten Nieren zu transplantieren (Anm.: eine Spezialform des Singular für kreative Journalisten?), fand kurz vor der Verhaftung Shapiras statt. (Anm.: Werden die Nieren vor der Verhaftung hinzugezählt, ist es dann eine Dreifach-, Vierfach-, Fünffach-, Xfach-Operation?) Das Krankenhaus, in dem Shapira verhaftet wurde, hat vor kurzem ohne Zulassung der türkischen Gesundheitsbehörden operiert.

Die Quelle behauptete gestern, daß der Chirurg keine aktive Rolle in der Operation hatte und daß er die Patienten wegen seines seinen Rufs in globalen Transplantationskreisen lediglich begleitete.

Shapira wurde festgenommen, nachdem im Krankenhaus zwischen der Polizei und als Polizisten verkleideten Räubern eine Schießerei ausbrach, die anscheinend dort waren, um das für die Nierentransplantationen gezahlte Geld zu stehlen. Ein türkischer Polizist wurde bei dem Zusammenstoß gering verletzt.

Die Operation war erfolgreich und die Nierenempfänger waren gerade auf eine Erholungsstation nach oben verlegt worden. Shapira sagte seinem Kollegen, daß er sich den falschen Polizisten näherte, als er bemerkt, daß sie seine persönliche Tasche durchsuchen. Er informierte dann Ärzte, die die Polizei riefen. Die türkische Polizei verhaftete alle an der Operation Beteiligten.

Es scheint, daß Shapira erst in einer Polizeihaftanstalt in Istanbul festgehalten, dann aber in ein anderes Gefängnis überführt wurde. Smadar Zemach vom israelischen Konsulat soll ihn an diesem Morgen besuchen. Türkische Gerichte ordneten an, Shapira ohne Kaution festzuhalten, obwohl er die Begründung vorbrachte, daß er bei der Operation keine aktive Rolle einnahm und nicht wußte, daß das Krankenhaus ohne Zulassung war.

Der 71jährige Chirurg ging vor etwa fünf Jahren in den Ruhestand. Er galt in Israel als ein Pionier in der Nierentransplantation und war früher am „Beilinson Hospital“ der Direktor des Transplantationszentrums und überwachte am „Sheba Medical Center“ Transplantationen. „Viele Menschen verdanken ihm ihr Leben“, sagte der Mitarbeiter gestern. Allerdings ist dies nicht seine erste Verstrickung mit den Justizbehörden. In den späten 90er-Jahren wurde er des Organhandels verdächtigt. Beamte des Gesundheitsministeriums verboten ihm für einen Monat (one month), Transplantationen von lebenden Spendern durchzuführen. Seine Mitarbeiter sagen, er hörte auf, Operation durchzuführen, als er in den Ruhestand ging, begleitete aber weiterhin Patienten zu Transplantation ins Ausland.
Hier finden Sie den Originalartikel, Medical establishment embarrassed by arrest of top Israeli surgeon in Turkey.
Israeli des illegalen Organhandels verdächtigt

1. Mai 2007 -- Professor Zaki Shapira, einer der führenden Transplantationschirurgen Israels, wurde am Donnerstag in der Türkei wegen des Verdachts auf Beteiligung an einem illegalen Organhandelring festgenommen, berichtete ARUZ 10 am Dienstag.

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Laut dem Bericht wurden die Transplantationen in der Türkei arrangiert und fanden in privaten Krankenhäusern (Anm.: Plural) in Istanbul statt. In Gewahrsam genommen wurde der Chirurg Berichten zufolge nach einem Feuergefecht in einem der Krankenhäuser, bei dem angeblich fünf Menschen getötet wurden und dessen Grund unbekannt war.

Shapiras Anwalt, Yair Skelski, sagte, daß er nicht wußte, warum sein Mandant verhaftet wurde.

„Er hat nie ein Verbrechen im Zusammenhang mit illegalem Organhandel oder anderen Verbrechen begangen“, sagte der Anwalt. „Nicht jetzt und nicht in diesem Fall. [Shapira] wurde nie vor Gericht gestellt oder verurteilt.“

„Alle von Professor Shapiras Aktionen wurden durchgeführt, um Leben zu retten“, sagte Skelski.

Ein Nierentransplantationspatient sagte ARUZ 10, die Operationen, die Shapira arrangierte, waren „nicht zulässig“.

ARUZ 10 sagte, daß gegen Shapira in der Vergangenheit wegen angeblicher Beteiligung an Organspenden von lebenden Spendern ermittelt wurde, doch daß die Untersuchung abgeschlossen worden ist.

Das Außenministerium bestätigte den Bericht und sagte, daß Israels Konsuln in Istanbul und Ankara arbeiteten, um Shapira zu unterstützen (that Israel's consuls in Istanbul and Ankara were working to assist Shapira).
Hier finden Sie den Originalartikel, Israeli suspected of organ trafficking.
Berüchtigter Chefpathologe soll erneut der Bestrafung entgehen

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26. September 2005 -- Gemäß der Vereinbarung wird die Staatsanwaltschaft beantragen, daß Prof. Hiss wegen seiner Verwicklung in die unbefugte Entnahme von Teilen aus 125 Körpern nur eine Rüge erhält. Im Gegenzug wird Hiss die Handlungen einräumen. Die Vereinbarung unterliegt der Zustimmung des Gerichts.

In allen 125 Fällen entfernten Dr. Hiss und seine Untergebenen Organe, Knochen und Gewebe ohne die Erlaubnis und in vielen Fällen gegen den ausdrücklichen Wunsch der Familien der Verstorbenen.

Früher vorgelegten Beweisen zufolge hatte „Abu Kabir“ ein von Dr. Hiss errichtetes „Museum von Schädeln“ mit Schädeln von IDF-Soldaten, denen in den Kopf geschossen worden war. Gegen ihn ist auch wegen des Verkaufs von Organen und Falschaussagen (falsifying testimony) ermittelt worden.

Hiss wurde von seiner Position als Direktor des Instituts entlassen, kurz nachdem die Gerichte wegen Vorwürfen gegen ihn hinzugezogen wurden, ist aber der Chefpathologe am Institut geblieben.

Dies ist nicht das erste Mal, daß Hiss den Rechtswirkungen für sein Handeln entgangen ist. Der ehemalige Generalstaatsanwalt Elyakim Rubinstein (Rubenstein) weckte aus mehreren Richtungen Widerspruch, als er entschied, daß Hiss nicht wegen kriminellem Verhalten angeklagt werden sollte, obwohl er „Gutachten“ über Autopsien bereitstellte, bei denen er abwesend war und nach Autopsien Gewebe und Organe ohne Zustimmung der Familien der Verstorbenen verwendete.

Im Juli 2002, als gegen Hiss polizeilich ermittelt wurde, einschließlich wegen des Verdachts der Entnahme von Organen von 81 verstorbenen Personen ohne familiäre Zustimmung, wies der Oberste Gerichtshof eine Petition der „Bewegung für Qualität in der Regierung“ („Movement for Quality in Government“, MQG) ab, die seine Suspendierung forderte.

Der staatliche Pathologe Hiss entscheidet allgemein Israels pathologisch-rechtliche Fragen und viele Menschen sind auf Grundlage seiner Erkenntnisse ins Gefängnis gebracht worden. Seine berufliche Qualifikation ist öffentlich oft verleumdet worden. Ruth Orr, Richterin am Jerusalemer Bezirksgericht, kritisiert ihn im August 1999 scharf für die Aussage, daß ein 12jähriger arabischer Steinewerfer infolge von drei Jahre zuvor durch den Beitarer Sicherheitschef Nachum Korman erhaltenen Schlägen starb. Sie schrieb, daß Hiss „durch seinen Wunsch weggerissen wurde, die genaue Todesursache zu finden ... und wichtige pathologische Befunde ignorierte, die diesem Wunsch nicht entsprachen“.

Dr. Hiss' Name ist im Zusammenhang mit kontroversen Ereignisse in der Geschichte Israels wiederholt aufgetaucht, einschließlich der Ermittlungen gegen die israelische Regierung, in den 1950er Jahren in die Wegnahme jemenitischer Kinder von ihren Eltern involviert gewesen zu sein, sie zur Adoption freigegeben und den Eltern gesagt zu haben, daß die Kinder gestorben wären.

Im Oktober 1997 reichte Margalit Omeisi eine polizeiliche Beschwerde gegen Hiss ein, die ihm vorwarf, „die ärztliche Schweigepflicht zu verletzen, an die er sich verpflichtete“. Prof. Hiss hatte ohne Genehmigung die Ergebnisse eines von ihm durchgeführten DNA-Tests veröffentlicht, der angeblich zeigen sollte, daß Omeisi nicht mit einer Frau aus Kalifornien verwandt war, von der Omeisi sagte, sie wäre ihre vermißte „jemenitische Tochter“. Sowohl Omeisi als auch ihre scheinbare Tochter sagten, daß sie die Ergebnisse des Tests von Hiss nicht akzeptierten, und daß die Methode, die er verwendete, nicht maßgebend wäre. Anderswo durchgeführte Tests zeigten beiden in der Tat, Mutter und Kind zu sein.

Hiss war auch Gegenstand eines Streits über die Ermordung von Ministerpräsident Jizchak Rabin. Die Polizei wurde aufgefordert, Vorwürfe zu untersuchen, daß Hiss Rabins Wunden veränderte und der Shamgar-Kommission, die den Mord untersuchte, falsche Beweise vorlegte. Im März 1999 legte eine Gruppe von israelischen Akademikern Erkenntnisse vor, die zeigten, daß Hiss' pathologischer Bericht anderen maßgeblichen Erkenntnissen widersprach. Prof. Hiss hatte erklärt, daß Rabin weder Schaden an seinem Rückenmark erlitt, noch daß ihn eine frontale Schußverletzung an der Brust verwundete. Doch Dr. Mordechai Gutmans chirurgischer Bericht sowie auf Band aufgezeichnete Aussagen von Dr. Gabi Barabash, der Direktorin des Ichilov-Hospitals, und von Ephraim Sneh, dem ehemaligen Gesundheitsminister, zeigen, daß Rabins Rückgrat zerschmettert war und daß es eine frontale Brustwunde gab.

Die „Bewegung für Qualität in der Regierung“ hatte gebeten, daß der ehemalige Generalstaatsanwalt Rubinstein seine Entscheidung überdenke, den Chefpathologen Prof. Yehuda Hiss nicht anzuklagen. Rubinstein hatte erklärt, daß, auch wenn das Institut nicht richtig handelte, “es keinen Verdacht auf Korruption oder Profitgier seitens Prof. Hiss gibt, dessen einziges Interesse die Förderung der medizinischen Forschung war“.
Hier finden Sie den Originalartikel, Infamous Chief Pathologist to Once Again Evade Punishment.
In Brasilien verhafteter Ex-Offizier der israelischen Armee wegen illegalen Organhandels angeklagt

15. Januar 2004 -- Ein pensionierter Offizier der israelischen Armee, der in Brasilien wegen des Verdachts unter Arrest steht, einem internationalen illegalen Ring von Händlern menschlicher Nieren anzugehören, hat einem Gericht laut Presseberichten erklärt, daß die israelische Regierung Organtransplantationen finanzierte.

Geldaya Tauber Gady erklärte einem Gericht, daß Israel über die nationalen Gesundheitsdienste in anderen Ländern Organtransplantationen finanzierte, vor allem in Südafrika.

Organtransplantationen sind in Israel nicht verboten. Doch aufgrund von religiösen Einwänden, vor allem von ultraorthodoxen Juden, gibt es in Israel einen Mangel an Organspendern und die Patienten, die eine Transplantation benötigen, sind in der Regel gezwungen, ins Ausland zu reisen.

Gady erklärte dem Gericht, daß ihn ein israelischer Regierungsbeamter, der nur als Ilan bezeichnet wurde, mit einem Vermittler in Brasilien in Kontakt brachte, Ivan Bonifacio da Silva, ein pensionierter Hauptmann der Militärpolizei.

Der Polizeihauptmann wurde in Recife im Nordosten Brasiliens ebenfalls festgenommen.

„Die israelische Regierung ist sich des illegalen Handels von Organen für Patienten in ihrem Land bewußt und zahlt für alle Transaktionen über vier Gesundheitspläne“, erklärte Gady laut der Tageszeitung O GLOBO dem Gericht.

„Ich hätte nie gedacht, daß die israelische Regierung irgendetwas Illegales finanzierte“, sagte er. “Ich half nur Menschen in Not. Die Menschen, die Nieren verkaufen, sind in einer ernsten Notlage und leben unter ekelerregenden Bedingungen. Es gibt sehr viele beteiligte Parteien. Es gibt über 100 von ihnen.“

Da Silva, der am Mittwoch von einem parlamentarischen Untersuchungskomitee des nordöstlichen Bundesstaates Pernambuca befragt wurde, sagte, das illegale Organhandelnetzwerk operierte in mindestens acht Ländern.

Er sagte, daß die Transplantationen an israelischen, iranischen und amerikanischen Empfängern in einem Krankenhaus in Durban, Südafrika, mit Organen von brasilianischen, russischen und rumänischen Spendern durchgeführt wurden.

Die brasilianische Polizei hat seit dem letzten Monat 10 Brasilianer und zwei Israelis, die des illegalen Organhandels beschuldigt werden, verhaftet, die alle ins Gefängnis von Pernambucas Hauptstadt Recife kamen.

Nach medizinischen Untersuchungen und Tests zur Bestimmung der Kompatibilität mit dem Blut der Empfänger, wurden die Spender nach Durban geflogen, wo die Organe, die gespendet werden sollten, entfernt wurden. Laut Zeugenaussagen vor Gericht wurden ihnen im Durchschnitt jeweils 10.000 Dollar bezahlt.

Die Organe wurden dann für bis zu 120.000 Dollar an die Empfänger verkauft.

Die brasilianische Polizei sagte, sie hätte 22 solcher Spender ausfindig gemacht, die alle in verarmten Gegenden um Recife leben.

Das brasilianische Gesetz verbietet den Verkauf von Organen, selbst mit Zustimmung des Spenders. Das Gesetz erlaubt die freie Organspende nur nach dem Tod des Spenders und mit Zustimmung seiner Familie, obwohl für Spenden zwischen lebenden Personen Ausnahmen gemacht werden, in der Regel innerhalb der gleichen Familie.
Hier finden Sie den Originalartikel, Ex-Israeli army officer arrested in Brazil charged with illegal organ trafficking.
Israeli in Südafrika verurteilt, illegal eine Niere erhalten zu haben

6. Dezember 2003 -- Die Polizei teilte am Sonntag mit, daß ein israelischer Mann, der über einen illegalen internationalen Organhandelring eine illegale Nierentransplantation erhielt, für schuldig befunden und verurteilt wurde.

Agania Robel, 42, bekannte sich am Freitag vor dem Amtsgericht Durban schuldig, durch den Empfang einer Niere von einem brasilianischen Mann, dem für das Organ 6.000 Dollar bezahlt wurden, gegen das „Gewebegesetz“ („Human Tissue Act“) verstoßen zu haben.

„Er wurde zu 5.000 Rand (793 Dollar) oder zwei Jahren Haft verurteilt. Er zahlte die 5.000 Rand“, sagte Polizeisprecherin Mary Martins-Engelbrecht.

Er wurde außerdem zu einer fünf Jahre auf Bewährung ausgesetzten Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt, sagte sie.

Laut dem Gesundheitsministerium und Krankenhausaufzeichnungen erhielt etwa die Hälfte aller Israelis, die in den letzten Jahren Nierentransplantationen hatten, das Organ im illegalen Handel von Spendern in Israel, der Türkei, Südamerika und Osteuropa.

Robel, der in Israel ein Landwirt und Vater von sieben Kindern sein soll, wurde am Mittwoch in Durban verhaftet, kurz nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Die Israelin Meir Shushan, 50, von der die Polizei glaubt, daß sie in dem Syndikat als Mittelsmann handelte, wurde ebenfalls am Freitag verhaftet.

Shushan ist auf Kaution frei und wird voraussichtlich im Februar wieder vor Gericht erscheinen.

Die beiden Männer wurden noch am selben Tag festgenommen, an dem die brasilianischen Behörden zwei weitere Israelis und neun Brasilianer ergriffen.

Sie sind alle der Teilhabe an einem illegalen internationalen Organhandelring angeklagt, der angeblich Nieren von Brasilianern kauft und sie Empfängern in Südafrika transplantieren läßt.

Robel räumte vor Gericht ein, daß er die Niere von einer Frau in Israel für 45.000 Dollar gekauft und sich am 27. November in Durban der Transplantation unterzogen hatte.

Ein in Großbritannien geborener Südafrikaner, der angeblich zu den wichtigsten Mitgliedern des Syndikats gehören soll, erschien ebenfalls am Freitag im Amtsgericht Durban.

Roderick Frank Kimberley, 58, stellte sich der Polizei am Donnerstag freiwillig, nachdem er informiert wurde, daß ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt worden war, sagte Martins-Engelbrecht.

Er wurde gegen eine Kaution von 60.000 Rand (9.677 Dollar) freigelassen. Er soll am 10. Dezember vor Gericht erscheinen.
Hier finden Sie den Originalartikel, Israeli convicted in South Africa for illegally receiving kidney.
Vier Israelis wegen illegalen Organhandels in Brasilien und Südafrika festgenommen

5. Dezember 2003 -- Brasiliens Polizei hat im Nordosten zwei Israelis und neun Brasilianer festgenommen, die der Teilhabe an einer illegalen internationalen Organhandelorganisation verdächtigt werden, die sich von Südamerika nach Südafrika erstreckt. In Südafrika hat Durbans Polizei zwei weitere Israelis verhaftet.

Behörden sagten, daß die angeblich von den Israelis geführte Gruppe im vergangenen Jahr die Städte des Bundesstaates Pernambuco (Anm.: ein Bundesstaat im Nordosten Brasiliens mit der Hauptstadt Recife) auf der Suche nach Kandidaten durchforstet haben soll, die bereit sind, ihre Nieren zu verkaufen.

„Im Großen und Ganzen schafften sie es, 30 Männer zu überreden, eine ihrer Nieren zu verkaufen“, sagte der Leiter des Büros der örtlichen Bundespolizei, Wilson Salles Damazio, von seinem Büro in der Landeshauptstadt Recife, 2.150 Kilometer nordöstlich von Sao Paulo. „Jeder erhielt zwischen 6.000 und 10.000 Dollar.“

Damazio sagte, daß eine Untersuchung durchgeführt werde, um das Ausmaß des illegalen Handels zu ermitteln.

„Diejenigen, die eine gründliche medizinische Untersuchung bestanden, wurden nach Durban in Südafrika geschickt, wo ihre Niere entnommen wurde“, sagte Damazio. „Nach einer kurzen Erholungsphase wurden sie zurück nach Brasilien geflogen.“

Der Fall wurde auch in Südafrika untersucht, wo in Durban zwei weitere Israelis verhaftet wurden, sagte Mary Martins-Engelbrecht, eine Sprecherin für die dortige Polizei.

Die in Durban verhafteten Israelis wurden identifiziert als Agania Robel, 42, der angeblich eine Niere erhielt, und Meir Shushan, 50, die angeblich als Mittelsperson fungierte.

Sie erschien am Mittwoch unter dem Vorwurf des Verstoßes gegen das „Gewebegesetz“ („Human Tissue Act“) im Amtsgericht Durban und muß im Februar wieder erscheinen, sagte Martins-Engelbrecht. Beide wurden auf Kaution freigelassen, ihre Pässe sind jedoch beschlagnahmt worden, sagte sie.

„Wir können die Möglichkeit weiterer Verhaftungen nicht ausschließen. Unsere Untersuchungen sind noch im Gange“, sagte sie.

Die brasilianischen Behörden gaben die Namen der Verdächtigen, die sie verhafteten, nicht bekannt. Damazio sagte, sie könnten mit bis zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt werden.

Die 30 Männer, die ihre Nieren verkauften, könnten mit bis zu acht Jahren Gefängnis verurteilt werden.
Hier finden Sie den Originalartikel, Four Israelis arrested in Brazil, S. Africa for organ trafficking.
Polizei glaubt, des illegalen Organhandels Verdächtigter floh aus Israel

26. November 2003 -- Albert Chernov, der des illegalen Handels mit menschlichen Spenderorganen angeklagt wurde, ist unter Hausarrest geflohen und die Polizei glaubt, daß er das Land verlassen hat. (Anm.: Wie wäre es mit einem internationalen Haftbefehl?)

Chernov und zwei weitere Verdächtige wurden vor fünf Monaten wegen des Verdachts festgenommen, durch Erpressung und Drohungen Organspender rekrutiert zu haben.

Chernov ist außerdem angeklagt worden, sich als Arzt ausgegeben und an potentiellen Organspendern Sexualverbrechen (indecent acts) verübt zu haben.

Nach der Anklageerhebung wurden die drei unter Hausarrest gestellt. Die Staatsanwaltschaft legte gegen die Entscheidung beim Obersten Gericht Berufung ein, doch ihre Petition wurde abgelehnt. (Anm.: Bekamen die drei auch gleich Flüge ins Ausland?)

Ende vergangener Woche verschwand Chernov ein paar Wochen vor seinem geplanten Prozeß. Sein Anwalt, Adi Kedar, äußerte die Befürchtung, Chernov wäre entführt worden.

Die Verdächtigen schalteten in russischsprachigen Zeitungen angeblich Anzeigen, die große Geldsummen boten, wenn jemand bereit ist, eine seiner Nieren zu verkaufen.

Potenzielle Spender wurden dann angewiesen, sich zusammen mit voraussichtlichen Empfängern medizinischen Kompatibilitätstests zu unterziehen. Die Polizei glaubt, daß die Ärzte, die die Tests durchführten, wußten, daß die Organe verkauft werden.

Falls der Spender/Verkäufer (donor/seller) kompatibel war, wurde er für die chirurgische Entfernung der Niere in die Türkei geflogen. Die Organe wurden dann entnommen, um in Europa und den Vereinigten Staaten sowie in der Türkei verpflanzt zu werden.

Der angebliche illegale Organhandel kam ans Licht, als sich ein Bewohner des südlichen Israel meldete und sagte, er hätte die drei kontaktiert, um Nieren (Anm.: Plural) zu verkaufen, und seine Meinung dann änderte.
Hier finden Sie den Originalartikel, Police believe organ trafficking suspect has fled Israel.

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